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Regionen · Kapitel 3

London

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RegionenKapitel 3: London
Regionen · Kapitel 3

London

London ist keine Stadt — London ist ein Universum. Neun Millionen Menschen aus über 200 Nationen, 2.000 Jahre Geschichte auf Schritt und Tritt, Museen von Weltrang (die meisten kostenlos!), eine Gastronomieszene, die jedes Klischee über britisches Essen pulverisiert, Theater, Pubs, Parks und eine Energie, die dich vom ersten Moment mitreißt. Die Stadt, die Shakespeare, die Beatles und Banksy hervorgebracht hat, ist gleichzeitig königlich und rebellisch, ehrwürdig und avantgardistisch. Hier steht Big Ben neben der Tate Modern, und der Buckingham Palace ist nur eine Busfahrt vom Camden Market entfernt.

Westminster, Big Ben & Houses of Parliament★★★

Westminster, London SW1

Das Palace of Westminster — Sitz des britischen Parlaments — ist eines der ikonischsten Gebäude der Welt. Der neugotische Prachtbau am Themseufer, 1840–1876 von Charles Barry und Augustus Pugin erbaut, erstreckt sich über 300 Meter Flusslänge und enthält über 1.100 Räume. Am Nordende ragt der Elizabeth Tower empor — allgemein bekannt als Big Ben (obwohl „Big Ben" eigentlich nur die 13,5 Tonnen schwere Glocke im Inneren ist).

Der Uhrturm ist 96 Meter hoch, und die vier Ziffernblätter haben einen Durchmesser von sieben Metern — jede Minute rückt der Minutenzeiger um 30 Zentimeter weiter. Der Klang von Big Ben ist weltberühmt: der tiefe, hallende Glockenschlag zur vollen Stunde ist für Millionen der Sound Londons.

Direkt nebenan steht die Westminster Abbey — die Krönungskirche seit 1066, Grabstätte von Königen, Dichtern und Wissenschaftlern. Hier wurden alle britischen Monarchen seit Wilhelm dem Eroberer gekrönt, hier heirateten William und Kate, und hier liegen Newton, Darwin, Dickens und Chaucer begraben. Die gotische Architektur mit ihren Fächergewölben ist atemberaubend. Der Poets' Corner ehrt Englands literarische Giganten.

Am anderen Themseufer bietet die Westminster Bridge den klassischen London-Blick: Big Ben links, das London Eye rechts, die Themse dazwischen. Bei Nacht, wenn alles golden angestrahlt wird, ist dies der Ort, an dem jeder London-Besucher einmal stehen muss.

Tipp

Die Besichtigung der Westminster Abbey (25 £) lohnt sich — aber geh unter der Woche morgens früh, bevor die Reisegruppen kommen. Mittwochs abends (16:30–18:00) ist der Eintritt frei beim Evensong — ein Gottesdienst mit dem Chor der Abbey. Du darfst nicht herumgehen, aber die Musik in dieser Akustik ist ein Erlebnis.

Tower of London★★★

Tower of London, London EC3N 4AB
Di–Sa 9:00–17:30, So–Mo 10:00–17:30 (saisonal)
33,60 £ (online), Kinder 5–15: 16,80 £

Der Tower of London ist fast 1.000 Jahre Festung, Palast, Gefängnis und Schatzkammer in einem. Wilhelm der Eroberer ließ den weißen Turm (White Tower) 1066 errichten, um seine neue Eroberung zu sichern — und seitdem hat diese Festung an der Themse eine Rolle in fast jedem Drama der englischen Geschichte gespielt.

Hier wurde Anne Boleyn (zweite Frau Heinrichs VIII.) enthauptet. Hier verschwanden die beiden jungen Prinzen unter Richard III. auf mysteriöse Weise. Hier saßen Sir Walter Raleigh und Rudolf Hess ein. Die Geschichten, die die Yeoman Warders (Beefeaters) auf ihren Führungen erzählen, sind voller Blut, Verrat und schwarzem Humor — die besten Geschichtenerzähler Londons.

