Gesundheit & Impfungen
Indiens größte Gesundheitsherausforderung für Reisende ist der Magen — der berüchtigte „Delhi Belly" erwischt die Mehrheit der Besucher mindestens einmal. Vorbereitung und Hygiene reduzieren das Risiko erheblich.
Impfungen (empfohlen)
- Hepatitis A & B: Dringend empfohlen
- Typhus: Empfohlen, besonders bei längerem Aufenthalt oder Reisen abseits der Touristenpfade
- Tollwut: Bei engem Tierkontakt (viele Straßenhunde!) oder Aufenthalten fern von medizinischer Versorgung
- Japanische Enzephalitis: Bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten während des Monsuns
- Tetanus/Diphtherie/Polio: Auffrischung prüfen
- Malaria: Prophylaxe nur in bestimmten Gebieten nötig (Nordosten, ländliches Rajasthan im Monsun). Delhi, Mumbai, Goa, Kerala sind in der Trockenzeit weitgehend malariafrei.
Delhi Belly vermeiden
- Wasser: NIEMALS Leitungswasser trinken. Nur versiegelte Flaschen (Siegel prüfen!) oder abgekochtes Wasser. Auch zum Zähneputzen.
- Eis: In einfachen Restaurants/Straßenständen oft aus Leitungswasser. In gehobenen Restaurants meist sicher (zylindrische Eiswürfel = industriell = sicher).
- Essen: „Cook it, peel it, boil it — or forget it." Frittiertes und frisch Gekochtes ist sicherer als Salate und geschnittenes Obst.
- Hände: Desinfektionsgel immer dabei. Hände vor jedem Essen waschen.
Wenn es dich erwischt
Leichter Durchfall: ORS (Oral Rehydration Salts, in jeder Apotheke für 20 ₹) und leichte Kost (Reis, Bananen, Toast). Bei Fieber, Blut im Stuhl oder Symptomen über 48 Stunden: Arzt aufsuchen. Private Krankenhäuser (Apollo, Max, Fortis) bieten gute Versorgung in allen größeren Städten. Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist Pflicht!
Achtung
Streunende Hunde sind in Indien allgegenwärtig — und Tollwut ist ein reales Risiko. Streichele NIEMALS Straßentiere. Bei einem Biss oder Kratzer: Wunde sofort 15 Minuten mit Seife waschen und innerhalb von 24 Stunden eine Tollwut-Postexpositionsprophylaxe im nächsten Krankenhaus erhalten.