Sacré-Cœur & der Butte Montmartre
Montmartre ist ein Dorf in der Stadt — der 130 Meter hohe Butte Montmartre (18. Arrondissement) war bis 1860 ein eigenständiges Dorf mit Windmühlen, Weinbergen und Bauernhöfen. Ab den 1880er Jahren zog es die Bohème an: Picasso, Modigliani, Toulouse-Lautrec, Renoir, Van Gogh — sie alle lebten und arbeiteten hier. Heute ist Montmartre touristisch (besonders um die Place du Tertre), aber in den Seitenstraßen lebt der Charme des alten Dorfes weiter.
Basilique du Sacré-Cœur
Die Basilika Sacré-Cœur (1914 geweiht) thront auf der höchsten Erhebung von Paris und ist nach dem Eiffelturm das meistfotografierte Monument der Stadt. Die weiße Travertin-Fassade wird durch Regenwasser immer weißer (statt zu verdunkeln) — ein faszinierender chemischer Effekt. Von der Treppe und der Kuppel aus hast du das spektakulärste Panorama über Paris — bei klarem Wetter bis zu 40 km weit.
- Inneres: Das riesige Christus-Mosaik in der Apsis (475 m²) ist eines der größten der Welt. Die Atmosphäre ist meditativ und feierlich. Eintritt: kostenlos.
- Kuppel: 300 Stufen für den besten 360°-Blick über Paris — und deutlich weniger besucht als der Eiffelturm. Eintritt: 7€.
- Die Treppen: 222 Stufen von der Rue Foyatier hinauf (oder der Funiculaire de Montmartre für 2,15€/Metro-Ticket). Abends sitzen Hunderte auf den Stufen mit Wein und Musik — einer der magischsten Orte von Paris.
💡 Tipp
Komme zum Sonnenuntergang: Setz dich auf die Treppenstufen vor Sacré-Cœur, kaufe eine Flasche Wein beim Épicier (kleiner Laden) unten an der Treppe, und genieße das Panorama, während die Sonne hinter dem Eiffelturm versinkt. Straßenmusiker sorgen für den Soundtrack. Das ist Paris.