Braai & Potjiekos
Das Braai (Grillen) ist in Namibia — wie in ganz Südafrika — eine Lebensphilosophie. Jeder Campingplatz, jede Farm und jedes Haus hat eine Braai-Stelle. Am Wochenende wird stundenlang gegrillt — riesige Steaks, Boerewors (Grillwurst), Lamb Chops und Maiskolben.
Das Braai ist keine schnelle Angelegenheit: Man legt echtes Holz (kein Kohle-Brikett!) an, wartet geduldig auf die perfekte Glut und trinkt dabei Bier. Das Soziale ist genauso wichtig wie das Essen.
Potjiekos
Ein Potjie (sprich: „poiki") ist ein schwerer gusseiserner Topf mit drei Beinen, der direkt auf die Glut gestellt wird. Darin wird der Potjiekos (Topfessen) langsam geschmort — Schicht für Schicht: Fleisch unten, Gemüse oben, Gewürze dazwischen. Stundenlang bei niedriger Hitze, ohne Umrühren. Das Ergebnis ist ein unfassbar zartes Schmorgericht, das nach Lagerfeuer und Afrika schmeckt.
Weitere namibische Gerichte
- Kapana: Streetfood aus Katutura — gegrillte Rindfleischstücke mit Chili-Salsa und Weißbrot. Günstig, herzhaft, köstlich
- Oshifima (Pap): Maisbrei, das Grundnahrungsmittel im Norden — ähnlich wie Polenta, wird mit Fleisch und Gemüse gegessen
- Mopane-Würmer: Getrocknete Raupen des Mopane-Schmetterlings — proteinreich und im Norden Namibias alltäglich. Geschmack: nussig-erdig