Das absolute Highlight: die Crown Jewels. In der Jewel House gleiten Besucher auf einem Laufband an der weltweit größten Sammlung königlicher Insignien vorbei — die Imperial State Crown mit über 2.868 Diamanten, das Zepter mit dem 530-Karat-Cullinan I (dem größten geschliffenen Diamanten der Welt) und die St Edward's Crown, die bei jeder Krönung verwendet wird. Der Glanz ist buchstäblich blendend.

Vergiss nicht die Raben: Der Legende nach wird das Königreich fallen, wenn die sechs Raben den Tower verlassen. Deshalb leben hier stets mindestens sechs Raben — mit gestutzten Flügeln und einem eigenen Ravenmaster, der sie betreut. Sie heißen alle beim Namen und sind erstaunlich frech.

Tipp

Komm zur Öffnung um 9:00 Uhr und geh SOFORT zu den Crown Jewels — ab 11 Uhr ist die Warteschlange eine Stunde lang. Die Yeoman Warder Tour (kostenlos, alle 30 Min.) ist die beste Art, den Tower zu erleben — die Beefeaters sind legendär unterhaltsam. Online-Tickets sind günstiger als vor Ort.

British Museum★★★

Great Russell Street, London WC1B 3DG
Täglich 10:00–17:00, Fr bis 20:30
Kostenlos (Sonderausstellungen kostenpflichtig)

Das British Museum ist eines der größten und bedeutendsten Museen der Welt — und der Eintritt ist kostenlos. Gegründet 1753, beherbergt es über acht Millionen Objekte, die die gesamte Menschheitsgeschichte umspannen: von ägyptischen Mumien über griechische Skulpturen bis zu polynesischen Masken.

Die Highlights, die du nicht verpassen darfst:

  • Rosetta Stone — Der Schlüssel zur Entschlüsselung der Hieroglyphen. Ein unscheinbarer Stein, der die Menschheitsgeschichte veränderte
  • Elgin Marbles — Die umstrittenen Skulpturen vom Parthenon in Athen. Meisterwerke der griechischen Kunst, über deren Rückgabe Griechenland und Großbritannien seit 200 Jahren streiten
  • Ägyptische Mumien — Eine der umfangreichsten Sammlungen außerhalb Kairos. Raum 62–63 sind ein Muss
  • Lewis Chessmen — Mittelalterliche Schachfiguren aus Walrosselfenbein, gefunden auf der schottischen Isle of Lewis. Bezaubernd ausdrucksstark
  • Sutton Hoo Helmet — Der ikonische angelsächsische Helm aus dem 7. Jahrhundert, Sinnbild des dunklen Zeitalters Englands

Der Great Court mit seinem spektakulären Glasdach (entworfen von Norman Foster, 2000) ist eines der eindrucksvollsten Innenräume Londons. Plane mindestens 3–4 Stunden — oder komm zweimal. Das Museum ist so riesig, dass man an einem Tag nur einen Bruchteil sehen kann.

Tipp

Freitagabends ist das Museum bis 20:30 Uhr geöffnet — viel leerer und atmosphärischer als tagsüber. Die kostenlosen Galerieführungen (11:00 und 14:00) sind exzellent. Wer gezielt gucken will: Die App (kostenlos) hat kuratierte 1-Stunden-Touren zu den Top-50-Objekten.

Borough Market & South Bank★★

8 Southwark Street, London SE1 1TL
Mo–Do 10:00–17:00, Fr 10:00–18:00, Sa 8:00–17:00, So geschlossen

Der Borough Market unter den viktorianischen Eisenbahnbögen an der London Bridge ist Londons ältester und berühmtester Lebensmittelmarkt — seit über 1.000 Jahren wird hier gehandelt. Heute ist er ein Feinschmecker-Paradies: über 100 Stände mit handgemachtem Käse, frischem Brot, Austern, Chorizo-Brötchen, äthiopischem Kaffee, Raclette, Paella und britischen Pies.

