Die antike Innenstadt★★
Jenseits des Schatzhauses — Die Stadt Petra
Die meisten Besucher verbringen zu viel Zeit am Schatzhaus und verpassen den Rest von Petra. Dabei liegt die eigentliche Stadt erst dahinter:
Straße der Fassaden
Hinter dem Schatzhaus öffnet sich das Tal, und an den Felswänden reihen sich Dutzende Grabfassaden aneinander — von einfach bis prächtig, in den typischen Sandsteinfarben. Die „Straße der Fassaden" zeigt die ganze Bandbreite nabatäischer Grabarchitektur.
Das Theater
Ein komplett aus dem Fels gehauenes römisches Theater für 3.000 Zuschauer. Einzigartig: In die Rückwand des Theaters sind Gräber eingelassen, die beim Bau durchschnitten wurden — die Nabatäer (oder ihre römischen Nachfolger) opferten die Toten für die Unterhaltung der Lebenden.
Königsgräber
Gegenüber dem Theater, hoch in der Felswand, liegen die vier großen Königsgräber:
- Urnen-Grab: Mit seiner markanten Urne über dem Eingang und dem riesigen Vorplatz (einer natürlichen Felsterrasse) ist es das fotogenste der Königsgräber
- Seiden-Grab: Benannt nach den seidenartigen Farbbändern im Sandstein — ein natürliches Kunstwerk
- Korinthisches Grab: Mit einer stark verwitterten Fassade im korinthischen Stil
- Palast-Grab: Die breiteste Fassade, die an einen mehrstöckigen römischen Palast erinnert
Kolonnadenstraße & Qasr al-Bint
Die gepflasterte Kolonnadenstraße markiert das Zentrum der einst blühenden Handelsstadt. Am Ende steht der Qasr al-Bint (Palast der Pharaonentochter) — der einzige freistehende Tempel Petras und das besterhaltene Bauwerk, das nicht aus dem Fels gehauen wurde. Er war der Haupttempel der Nabatäer, dem Gott Dushara geweiht.
💡 Tipp
Die Königsgräber sind am Nachmittag am schönsten, wenn die Sonne die Fassaden direkt anstrahlt. Der Aufstieg zum Urnen-Grab lohnt sich — von der Terrasse hast du einen phantastischen Blick über ganz Petra.