Blaue Moschee & Sultanahmet-Platz
Sultan-Ahmed-Moschee (Blaue Moschee)
Die Sultanahmet Camii (1616) ist Istanbuls Wahrzeichen und eines der Meisterwerke osmanischer Architektur. Sultan Ahmed I. ließ sie gegenüber der Hagia Sophia errichten — als Statement, dass das Osmanische Reich der Erbe Roms und Byzanz' sei. Die Moschee ist berühmt für:
- Sechs Minarette: Einzigartig in der islamischen Architektur — nur die Moschee in Mekka hatte mehr (damals sieben). Sultan Ahmed musste ein siebtes Minarett in Mekka finanzieren, um den Affront auszugleichen.
- 20.000+ İznik-Fliesen: Das Innere ist mit handbemalten Keramikfliesen aus İznik bedeckt — Tulpen, Nelken und Hyazinthen in Blau, Weiß und Grün. Das blaue Licht, das durch die 260 Fenster fällt und sich in den Fliesen bricht, gab der Moschee ihren Beinamen.
- Der Teppichboden: Der Gebetsraum ist mit handgeknüpften Teppichen ausgelegt — zieh die Schuhe aus und spüre die Wärme unter den Füßen.
Eintritt: Kostenlos (aktive Moschee). Touristischer Zugang durch einen separaten Eingang. Bescheidene Kleidung erforderlich (Schultern und Knie bedeckt, Frauen Kopftuch). Während der Gebetszeiten kein touristischer Zugang.
Sultanahmet-Platz (Hippodrom)
Der Platz zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee war einst das Hippodrom von Konstantinopel — die Rennbahn für 100.000 Zuschauer, Zentrum des öffentlichen Lebens und Schauplatz blutiger Aufstände. Drei antike Monumente stehen noch:
- Ägyptischer Obelisk (Thutmosis III.): 3.500 Jahre alt, aus Luxor nach Konstantinopel gebracht (390 n. Chr.).
- Schlangensäule: Aus dem Apollo-Tempel in Delphi — 2.500 Jahre alt.
- Gemauerter Obelisk (Konstantin VII.): Byzantinisch, einst mit Bronzeplatten verkleidet.