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Geschichte Vietnams · Abschnitt 1/4

Dynastien & 1.000 Jahre unter China

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Dynastien & 1.000 Jahre unter China

Vietnam blickt auf eine über 4.000 Jahre alte Zivilisation zurück — die Legende beginnt mit dem Drachenkönig Lạc Long Quân und der Feenprinzessin Âu Cơ, aus deren 100 Eiern die vietnamesische Nation entstand.

Die chinesische Herrschaft (111 v. Chr. – 939 n. Chr.)

Über tausend Jahre herrschte China über Vietnam — eine Periode, die das Land tief prägte: Konfuzianismus, Mandarin-Verwaltung, chinesische Schrift und Buddhismus wurden eingeführt. Gleichzeitig formte sich ein starkes vietnamesisches Nationalbewusstsein: Immer wieder erhoben sich Aufstände gegen die Fremdherrschaft.

Die berühmtesten Rebellinnen: Die Trưng-Schwestern (40–43 n. Chr.), die eine Armee anführten und kurzzeitig die Unabhängigkeit errangen. Sie werden bis heute als Nationalheldinnen verehrt — Straßen, Schulen und Tempel tragen ihren Namen.

Unabhängigkeit und Blütezeit (939–1802)

938 besiegte Ngô Quyền die chinesische Flotte auf dem Bạch-Đằng-Fluss und beendete die Fremdherrschaft. Es folgten die großen vietnamesischen Dynastien:

  • Lý-Dynastie (1009–1225): Gründung Hanois (1010) als Hauptstadt „Thăng Long" (aufsteigender Drache). Bau des Literaturtempels (1070). Goldenes Zeitalter von Kunst und Buddhismus.
  • Trần-Dynastie (1225–1400): Dreimalige Abwehr der mongolischen Invasionen Kublai Khans — ein Moment des nationalen Stolzes, vergleichbar mit der Schlacht bei Thermopylen.
  • Lê-Dynastie (1428–1789): Nach erneuter chinesischer Besetzung befreite Lê Lợi Vietnam 1428. Die Legende vom zurückgegebenen Schwert am Hoàn-Kiếm-See stammt aus dieser Zeit. Expansion nach Süden beginnt.

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