Patagoniens Tierwelt
Wildlife am Ende der Welt
Patagonien ist ein Paradies für Tierbeobachtung — die geringe Besiedlung und die riesigen Schutzgebiete haben eine erstaunliche Artenvielfalt bewahrt:
An Land
- Guanako: Die wilden Verwandten der Lamas sind überall in Patagonien anzutreffen — in Torres del Paine grasen sie völlig unbeeindruckt neben den Wanderwegen. Herden von 10–30 Tieren sind häufig
- Puma: Torres del Paine hat eine der höchsten Puma-Dichten der Welt. Die großen Raubkatzen jagen Guanakos, und mit etwas Glück (und einem spezialisierten Tracking-Guide) kann man sie bei der Jagd beobachten. Puma-Tracking-Touren ab Puerto Natales: ab 200.000 CLP/Person
- Andenkondor: Der König der Lüfte mit bis zu 3,2 Metern Spannweite kreist über den Bergen und Klippen. Am besten zu sehen in Torres del Paine und an der Carretera Austral
- Darwin-Nandu (Rhea): Straußenähnliche Laufvögel, die in der patagonischen Steppe leben — benannt nach Charles Darwin, der sie auf seiner Beagle-Reise beschrieb
- Huemul: Chiles Nationalwappen-Tier — ein seltener Andenhirsch, der vom Aussterben bedroht ist. Mit viel Glück in abgelegenen Gebieten von Torres del Paine oder an der Carretera Austral zu sehen
- Fuchs (Zorro): Chilla- und Culpeo-Füchse sind in Patagonien häufig und erstaunlich zutraulich
Im und am Wasser
- Magellan-Pinguine: Über 120.000 Paare brüten auf der Isla Magdalena vor Punta Arenas (Oktober–März). Auch auf Chiloé und an der Carretera Austral gibt es kleinere Kolonien
- Seelöwen: An der gesamten Küste Patagoniens — besonders zahlreich in den Fjorden und an den Fischerhäfen
- Seeelefanten: Die größten Robben der Welt (Bullen bis zu 4 Tonnen!) leben an der patagonischen Küste
- Wale: Blauwale, Buckelwale und Orcas ziehen durch die Gewässer Patagoniens. Im Parque Marino Francisco Coloane (nahe Punta Arenas) können Buckelwale von November bis April beobachtet werden
- Chilenischer Delfin (Tonina): Einer der kleinsten Delfine der Welt, lebt in den Fjorden und Kanälen Patagoniens
💡 Tipp
Für Puma-Sichtungen in Torres del Paine: Buche einen spezialisierten Tracking-Guide (nicht die Standardtouren!). Die besten Chancen hast du in der Vor- und Nachsaison (Oktober/November und März/April), wenn weniger Touristen im Park sind und die Pumas aktiver jagen. Die Morgen- und Abenddämmerung sind die aktivsten Zeiten.