Die Stars des Marktes: Kappacasein (Grilled Cheese Sandwich zum Sterben gut, Schlange unvermeidlich), Bread Ahead (Doughnuts, die eine religiöse Erfahrung sind), Monmouth Coffee (der beste Kaffee Londons), Brindisa (spanische Chorizo direkt vom Grill). Iss dich durch — das ist die beste Art, London kulinarisch zu erleben.

Von Borough Market aus ist es ein perfekter Spaziergang entlang der South Bank: an der Themse entlang, vorbei an der Tate Modern (kostenlos!, ehemalige Bankside Power Station, heute eines der besten Museen für moderne Kunst weltweit), dem Shakespeare's Globe (Nachbau des elisabethanischen Theaters, Führungen und Vorstellungen Mai–Oktober), dem London Eye (32 £, 30 Min. Riesenrad-Fahrt mit Panoramablick) bis zur Southbank Centre mit ihren Skatern, Straßenkünstlern und Buchständen unter der Waterloo Bridge.

Tipp

Borough Market ist donnerstags bis samstags am vollsten und besten — mittwochs und montags sind nur einige Stände geöffnet. Komm am besten Donnerstag oder Freitag gegen 10 Uhr zum Frühstück, wenn es noch ruhig ist. Am Samstag ist es rappelvoll, aber die Atmosphäre ist unschlagbar. Sonntags geschlossen.

Camden Town & Shoreditch★★

Londons alternative Seele lebt in Camden Town und Shoreditch — zwei Viertel, die Punk, Street Art, Vintage und internationales Street Food vereinen.

Camden Town

Camden Market ist eigentlich ein Labyrinth aus mehreren Märkten: Camden Lock Market (Vintage-Kleidung, Kunsthandwerk), Stables Market (in viktorianischen Pferdestallungen) und Camden Market Hall (Street Food aus aller Welt). Die Straßen rund um den Regent's Canal sind bunt, laut und voller Charakter — riesige Stiefel-Skulpturen an den Hausfassaden, Live-Musik aus jedem zweiten Laden, Tattoo-Studios neben Vintage-Shops. Amy Winehouse lebte hier; ihre Statue steht am Stables Market.

Am Regent's Canal kannst du von Camden bis nach Little Venice spazieren (45 Minuten) — vorbei an Hausbooten, dem London Zoo und durch Regent's Park. Einer der schönsten Spaziergänge Londons.

Shoreditch & Brick Lane

Shoreditch im East End ist Londons kreatives Epizentrum: Street Art von Banksy-Kaliber an jeder Ecke (die Rivington Street und der Village Underground sind Hotspots), Concept Stores, Galerien und einige der besten Bars und Restaurants Londons. Brick Lane ist berühmt für Curry Houses (die Bengalische Community ist hier seit den 1970ern), Vintage-Märkte (Sonntag!) und den Beigel Bake — Londons legendäre 24-Stunden-Bäckerei, die seit 1974 die besten Bagels der Stadt verkauft (Salt Beef Beigel, 5 £).

Der Columbia Road Flower Market (Sonntag, 8:00–15:00) ist einer der charmantesten Märkte Londons — eine viktorianische Straße voller Blumenverkäufer, deren Ausrufe so laut wie unterhaltsam sind.

Hyde Park & Notting Hill★★

Hyde Park, London W2

Hyde Park ist Londons grüne Lunge — 142 Hektar Parklandschaft mitten in der Stadt. Hier joggen Banker neben Touristen, Schwäne gleiten über den Serpentine-See, und an der Speaker's Corner darf seit 1872 jeder auf eine Kiste steigen und zu beliebigen Themen reden (oder schreien). Die Serpentine Gallery zeigt zeitgenössische Kunst, die Diana Memorial Fountain plätschert im Sommer, und der Italian Garden am Nordende ist ein verstecktes Juwel.

