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Praktisch · Kapitel 9

Praktische Infos A-Z

Dominikanische Republik Reiseführer

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PraktischKapitel 9: Praktische Infos A-Z
Praktisch · Kapitel 9

Praktische Infos A-Z

Alles Wichtige für deinen Dominikanische-Republik-Urlaub auf einen Blick — alphabetisch sortiert, von Botschaften bis Zoll. Ausdrucken, abspeichern, mitnehmen.

Botschaften & Konsulate

Im Notfall (Passverlust, Verhaftung, schwerer Unfall) ist die Botschaft oder das Konsulat dein erster Ansprechpartner.

Deutsche Botschaft Santo Domingo

  • Adresse: Calle Gustavo Mejía Ricart 196, Edificio Piantini, Piso 5, Santo Domingo
  • Telefon: +1 809 542 8949
  • Notfall außerhalb Bürozeiten: +49 30 18170 (Auswärtiges Amt Berlin)
  • Web: santo-domingo.diplo.de
  • Bürozeiten: Mo–Fr 8:00–11:00 Uhr (Konsularabteilung)

Österreichische Botschaft

Österreich hat keine eigene Botschaft in der Dominikanischen Republik. Zuständig ist die Österreichische Botschaft in Havanna (Kuba) bzw. das Honorarkonsulat in Santo Domingo.

  • Honorarkonsul: Telefon +1 809 683 1141

Schweizer Botschaft

Die Schweiz hat ebenfalls keine Botschaft vor Ort. Zuständig ist die Schweizer Botschaft in Bogotá (Kolumbien).

  • Helpline EDA: +41 800 247 365 (rund um die Uhr)

Tipp

Registriere dich vor der Reise bei der Krisenvorsorgeliste (elefand.diplo.de) des Auswärtigen Amts. So kann die Botschaft dich im Notfall schneller erreichen.

Einreise & Visum

Die Einreise in die Dominikanische Republik ist für DACH-Bürger unkompliziert:

Reisepass

  • Gültigkeit: Mindestens 6 Monate über das Reisedatum hinaus
  • Personalausweis: Reicht NICHT — du brauchst einen Reisepass
  • Kinderreisepass: Wird akzeptiert (mit Foto)
  • Vorläufiger Reisepass: Wird akzeptiert

Touristenkarte (Tarjeta de Turista)

Seit April 2018 ist die Touristenkarte (ehemals 10 USD am Flughafen) im Flugticketpreis inkludiert. Du zahlst nichts extra und bekommst automatisch 30 Tage Aufenthalt. Am Einwanderungsschalter wird dein Pass gestempelt — das war's.

Aufenthaltsverlängerung

Wer länger als 30 Tage bleibt, zahlt bei der Ausreise am Flughafen eine Gebühr (gestaffelt):

ÜberziehungGebühr
1–30 Tageca. 29 USD
31–90 Tageca. 57 USD
1–2 Jahreca. 200+ USD

Die Gebühr wird direkt am Ausreiseschalter kassiert — kein vorheriger Behördengang nötig.

Zollbestimmungen

  • Einfuhr: 1 Liter Alkohol, 200 Zigaretten, Geschenke bis 500 USD Wert
  • Verboten: Drogen (Null-Toleranz!), Waffen, Frischobst/-gemüse aus vielen Ländern
  • Rückreise nach Deutschland: Larimar und Bernstein dürfen ausgeführt werden (Quittungen aufheben). Keine Korallen, Muscheln oder geschützte Tierprodukte

Achtung

Achte darauf, dass du bei der Einreise tatsächlich einen Stempel bekommst! Gelegentlich vergessen Beamte den Stempel — ohne ihn kann es bei der Ausreise zu Problemen kommen. Kontrolliere deinen Pass direkt am Schalter.

Geld & Währung

Die offizielle Währung ist der Dominikanische Peso (DOP), abgekürzt mit RD$ oder DOP. Gleichzeitig werden US-Dollar (USD) fast überall akzeptiert — die Dominikanische Republik hat de facto ein Doppelwährungssystem.

