Cala Goloritzé & Golfo di Orosei★★★
Die Cala Goloritzé ist nicht einfach ein Strand — sie ist ein Naturmonument, seit 1995 unter nationalem Schutz und regelmäßig unter den Top 10 der schönsten Strände weltweit gelistet. Die Bucht liegt am südlichen Ende des Golfo di Orosei und ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar — was sie vor Massentourismus schützt und ihren Zauber bewahrt.
Was die Cala Goloritzé einzigartig macht: Die Aguglia, eine 143 Meter hohe, nadelspitze Felssäule, ragt direkt neben dem Strand aus dem Fels — eine natürliche Skulptur, die Kletterer aus aller Welt anzieht. Das Wasser ist so klar, dass Boote zu schweben scheinen. Der Strand besteht aus kleinen weißen Kieselsteinen, und eine Süßwasserquelle sprudelt direkt am Ufer aus dem Fels — ein geologisches Wunder.
Anreise zu Fuß: Die Wanderung beginnt auf der Hochebene Golgo bei Baunei (Parkplatz am Agriturismo, 3€) und führt über einen markierten Pfad 3,5 km bergab (ca. 1–1,5 Stunden, 470 Höhenmeter). Der Rückweg bergauf ist anstrengend — genug Wasser mitnehmen! Anreise per Boot: Tagestouren ab Cala Gonone (35–50€) oder Santa Maria Navarrese (30–45€) steuern mehrere Buchten des Golfo di Orosei an und halten auch an der Goloritzé — die schnellste und bequemste Variante.
Der Golfo di Orosei ist insgesamt ein 40 Kilometer langer Küstenabschnitt von wilder Schönheit: Steilklippen aus Kalkstein, die bis zu 500 Meter hoch über dem Meer aufragen, durchbrochen von versteckten Buchten, die nur per Boot erreichbar sind. Die bekanntesten: Cala Luna (halbmondförmig, mit Höhlen im Hintergrund, der „Mondstrand"), Cala Sisine (tief eingeschnittene Bucht mit altem Steinwald), Cala Mariolu (weiße Kiesel, unwirklich blaues Wasser, Schnorchel-Paradies) und Cala Biriola (Steineichenwald bis ans Wasser). Eine Bootstour entlang des gesamten Golfo gehört zu den absoluten Höhepunkten einer Sardinien-Reise.