Westlich grenzt der Kensington Palace an — Wohnsitz von Prinz William und Kate, einst Zuhause von Prinzessin Diana. Die State Rooms sind besuchbar (21 £) und zeigen die Geschichte der royalen Bewohner von Queen Victoria bis Diana.

Nördlich des Parks liegt Notting Hill — das Viertel des gleichnamigen Films mit Julia Roberts und Hugh Grant. Pastellfarbene georgianische Häuser, der berühmte Portobello Road Market (Samstag: Antiquitäten, Vintage, Street Food — einer der längsten Straßenmärkte Europas) und charmante Buchläden und Cafés. Einmal im Jahr, am August Bank Holiday Weekend, verwandelt sich Notting Hill beim Notting Hill Carnival in Europas größtes Straßenfest — karibische Musik, Maskeraden, Tanzgruppen und eine Million Besucher.

Tipp

Der Portobello Road Market ist samstags am besten (Antiquitäten-Stände ab 5:30 Uhr!), aber auch unter der Woche gibt es einige Stände. Der Abschnitt unter der Westway (Autobahnbrücke) hat die besten Vintage-Klamotten und Street-Food-Stände. Komm früh — ab 12 Uhr wird es brutal voll.

West End — Theater & Nightlife★★

Londons West End — das Theaterviertel rund um Shaftesbury Avenue, Drury Lane und das Haymarket — ist neben dem Broadway das Epizentrum des englischsprachigen Theaters. Über 40 Theater bieten jede Nacht Vorstellungen: von Langzeitklassikern wie The Phantom of the Opera (bis 2023 nach 36 Jahren), Les Misérables (seit 1985!) und The Mousetrap (Agatha Christie, seit 1952 — das am längsten laufende Theaterstück der Welt) bis zu aktuellen Hits wie Hamilton, Wicked und The Book of Mormon.

Die Theater selbst sind Sehenswürdigkeiten: viktorianische und edwardianische Juwelen mit Samtvorhängen, vergoldeten Stuckverzierungen und roten Plüschsitzen. Das Theatre Royal Drury Lane (seit 1663!) ist das älteste noch bespielte Theater Londons — und angeblich das am meisten von Geistern heimgesuchte.

Halbpreis-Tickets: Am TKTS-Stand am Leicester Square gibt es am gleichen Tag Tickets für West End Shows mit bis zu 50 % Rabatt. Morgens ab 10 Uhr anstellen — die Auswahl ist am besten. Alternativ: Viele Shows haben eine Ticket Lottery (per App) für Billigplätze am gleichen Tag. Rush Tickets für 20–25 £ gibt es bei manchen Shows für die erste Reihe — Stehvermögen vorausgesetzt.

Nach der Show: Soho direkt nebenan ist Londons Nachtleben-Viertel — Cocktailbars, Jazz Clubs, das legendäre Ronnie Scott's (seit 1959 der beste Jazzclub der Stadt), LGBTQ+-Bars in der Old Compton Street und Restaurants, die bis Mitternacht kochen.

Tipp

Der TKTS-Stand am Leicester Square ist die beste Anlaufstelle für spontane Theaterbesuche — aber geh NICHT zu den Ticket-Buden rund um den Platz, die „official" aussehen. Viele sind Drittanbieter mit Aufschlag. Nur der TKTS-Pavillon in der Mitte des Platzes (betrieben von SOLT) verkauft offiziell vergünstigte Tickets.

Londoner Pubs — Eine Institution★★

Der Pub (Public House) ist Großbritanniens wichtigster Beitrag zur Weltkultur — und in London gibt es über 3.500 davon. Ein guter Londoner Pub hat Bleiglasfenster, dunkles Holz, echtes Real Ale aus dem Handpump und eine Geschichte, die Jahrhunderte umspannt.