Wechselkurs (Richtwert 2025/2026)

Währung≈ DOP
1 Euro (EUR)≈ 65 DOP
1 US-Dollar (USD)≈ 58 DOP
1 Schweizer Franken (CHF)≈ 68 DOP

Bargeld abheben

  • Geldautomaten (ATM/Cajero): In jeder Stadt und in allen Touristenzentren. Banco Popular, Banreservas und Scotiabank sind die verbreitetsten
  • Gebühren: Dominikanische Banken berechnen 200–500 DOP (3–8 USD) pro Abhebung. Dazu kommt die Gebühr deiner Heimatbank. Eine Reise-Kreditkarte ohne Auslandsgebühren (z.B. DKB, Barclays, N26) spart erheblich
  • Limit: Meist 10.000–20.000 DOP pro Abhebung (ca. 150–300 USD). An manchen Automaten kann man in USD abheben (sinnvoll, wenn man beide Währungen braucht)
  • Sicherheit: Hebe tagsüber ab, in gut beleuchteten Bereichen. Verdecke die PIN-Eingabe. In Santo Domingo keine Automaten an einsamen Straßen nutzen

Kreditkarten

Visa und Mastercard werden in Hotels, Resorts, gehobenen Restaurants und großen Geschäften akzeptiert. In Comedores, Colmados und bei Straßenhändlern nur Bargeld. American Express wird seltener akzeptiert.

Tipps zum Geldwechsel

  • Zahle in Pesos: Wenn du in USD zahlst, runden Händler den Wechselkurs zu ihren Gunsten — du zahlst 10–20% mehr
  • Nicht am Flughafen wechseln: Schlechteste Kurse. Hebe am ATM ab oder wechsle in einer Wechselstube (Casa de Cambio) in der Stadt
  • Kleine Scheine: Halte 100- und 200-Peso-Scheine bereit — für Motoconchos, Straßenverkäufer und Trinkgeld. 2.000-Peso-Scheine können problematisch sein

Tipp

Die beste Strategie: Hebe am ATM Pesos ab und zahle überall in Pesos. Halte zusätzlich 100–200 USD in bar als Notreserve. Eine Kreditkarte ohne Auslandsgebühren (DKB Visa, Barclays Platinum, N26 Metal) spart über eine zweiwöchige Reise leicht 50–80 EUR an Gebühren.

Gesundheit & Impfungen

Die Dominikanische Republik ist kein gefährliches Reiseland — aber einige Gesundheitsthemen solltest du ernst nehmen.

Impfungen

Keine Pflichtimpfungen für die Einreise aus Deutschland (außer Gelbfieber, wenn du aus einem Gelbfiebergebiet einreist). Empfohlen werden:

  • Standard: Tetanus, Diphtherie, Polio, Masern (Auffrischung prüfen!)
  • Empfohlen: Hepatitis A (dringend!), Hepatitis B
  • Bei längerem Aufenthalt/Abenteuerreisen: Typhus, Tollwut
  • COVID-19: Keine Impfpflicht bei Einreise (Stand 2025)

Trinkwasser

NIEMALS Leitungswasser trinken! Das gilt ohne Ausnahme — auch nicht zum Zähneputzen in günstigen Hotels. Nur Flaschenwasser (Agua Purificada) oder Wasser aus Garrafones (große 5-Gallonen-Flaschen, die überall stehen). In Hotels und Resorts: Leitungswasser ist zum Duschen sicher, aber nicht zum Trinken. Eis in Restaurants und Resorts ist in der Regel aus gereinigtem Wasser (aber an Straßenständen vorsichtig sein).

Magen-Darm

Der „Dominikanische Durchfall" (Diarrea del Viajero) trifft viele Reisende in den ersten 2–3 Tagen — meist harmlos, aber lästig. Ursachen: anderes Wasser, scharfere Gewürze, ungewohnte Bakterien. Vorbeugung: Kein Leitungswasser, vorsichtig mit Salaten und ungeschältem Obst an Straßenständen, Hände oft waschen. Im Notfall: Imodium + ORS (Oral Rehydration Salts), in jeder Apotheke erhältlich.

Mücken & Dengue

Dengue-Fieber ist in der Dominikanischen Republik endemisch — besonders in der Regenzeit (Juni–November). Es gibt keine Impfung und keine Prophylaxe. Schutz: Mückenspray mit DEET (30–50%), lange Kleidung in der Dämmerung, Klimaanlage im Zimmer. Malaria ist in der Dominikanischen Republik praktisch eliminiert — keine Prophylaxe nötig. Chikungunya und Zika treten gelegentlich auf (Schwangere sollten sich beraten lassen).

Sonne & Hitze

Die tropische Sonne ist deutlich intensiver als in Europa — auch bei bewölktem Himmel. Sonnenbrand passiert in 15–20 Minuten. Sonnencreme LSF 50+ (am besten korallenfreundlich), Hut und Sonnenbrille sind Pflicht. Trinke mindestens 2–3 Liter Wasser am Tag. Hitzschlag und Sonnenstich sind reale Gefahren, besonders bei Aktivitäten wie Wandern oder Reiten.

