Praktische Infos Santo Antão
Anreise
Santo Antão hat keinen Flughafen — die einzige Verbindung ist die Fähre von São Vicente (Mindelo → Porto Novo). Die Reederei CV Interilhas betreibt mehrere Überfahrten täglich. Die Fahrt dauert 1 Stunde und kostet ca. 800 CVE (ca. 7€) für Einheimische und Touristen gleichermaßen. Die See im Canal de São Vicente kann rau sein — wer seekrank wird, sollte vorsorgen (Reisetabletten nehmen, frische Luft an Deck atmen).
Transport auf der Insel
Santo Antão hat ein begrenztes Straßennetz, aber die Hauptstraße von Porto Novo über die Berge nach Ribeira Grande und weiter nach Ponta do Sol ist spektakulär: Haarnadelkurven an 1.000-Meter-Abgründen, Tunnel durch Felsen, und Aussichten, die einem den Atem rauben.
- Aluguers (Sammeltaxis): Das Haupttransportmittel. Hiace-Minibusse und Pick-ups fahren feste Routen zwischen Porto Novo, Ribeira Grande, Paúl und Ponta do Sol. Preise: 2–5€. Sie fahren, wenn sie voll sind — Geduld mitbringen.
- Taxis: Für spezielle Strecken (z.B. zum Startpunkt einer Wanderung) kann man ein Taxi chartern. Preis vorher aushandeln: Porto Novo → Cova ca. 15–20€.
- Mietwagen: Möglich, aber nur für erfahrene Fahrer. Die Straßen sind steil, kurvig und teilweise unbefestigt. Allrad empfohlen, besonders in der Regenzeit.
- Zu Fuß: Der beste Weg, Santo Antão zu erleben. Die Wanderwege verbinden die Orte, und das Wegenetz ist das historische Transportnetz der Insel.
Übernachtung
Santo Antão hat keine großen Hotels — die Unterkünfte sind Pensionen, Guesthouses und kleine Eco-Lodges. Das ist Teil des Charmes: Man wohnt bei Familien, isst am gemeinsamen Tisch und lernt die Insel von innen kennen.
- Ponta do Sol: Bestes Angebot an Unterkünften. Pensionen ab 25€/DZ, charmante Gästehäuser mit Meerblick ab 40€.
- Ribeira Grande: Funktionale Unterkünfte, guter Ausgangspunkt für Wanderungen.
- Paúl: Ruhige Eco-Lodges und Familienpensionen mitten in der Natur. Ideal für Wanderer, die im Tal übernachten wollen.
- Porto Novo: Nur als Durchgangsstation nötig — die Fähre legt hier an, aber die Nordseite ist attraktiver.
Essen
Auf Santo Antão isst du einfach, aber fantastisch: Gegrillter Fisch direkt vom Boot, Cachupa aus dem Topf, frische tropische Früchte vom Baum. In den Pensionen wird oft am gemeinsamen Tisch serviert — ein Drei-Gänge-Menü für 6–10€ ist Standard. In Ponta do Sol gibt es einige kleine Restaurants mit Meerblick, in denen der frische Thunfisch mit Mandioca und Gemüse ein Festmahl ist.
Achtung
In der Regenzeit (August–Oktober) können Wanderwege auf Santo Antão durch Erdrutsche und Überschwemmungen unpassierbar werden. Informiere dich vor Ort über die aktuelle Lage und wandere bei Regen nicht in steilen Schluchten — Sturzfluten können plötzlich auftreten.