Legendäre Pubs

  • Ye Olde Cheshire Cheese (145 Fleet Street) — Seit 1667! Dickens, Mark Twain und Dr. Johnson tranken hier. Verwinkelte Kellerräume, niedrige Decken, offenes Feuer. Der Pub, der London am besten verkörpert
  • The Lamb and Flag (33 Rose Street, Covent Garden) — Seit 1623, einer der ältesten Pubs im West End. Winzig, urig, immer voll
  • The Churchill Arms (119 Kensington Church Street) — Die berühmteste Fassade Londons: komplett mit Blumen und Pflanzen bewachsen. Innen: Thai Food und über 1.600 Churchill-Memorabilien
  • The Prospect of Whitby (57 Wapping Wall) — Londons ältester Riverside Pub (1520). Samuel Pepys, Charles Dickens und Turner kamen zum Trinken und Malen der Themse-Aussicht
  • The George Inn (77 Borough High Street) — Londons einziger erhaltener Galerie-Pub aus dem Coaching-Zeitalter (17. Jh.). National Trust, Shakespeare-Atmosphäre

Pub-Regeln

  • Bestelle an der Theke — Tischservice gibt es nur in manchen Gastropubs. An der Bar anstehen (queuing!), Augenkontakt mit dem Barkeeper, bestellen, bezahlen
  • Rounds: In Gruppen trinkt man in Runden — jeder kauft reihum für alle. „It's my round" = Ich zahle diese Runde
  • Real Ale: Bestelle aus dem Handpump (Handzapfanlage) — das ist echtes Ale, zimmertemperiert, mit natürlicher Kohlensäure. Kein Lager!
  • Last Orders: „Last orders!" = Letzte Bestellung. „Time at the bar!" = Austrinken. In London schließen die meisten Pubs um 23:00 (So–Do) oder 00:00 (Fr–Sa)
  • Kein Trinkgeld an der Theke. Du kannst dem Barkeeper ein „and one for yourself" anbieten — er nimmt sich dann ein halbes Pint auf deine Rechnung

Tipp

Das Geheimnis eines großartigen Pub-Erlebnisses: Bestelle ein Pint „Best Bitter" oder „IPA" aus dem Handpump (nicht aus dem Zapfhahn für Lager!), setz dich in eine Ecke, und beobachte. Wenn ein Pub eine Tafel mit „Real Ales" und CAMRA-Aufklebern hat, bist du richtig. Wer mit Bier wenig anfangen kann: Gin & Tonic ist die britische Alternative — jeder gute Pub hat mindestens 10 verschiedene Gins.

Praktische Tipps für London€€€

London ist riesig, aber dank des hervorragenden ÖPNV erstaunlich gut zu navigieren. Die wichtigsten Tipps für deinen Aufenthalt:

Transport: Die Tube (Underground) ist das Rückgrat des Londoner Nahverkehrs — 11 Linien, 272 Stationen, täglich bis ca. 0:30 Uhr (Fr/Sa: Night Tube auf einigen Linien). Die Oyster Card (7 £ Pfand) oder eine kontaktlose Kreditkarte ist Pflicht — Einzeltickets kosten absurd viel (6,70 £ vs. 2,80 £ mit Oyster/kontaktlos für Zone 1). Täglicher Deckel (Daily Cap): 8,10 £ Zone 1–2. Die roten Doppeldecker-Busse sind günstiger als die Tube (1,75 £) und du siehst mehr von der Stadt. Die Buslinie 11 (Liverpool Street → Fulham) fährt an fast allen Sehenswürdigkeiten vorbei — der günstigste Sightseeing-Bus Londons!

Unterkunft: London ist teuer. Hostels ab 20–40 £/Nacht (Generator London in King's Cross, YHA London Central sind gut), Hotels ab 120–200+ £. Die besten Viertel: South Bank (zentral, Themseufer), King's Cross/St Pancras (Eurostar, gute Anbindung), Shoreditch (hip, preiswert für London), Paddington (zentral, Heathrow Express). Vermeide: In Westminster/Mayfair übernachten (luxuriös, aber seelenlos und überteuert).

