Samarkand · Abschnitt 3/5

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Gur-Emir-Mausoleum — Timurs letzte Ruhestätte

Das Gur-Emir („Grab des Herrschers") ist das Mausoleum von Timur (Tamerlan), dem Eroberer, der ein Reich von der Türkei bis Indien schuf. Die gerippte türkisblaue Kuppel (12,5 m Durchmesser) ist eines der perfektesten Bauwerke der islamischen Architektur. Das Innere ist atemberaubend: Onyx, Gold, Lapislazuli und Jaspis bedecken Wände und Decke. Timurs Grabstein aus dunkelgrüner Jade ist der größte Jade-Block der Welt. Eintritt: ca. 25.000 UZS (~2€).

Shah-i-Zinda — Gräberstraße der Lebenden Könige

Die Shah-i-Zinda ist eine Nekropole (Totenstadt) — eine steile Gasse mit über 20 Mausoleen aus dem 9.–19. Jahrhundert, flankiert von einigen der schönsten Kachelarbeiten der islamischen Welt. Jedes Mausoleum ist individuell gestaltet: tiefblaue, türkise, goldene und grüne Mosaike in einer Vielfalt, die den Registan noch übertrifft. Am Ende der Gasse: angeblich das Grab von Kusam ibn Abbas, einem Cousin des Propheten Mohammed. Shah-i-Zinda bedeutet „der lebende König" — der Legende nach lebt er in seiner Gruft weiter. Eintritt: ca. 30.000 UZS (~2€).

Bibi-Khanum-Moschee

Als sie 1404 fertiggestellt wurde, war die Bibi-Khanum-Moschee eine der größten Moscheen der islamischen Welt — Timurs Versuch, Gott mit Monumentalität zu beeindrucken. Die Dimensionen sind überwältigend: Das Eingangsportal ist 35 m hoch, der Innenhof fasste 10.000 Gläubige. Die Moschee war so ehrgeizig gebaut, dass sie fast sofort zu bröckeln begann — Timur ließ Architekten hinrichten. Heute ist sie beeindruckend restauriert. Im Hof steht ein riesiger Marmor-Koranständer. Eintritt: ca. 25.000 UZS (~2€).

Ulugh Begs Observatorium

Ulugh Beg (1394–1449), Timurs Enkel, war einer der größten Astronomen des Mittelalters. Sein Observatorium (1428–1429) am Stadtrand hatte einen riesigen Sextanten (Radius: 40 m!), mit dem er die Positionen von über 1.000 Sternen berechnete — mit einer Genauigkeit, die erst im 17. Jahrhundert übertroffen wurde. Heute sind die unterirdischen Reste des Sextanten und ein kleines Museum zu sehen. Eintritt: ca. 25.000 UZS (~2€).

Siab-Basar

Direkt neben der Bibi-Khanum-Moschee liegt Samarkands größter Basar. Weniger monumental als der Chorsu in Taschkent, dafür authentischer und weniger touristisch. Berühmt für: Samarkands legendäres Fladenbrot (Non-i Samarkand), das als das beste Usbekistans gilt — rund, dick, mit Sesam und Kümmel bestreut, tagelang haltbar. Außerdem: Berge von Trockenfrüchten, Nüssen und Gewürzen.

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