Père-Lachaise — Der schönste Friedhof der Welt
Der Cimetière du Père-Lachaise (1804) ist der meistbesuchte Friedhof der Welt — und gleichzeitig einer der schönsten Parks von Paris. 44 Hektar, 70.000 Grabstellen, Hunderttausende Bäume und eine Atmosphäre, die zwischen Melancholie und Magie changiert. Hier liegen Musiker, Schriftsteller, Politiker und Künstler aus aller Welt:
Die berühmtesten Gräber
- Jim Morrison (1943–1971): Das Grab des Doors-Sängers ist das meistbesuchte — immer umgeben von Fans, Blumen, Botschaften und einer Wache (zu viel Vandalismus in der Vergangenheit). Division 6.
- Oscar Wilde (1854–1900): Das auffällige Art-déco-Grabmal (eine geflügelte Sphinx von Jacob Epstein) war jahrzehntelang übersät mit Lippenstiftküssen — seit 2011 durch Glas geschützt. Division 89.
- Édith Piaf (1915–1963): Das Grab der „kleinen Spatze" (La Vie en Rose) ist schlicht, aber immer mit frischen Blumen geschmückt. Division 97.
- Frédéric Chopin (1810–1849): Mit einer trauernden Muse als Grabfigur. Division 11.
- Marcel Proust (1871–1922): Schlichte schwarze Grabplatte. Division 85.
- Honoré de Balzac, Molière, Georges Bizet, Maria Callas, Colette, Yves Montand und viele mehr.
- Mur des Fédérés: Die Mauer, an der die letzten 147 Kommunarden der Pariser Kommune am 28. Mai 1871 erschossen wurden — ein Pilgerort der französischen Linken.
Eintritt: kostenlos. Öffnungszeiten: täglich 8–18 Uhr (Sommer), 8–17:30 Uhr (Winter). Kostenlose Pläne am Eingang (Haupteingang: Boulevard de Ménilmontant). Metro: Père Lachaise (Linie 2, 3) oder Philippe Auguste (Linie 2). Plane 1,5–3 Stunden ein — es lohnt sich, einfach herumzuwandern und die Atmosphäre aufzusaugen.
💡 Tipp
Nimm dir Zeit zum Wandern — Père-Lachaise ist ein Park zum Verweilen, nicht nur eine Checkliste berühmter Gräber. Die schönsten Ecken liegen abseits der Hauptwege: verwachsene Grabmäler, verfallene Kapellen, alte Bäume. Ein Friedhofsspaziergang am späten Nachmittag, wenn das Licht durch die Blätter fällt, ist eines der poetischsten Erlebnisse in Paris.