Cusco — Die Altstadt★★★
Cusco (3.400 m) war das Zentrum des Inka-Imperiums — des größten Reiches, das Südamerika je gesehen hat. Die Inka nannten ihre Hauptstadt Qosqo („Nabel der Welt“), und von hier aus regierten sie ein Imperium, das von Kolumbien bis Chile reichte. Nach der spanischen Eroberung 1533 bauten die Konquistadoren ihre Kirchen und Paläste direkt auf die Inka-Fundamente — und genau diese Mischung macht Cusco so einzigartig: Inka-Präzision trifft koloniale Pracht.
★★★ Plaza de Armas
Der zentrale Platz Cuscos war schon für die Inka das Herz ihrer Hauptstadt — sie nannten ihn Huacaypata („Platz der Krieger“). Heute dominieren die mächtige Kathedrale (1654, erbaut auf dem Inka-Palast Viracocha) und die Jesuitenkirche Iglesia de la Compañía das Bild. Abends, wenn die Kirchen beleuchtet sind und die Cafés unter den Arkaden voll sind, ist der Platz magisch.
Die Kathedrale beherbergt eine der wichtigsten Sammlungen kolonialer Kunst Amerikas, darunter das berühmte Gemälde des „Letzten Abendmahls“ von Marcos Zapata — mit einem Meerschweinchen (Cuy!) auf dem Tisch.
Plaza de Armas. Kathedrale: 25 PEN. Mo–Sa 10:00–18:00.
★★★ Qorikancha (Sonnentempel)
Der heiligste Ort des Inka-Reiches. Die Wände waren mit Goldplatten verkleidet, der Garten enthielt goldene Nachbildungen von Pflanzen und Tieren, und eine riesige goldene Sonnenscheibe reflektierte das erste Licht der Morgensonne. Die Spanier plünderten das Gold und bauten das Kloster Santo Domingo auf die Inka-Mauern — bei Erdbeben stürzen die spanischen Mauern ein, während die Inka-Fundamente stehen bleiben. Ein mächtiges Symbol.
Im Inneren kannst du die perfekt gefugten Inka-Mauern bestaunen: Kein Blatt Papier passt zwischen die Steine, und kein Mörtel wurde verwendet. Ingenieurskunst, die nach 600 Jahren unübertroffen ist.
Plazoleta de Santo Domingo. 15 PEN. Mo–Sa 8:30–17:30, So 14:00–17:00.
★★ San Blas
Das Künstlerviertel oberhalb der Plaza de Armas mit steilen, kopfsteingepflasterten Gassen, Atelierwerkstätten, kleinen Galerien und Cafés mit Dachterrassen und Panoramablick. Die Iglesia de San Blas beherbergt die berühmteste Holzkanzel Perus — ein Meisterwerk der Schnitzkunst, angeblich aus einem einzigen Baumstamm gefertigt.
Die Calle Hatun Rumiyoc, die von der Plaza de Armas nach San Blas führt, beherbergt den berühmten Stein der zwölf Ecken — ein perfekt in die Mauer eingefügter Inka-Stein mit zwölf Ecken, der die Meisterschaft der Inka-Steinmetze demonstriert.