Mandalay & Norden · Abschnitt 1/3

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Die kulturelle Seele Myanmars

Mandalay ist Myanmars zweitgrößte Stadt und kulturelle Hauptstadt — ein staubiges, von Motorrädern und Pick-ups verstopftes Zentrum, das auf den ersten Blick nicht viel hermacht. Aber unter der unscheinbaren Oberfläche verbirgt sich eine Stadt von enormer kultureller Tiefe: Mandalay ist das Herz des burmesischen Buddhismus, Sitz der wichtigsten Klöster und religiösen Schulen, Zentrum der traditionellen Künste und Handwerke — von Marionettenbau über Goldschlägerei bis zur Steinmetzkunst.

Die Stadt wurde erst 1857 von König Mindon als letzte königliche Hauptstadt gegründet — und damit die Prophezeiung Buddhas erfüllt, der vorhergesagt haben soll, dass am Fuße des Mandalay Hill nach 2.400 Jahren eine große Stadt entstehen werde. Trotz ihrer relativen Jugend ist Mandalays kulturelle Bedeutung immens: Hier fand das Fünfte Buddhistische Konzil statt, hier wird das reinste Burmesisch gesprochen, und hier bewahren Handwerker Traditionen, die andernorts längst verschwunden sind.

Highlights in der Stadt

  • Kuthodaw-Pagode — Das weltgrößte Buch: 729 weiße Marmortafeln, jede in einem eigenen Stupa, auf denen der gesamte Pali-Kanon (die buddhistische Heilige Schrift, Tipitaka) eingraviert ist. 1860 vollendet, nach dem Fünften Buddhistischen Konzil. Um alle Tafeln zu lesen, bräuchte man schätzungsweise 450 Tage — das größte Buch der Welt. Der Anblick der 729 weißen Stupas in geometrischer Ordnung ist allein schon überwältigend.
  • Mandalay Hill: Der 236 m hohe Hügel am Nordrand der Stadt, der sich über den Königspalast erhebt, bietet den besten Panoramablick: die Stadt, der Palast, der Irrawaddy, die Berge des Shan-Staats in der Ferne. 1.729 überdachte Stufen führen hinauf, gesäumt von Pagoden, Buddha-Statuen und Wahrsagern. Alternativ per Auto oder Aufzug. Der Sonnenuntergang vom Gipfel ist ein Pflichttermin.
  • Königspalast: Eine riesige Anlage (4 km², 3 km Seitenlänge!) hinter hohen roten Mauern und einem Wassergraben. Im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört und später rekonstruiert. Die Ausmaße beeindrucken, der Wachturm bietet den besten Blick über das Gelände. Eintritt: 10.000 MMK. Ausländer dürfen nur über das Osttor eintreten (Pass mitnehmen).
  • Mahamuni-Pagode: Die zweitwichtigste Buddha-Statue Myanmars. Die sitzende Figur ist mit so viel Blattgold bedeckt (Schichten von 15 cm Dicke!), dass die Körperform kaum noch erkennbar ist — nur das Gesicht wird freigehalten. Jeden Morgen um 4:00 Uhr wird dem Buddha in einer aufwändigen Zeremonie rituell das Gesicht gewaschen. Dieses intime Ritual ist für Frühaufsteher ein unvergessliches Erlebnis.
  • Shwenandaw-Kloster: Das einzige erhaltene Gebäude des ursprünglichen Königspalastes — komplett aus goldenem Teakholz, mit fantastischen Schnitzereien, die Szenen aus dem Jataka (Geburtsgeschichten Buddhas) darstellen. Ein Meisterwerk der burmesischen Holzschnitzkunst.

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