Medizinische Versorgung

  • In Touristenzentren: Gute Privatkliniken (Clínicas) mit englischsprachigen Ärzten. Centro Médico Punta Cana, Hospiten Bavaro, CECANOT in Santo Domingo
  • Auf dem Land: Grundversorgung in öffentlichen Hospitales, aber eingeschränkt. Bei ernsten Problemen: Transfer in die nächste Stadt
  • Apotheken (Farmacias): Gut sortiert, vieles rezeptfrei erhältlich (Antibiotika, Schmerzmittel). Farmacias Carol und Farmacia La Economía sind die größten Ketten

Achtung

Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist PFLICHT — keine Ausrede. Die Behandlungskosten in Privatkliniken können sich schnell auf 1.000–10.000 USD summieren, und der medizinische Rücktransport nach Deutschland kostet 30.000–80.000 EUR. Abschluss ab 10 EUR/Reise bei ADAC, HanseMerkur oder Allianz.

Internet & Telefon

Die Dominikanische Republik hat eine überraschend gute digitale Infrastruktur — zumindest in den Touristenzonen und Städten.

Mobilfunk & SIM-Karten

Drei Anbieter dominieren den Markt:

  • Claro: Größtes Netz, beste Abdeckung auch auf dem Land. Empfehlung Nr. 1
  • Altice: Zweitgrößter, gute Abdeckung in Städten und Touristenzonen
  • Viva: Kleinster, aber oft günstigere Datenpakete

Eine lokale SIM-Karte ist die beste Option: Erhältlich am Flughafen oder in jedem Claro/Altice-Shop. Preis: ca. 200–500 DOP (3–8 USD) für die SIM + Datenpaket. Datenpakete: 3 GB für 200 DOP, 7 GB für 400 DOP. Reisepass zur Registrierung nötig.

Alternative: eSIM (Airalo, Holafly) — vorab online kaufen, bei Ankunft aktivieren. 5 GB für ca. 15 USD. Bequem, aber teurer als lokale SIM.

WLAN

Hotels, Resorts und Cafés haben fast immer kostenloses WLAN. Qualität: In Resorts und Städten gut (10–50 Mbit/s), auf dem Land und in Backpacker-Unterkünften oft langsam. Las Terrenas hat erstaunlich gutes Internet — ein beliebter Digital-Nomad-Spot.

Roaming

EU-Roaming gilt NICHT in der Dominikanischen Republik. Datenroaming kann extrem teuer werden (bis 15 EUR/MB!). Deaktiviere Datenroaming im Handy und nutze eine lokale SIM oder eSIM.

Notrufnummern

DienstNummer
Polizei911
Feuerwehr911
Krankenwagen911
Touristenpolizei (CESTUR)+1 809 200 3500

Tipp

Kaufe dir am Flughafen eine Claro-SIM-Karte (der Stand ist direkt nach der Passkontrolle). 500 DOP (ca. 8 USD) inklusive 5 GB Daten und Anrufe reichen für 2 Wochen locker. So hast du überall Navigation (Google Maps ist Gold wert im Chaos der dominikanischen Straßen), Uber in Santo Domingo und WhatsApp.

Sicherheit

Die Dominikanische Republik ist grundsätzlich sicher für Touristen — die allermeisten Reisenden erleben einen problemlosen Urlaub. Trotzdem ist es kein Europa, und ein paar Regeln solltest du beachten.

Allgemeine Lage

Die Kriminalität richtet sich überwiegend gegen Einheimische, nicht gegen Touristen. Touristenzonen (Punta Cana, Bavaro, Las Terrenas, Zona Colonial) sind durch die Touristenpolizei CESTUR gut überwacht. Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten, Kleinkriminalität (Taschendiebstahl, Handy-Raub) kommt vor.

Wichtige Sicherheitsregeln

  • Nachts: Meide unbeleuchtete Straßen und einsame Gegenden, besonders in Santo Domingo (Stadtviertel Cristo Rey, Capotillo, Los Alcarrizos). In Las Terrenas und Punta Cana ist es nachts deutlich sicherer
  • Wertsachen: Keinen auffälligen Schmuck tragen. Handy nicht offen in der Hand halten (Motoconcho-Diebe reißen es im Vorbeifahren aus der Hand). Rucksack nach vorne tragen in Menschenmengen
  • Taxis: Nur lizenzierte Taxis oder Uber (in Santo Domingo). Kein Taxi an einsamen Straßen anhalten. Preis VORHER verhandeln
  • Strand: Keine Wertsachen unbeaufsichtigt lassen. Hotelsafe nutzen für Pass, Geld, Kamera
  • Drogen: Null-Toleranz-Politik. Drogenbesitz (auch kleine Mengen Cannabis) kann zu langen Haftstrafen führen. Dominikanische Gefängnisse sind kein Ort, an dem man sein will
  • Verkehr: Der Straßenverkehr ist die größte reale Gefahr (WHO: eines der gefährlichsten Länder der Welt). Fahre defensiv, vermeide Nachtfahrten, trage einen Helm auf Motoconchos

