Tuol Sleng Museum (S-21)★★★
Tuol Sleng — Das dunkelste Kapitel
Das Tuol-Sleng-Genozidmuseum ist einer der erschütterndsten Orte der Welt. In einer ehemaligen High School richteten die Roten Khmer 1975 das Sicherheitsgefängnis S-21 ein — ein Verhör-, Folter- und Exekutionszentrum, durch das geschätzt 17.000 bis 20.000 Menschen geschleust wurden. Nur 12 überlebten.
Was den Ort so bestürzend macht: Er sieht aus wie eine ganz normale Schule. Klassenzimmer wurden zu Folterkammern, Flure zu Zellenblöcken (winzige Backsteinverschläge). An den Wänden hängen die Aufnahmefotos der Gefangenen — Männer, Frauen, Kinder, teilweise mit einer Nummer auf der Brust. Die Gesichter blicken dich an. Es ist fast unerträglich.
Was du siehst
- Gebäude A: Große Räume mit Eisenbetten — hier fanden Verhöre und Folter statt. Die Originaleinrichtung ist erhalten. An den Wänden die Fotos der letzten Opfer.
- Gebäude B: Fotos. Tausende Aufnahmefotos der Gefangenen — die Roten Khmer dokumentierten jeden Eingelieferten penibel. Die Gesichter reichen von gefasst bis verängstigt.
- Gebäude C: Die Zellen. Klassenzimmer, unterteilt in winzige Verschläge aus Backstein und Holz. Die Gefangenen lagen angekettet auf dem Boden.
- Gebäude D: Weitere Fotos und Zeugnisse. Gemälde des Überlebenden Vann Nath, die die Folter darstellen.
Der Audioguide (im Eintritt enthalten) ist herausragend — er enthält Berichte von Überlebenden und dem ehemaligen Gefängnisdirektor Duch (2010 verurteilt). Plane mindestens 2 Stunden ein.
Achtung
Dieser Besuch ist emotional extrem fordernd. Kombiniere ihn NICHT mit den Killing Fields am selben Vormittag — das ist zu viel. Besuche Tuol Sleng am Morgen, dann Mittagspause mit etwas Positivem (Riverside, Café), und die Killing Fields am nächsten Tag oder Nachmittag.