Villa O'Higgins — Das Ende der Straße★★€
Villa O'Higgins — Wo die Carretera Austral endet
Am südlichen Ende der Carretera Austral, nach 1.240 km Schotterstraße durch Patagoniens Wildnis, liegt Villa O'Higgins — ein winziges Dorf (600 Einwohner), das sich anfühlt wie das buchstäbliche Ende der Welt. Hier endet die Straße, und es beginnt das Südliche Patagonische Eisfeld, die drittgrößte Eismasse der Erde.
Villa O'Higgins ist kein Ort mit klassischen Sehenswürdigkeiten — es ist ein Gefühl: das Gefühl, an einem der abgelegensten bewohnten Orte des Planeten angekommen zu sein. Die Stille ist überwältigend, der Blick auf die Eisfelder und Berge surreal, und die wenigen Bewohner sind von einer Herzlichkeit, die man in der Zivilisation selten erlebt.
Was tun?
- Grenzübergang nach El Chaltén (Argentinien): Der legendärste Grenzübergang Südamerikas — per Boot über den Lago O'Higgins, zu Fuß über die Grenze und per Boot über den Lago del Desierto nach El Chaltén (Fitz Roy!). Dauert einen vollen Tag und ist ein Abenteuer für sich
- Ventisquero O'Higgins: Bootstour zum O'Higgins-Gletscher — einer der größten Gletscher, die vom Südlichen Eisfeld kalben. 4h Tour, ca. 70.000 CLP
- Wandern: Zahlreiche Trails in die umliegenden Berge und zu Gletscherseen. Der Sendero de Chile führt zu Aussichtspunkten über das Eisfeld
- Fischen: Weltklasse-Fliegenfischen in den kristallklaren Flüssen und Seen rund um das Dorf
Achtung
Villa O'Higgins ist wirklich abgelegen: Nur über die Carretera Austral erreichbar (oder per Kleinflugzeug). Lebensmittel und Benzin sind teuer und das Angebot begrenzt. Bringe ausreichend Vorräte mit. Die Fähre über den Lago O'Higgins nach Argentinien fährt nur im Sommer (Dezember–März) und muss vorgebucht werden.