Für Frauen

Alleinreisende Frauen können die Dominikanische Republik grundsätzlich sicher bereisen, sollten aber auf Piropos (Rufe, Pfiffe, Kommentare auf der Straße) vorbereitet sein — das ist kulturell verankert, aber lästig. Ignorieren ist die beste Strategie. Nachts nicht alleine durch einsame Gegenden laufen. In Gruppen oder mit vertrauenswürdigen Guides unterwegs sein.

Touristenpolizei (CESTUR)

Die CESTUR (Cuerpo Especializado de Seguridad Turística) ist eine spezielle Polizeieinheit nur für Touristen. In den Touristenzonen patrouillieren CESTUR-Beamte, die Englisch sprechen und bei Problemen helfen. Notruf: +1 809 200 3500. In Bavaro, Sosúa und der Zona Colonial gibt es CESTUR-Büros.

Strom & Adapter

Die Dominikanische Republik nutzt das amerikanische Stromsystem:

  • Spannung: 110 Volt, 60 Hz (Europa: 230V, 50 Hz)
  • Steckdosen: Typ A (zweipolig flach) und Typ B (zweipolig flach + Erdung) — US-amerikanisches System
  • Adapter: Du brauchst einen Reiseadapter von EU auf US. In jedem Elektrogeschäft in der Dominikanischen Republik erhältlich (100–200 DOP), aber besser von zu Hause mitbringen

Besonderheiten

  • Apagones (Stromausfälle): Außerhalb der Touristenzonen sind Stromausfälle alltäglich (manchmal stundenlang). Resorts und Hotels haben Generatoren — du merkst es kaum. In Apartments und lokalen Unterkünften: Taschenlampe und Powerbank bereithalten
  • Spannung: Die niedrigere Spannung (110V statt 230V) bedeutet, dass Föhne und Glätteisen aus Europa nur mit halber Leistung laufen. Hotels stellen oft einen Föhn bereit. Laptops und Smartphone-Ladegeräte funktionieren problemlos (die meisten haben Weitbereichs-Netzteile: 100–240V)

Tipp

Nimm einen Universal-Reiseadapter mit USB-Ports mit — so kannst du Handy, Powerbank und Kamera gleichzeitig laden. In vielen Resorts gibt es auch USB-Ladebuchsen direkt in den Steckdosen am Nachttisch.

Trinkgeld

Trinkgeld (Propina) ist in der Dominikanischen Republik wichtig — für viele Servicekräfte ist es ein wesentlicher Teil des Einkommens.

Richtwerte

SituationTrinkgeld
Restaurant (außerhalb AI)10–15% (oft ist „Propina Legal" von 10% schon inkludiert — Rechnung prüfen!)
All-Inclusive Kellner/Barkeeper1–2 USD pro Service
All-Inclusive Zimmermädchen2–5 USD/Tag (auf dem Kopfkissen lassen)
TaxifahrerNicht üblich (Preis vorher verhandelt)
Reiseleiter (Tagesausflug)5–10 USD pro Person
Bootsführer/Fahrer3–5 USD
Kofferträger (Hotel/Flughafen)1–2 USD pro Gepäckstück
Friseur/Barbershop10–20% des Preises

Propina Legal

In Restaurants wird automatisch eine „Propina Legal" von 10% und eine ITBIS (Mehrwertsteuer) von 18% zur Rechnung addiert. Das steht auf der Rechnung. Die 10% Propina gehen aber nicht immer an die Kellner — es ist üblich, trotzdem 5–10% extra in bar zu geben, wenn der Service gut war.

Zeitzone

Die Dominikanische Republik liegt in der Atlantic Standard Time (AST, UTC-4) und hat keine Sommerzeit.

ZeitraumDifferenz zu Deutschland
Winterzeit (Nov–März)−5 Stunden
Sommerzeit (März–Nov)−6 Stunden

Wenn es in Deutschland 18 Uhr ist, ist es in der Dominikanischen Republik 12 Uhr (Sommer) oder 13 Uhr (Winter). Das bedeutet: Wenn du in der Dominikanischen Republik aufwachst, schlafen deine Freunde in Deutschland noch — perfekt für ungestörte Strandmorgen.

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