Essen: London ist heute eine der besten Food-Städte der Welt. Für günstiges Essen: Street-Food-Märkte (Borough Market, Camden Market, Maltby Street Market), Supermarkt-Sandwiches (Marks & Spencer und Pret A Manger haben ausgezeichnete Fertiggerichte für 4–6 £), Pub Lunch (Pie & Mash, Fish & Chips: 10–14 £). Für gehobene Küche: London hat über 70 Michelin-Stern-Restaurants. Mittagsmenüs sind oft halb so teuer wie abends.

Sicherheit: London ist grundsätzlich sicher. Taschendiebstahl auf der Tube und an touristischen Hotspots ist die größte Gefahr — Rucksack vor dem Körper tragen. Nachts die Gegend um Elephant & Castle und Teile von Camden meiden.

Tipp

Die besten Erlebnisse in London sind kostenlos: British Museum, Tate Modern, National Gallery, V&A, Natural History Museum, Science Museum, Serpentine Gallery, Spaziergang entlang der South Bank, Hyde Park, Regent's Park, die Changing of the Guard vor dem Buckingham Palace (11:00, Mo/Mi/Fr/So, wechselnd). Ein ganzer Tag Weltklasse-Kultur ohne einen Penny auszugeben — das gibt es sonst nirgends.

Stadtrundgang

Londons Klassiker — Westminster bis Tower

4–5 Stunden 7 km

Ein Spaziergang durch Londons historisches Herz — von Big Ben über die South Bank und St Paul's Cathedral bis zum Tower of London. Die Route führt über zwei Themse-Brücken und vorbei an 2.000 Jahren Geschichte.

1

Westminster & Big Ben

Start am Westminster Underground Station. Big Ben und Houses of Parliament von der Westminster Bridge aus bewundern. Kurzer Abstecher zur Westminster Abbey (außen oder innen besichtigen).

30–45 Min.
2

South Bank & London Eye

Über die Westminster Bridge ans Südufer der Themse. Am London Eye vorbei (optional Fahrt, 30 Min.) entlang der South Bank Richtung Osten. Straßenkünstler, Buchstände unter der Waterloo Bridge.

30 Min.
3

Tate Modern

Die ehemalige Bankside Power Station beherbergt eines der besten Museen für moderne Kunst weltweit — kostenlos. Auch wenn du nur 30 Minuten hast: Die Turbinenhalle und die Aussicht von der Terrasse lohnen sich.

30–90 Min.
4

Millennium Bridge & St Paul's Cathedral

Über die elegante Millennium Bridge (Fußgängerbrücke, bekannt aus Harry Potter) direkt auf St Paul's Cathedral zu — einer der ikonischsten Blicke Londons. Die Kuppel (528 Stufen bis zur Golden Gallery) bietet den besten Panoramablick der Stadt.

30–60 Min.
5

Borough Market

Zurück über die Themse zum Borough Market. Mittagspause mit Street Food: Grilled Cheese bei Kappacasein, Chorizo-Sandwich bei Brindisa oder Doughnuts bei Bread Ahead.

45 Min.
6

Tower Bridge

Am Themseufer entlang zur ikonischen Tower Bridge (1894). Die hochklappbare Brücke mit ihren neugotischen Türmen ist eines der Wahrzeichen Londons. Der Glasbodenweg oben (Tower Bridge Exhibition, 12,30 £) bietet atemberaubende Blicke.

20 Min.
7

Tower of London

Endpunkt der Tour: die fast 1.000 Jahre alte Festung mit den Crown Jewels, den Beefeater-Führungen und den legendären Raben. Plane mindestens 2 Stunden für den Besuch.

2–3 Std.

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