Warum Sardinien?
Sardinien ist das bestgehütete Geheimnis des Mittelmeers. Während Mallorca, Kreta und Sizilien längst im Mainstream angekommen sind, bewahrt sich die zweitgrößte Mittelmeerinsel eine Eigenständigkeit, die man sonst nirgendwo findet. Sardinien ist nicht Italien — und die Sarden betonen das mit leisem Stolz. Hier spricht man Sardo, pflegt Traditionen, die älter sind als Rom, und lebt in einem Rhythmus, den die Moderne nur langsam erreicht.
- Strände von Weltrang — Sardiniens Küste gehört zu den spektakulärsten Europas: Das smaragdgrüne Wasser der Costa Smeralda, die karibisch anmutende Cala Mariolu, der puderweiße Sand von Is Arutas aus Quarzkörnern, die rosa Strände von Budelli — über 1.800 Kilometer Küstenlinie mit Buchten, die an die Südsee erinnern.
- Nuraghen — rätselhafte Steinzeitbauten — Über 7.000 Nuraghen verteilen sich über die Insel, kegelförmige Steintürme der nuraghischen Kultur (1900–730 v. Chr.), die einzigartig auf der Welt sind. Su Nuraxi in Barumini ist UNESCO-Welterbe und eines der faszinierendsten archäologischen Rätsel Europas.
- Barbagia — das wilde Herz — Im Inselinneren erhebt sich das Gennargentu-Massiv mit dem Punta La Marmora (1.834 m). Hier leben Hirten wie seit Jahrhunderten, Muflons durchstreifen die Macchia, und in den Dörfern Orgosolo und Mamoiada pflegt man Maskenbräuche, die bis in vorchristliche Zeiten zurückreichen.
- Kulinarik auf höchstem Niveau — Porceddu (Spanferkel am Spieß), Culurgiones (kunstvoll gefaltete Ravioli), Bottarga (getrockneter Meeräschenrogen), Pane Carasau (hauchdünnes Hirtenbrot) und der legendäre Cannonau-Rotwein, dem man die überdurchschnittliche Lebenserwartung der Sarden zuschreibt.
- Blaue Zone — Sardinien ist eine von nur fünf Blue Zones weltweit, Regionen mit außergewöhnlich vielen Hundertjährigen. Das Geheimnis: kretische Ernährung, Gemeinschaft, Bewegung in den Bergen und — natürlich — ein tägliches Glas Cannonau.
- La Maddalena-Archipel — Sieben Hauptinseln mit kristallklarem Wasser, geschützt als Nationalpark. Die Strände der Maddalena-Inseln gelten als die schönsten des gesamten Mittelmeers — manche sind nur per Boot erreichbar.
- Cala Goloritzé — Der Traumstrand schlechthin: eine schmale Bucht mit einer 143 Meter hohen Felsspitze (Aguglia), türkisem Wasser und weißen Kieselsteinen. Nur zu Fuß oder per Boot erreichbar — und genau das macht ihn so magisch.
- Ursprünglichkeit — Sardinien hat sich seine Identität bewahrt wie kaum ein anderer Ort im Mittelmeer. Hier wird man nicht als Tourist behandelt, sondern als Gast. Die sardische Gastfreundschaft ist legendär und aufrichtig — ein Espresso hier, ein Glas Mirto dort, und plötzlich sitzt man mit der halben Familie am Tisch.
Sardinien ist gleichzeitig glamourös und urtümlich, mondän und bäuerlich, mediterran und afrikanisch. Es ist eine Insel, auf der man in einer Stunde vom Jetset-Strand der Costa Smeralda in ein Bergdorf kommt, in dem die Zeit stehen geblieben scheint. Wer Sardinien einmal erlebt hat — das Licht des Nachmittags auf den Granitfelsen, den Duft von Myrte und Rosmarin, den Geschmack eines frisch gebackenen Pane Frattau — der versteht: Diese Insel ist kein Urlaubsziel, sondern ein Lebensgefühl.