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Geschichte · Abschnitt 3/4

Die Johanniterritter & die Große Belagerung

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Die Johanniterritter & die Große Belagerung

Das goldene Zeitalter Maltas begann 1530, als Kaiser Karl V. die Inseln dem Souveränen Ritterorden vom Hospital zu Jerusalem (Johanniterritter, Malteserritter) als Lehen übergab — für die symbolische Jahresmiete eines Malteserfalken.

Die Ritter kommen (1530)

Die Johanniterritter waren ein militärisch-religiöser Orden, der seit den Kreuzzügen das Heilige Land und dann Rhodos verteidigt hatte. Nach ihrer Vertreibung aus Rhodos durch die Osmanen (1522) waren sie heimatlos — bis Malta ihnen angeboten wurde. Die Ritter verwandelten die Inseln in eine der am stärksten befestigten Regionen der Welt.

Die Große Belagerung (1565)

Am 18. Mai 1565 landeten 40.000 osmanische Soldaten unter Sultan Süleyman dem Prächtigen auf Malta, um die Ritter zu vernichten. Die Verteidiger: 8.000 Mann — 500 Ritter, 4.000 maltesische Soldaten und spanische Söldner. Was folgte, war eine der epischsten Belagerungen der Militärgeschichte.

Vier Monate lang hielten die Verteidiger stand. Fort St. Elmo fiel nach 31 Tagen heldenhaftem Widerstand — die Osmanen verloren dabei 8.000 Mann für eine kleine Festung. Großmeister Jean de Valette persönlich kämpfte auf den Mauern von Birgu (Vittoriosa). Am 8. September traf ein sizilianisches Entsatzheer ein, und die erschöpften Osmanen zogen ab. Malta hatte den Ansturm des mächtigsten Imperiums der Welt abgewehrt — und wurde über Nacht berühmt in ganz Europa.

Valletta wird erbaut (1566–1571)

Sofort nach der Belagerung begann Großmeister Jean de Valette mit dem Bau einer neuen, unüberwindlichen Festungsstadt auf der Halbinsel Sciberras: Valletta, „die von Gentlemen für Gentlemen erbaute Stadt". Die besten Militäringenieure Europas planten die Stadt auf dem Reißbrett — ein Gitterraster aus Straßen, flankiert von Bastionen und einer tiefen Festungsgraben. In nur fünf Jahren stand die Grundstruktur. Die Ritter regierten Malta weitere 230 Jahre und hinterließen Paläste, Kirchen, Befestigungen und die Co-Kathedrale als ihre Meisterwerke.

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