Prater & Donaustadt
Riesenrad & Wurstelprater
Das Wiener Riesenrad (1897) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt — und eines der ältesten noch betriebenen Riesenräder der Welt. Die geschlossenen Holzkabinen (keine offenen Gondeln!) drehen sich gemächlich in 64,75 Metern Höhe und bieten einen nostalgischen Panoramablick über Wien. Spätestens seit dem Film „Der dritte Mann" (1949) — in dem Orson Welles seine berühmte Kuckucksuhr-Rede in einer Kabine hält — ist das Riesenrad Filmgeschichte.
Praktisches
- Fahrt: Eine Umdrehung dauert ca. 20 Minuten. Eintritt: 15€ (Erwachsene). Kombitickets mit Madame Tussauds oder dem Prater-Museum verfügbar.
- Beste Zeit: Abends bei Dunkelheit — Wien leuchtet unter dir. Oder morgens (wenig Besucher, klare Sicht).
Wurstelprater
Der Wurstelprater (die Wiener sagen einfach „Prater") ist der Vergnügungspark rund um das Riesenrad: Achterbahnen, Geisterbahnen, Autodrom, Schießbuden und Würstelstände. Kein Disneyland — eher nostalgischer Rummel mit Charme. Der Eintritt ins Gelände ist kostenlos — man zahlt nur für die einzelnen Fahrgeschäfte. Perfekt für Familien und für einen entspannten Abend.
Prater-Hauptallee & Grüner Prater
Der Grüne Prater ist Wiens größter Park — 6 km² Auwald, Wiesen und die berühmte Hauptallee: eine 4,4 km lange, schnurgerade Kastanienallee, die seit dem 18. Jahrhundert zum Flanieren, Joggen und Radfahren einlädt. Kaiser Joseph II. öffnete den ehemals kaiserlichen Jagdgrund 1766 für alle — seitdem ist der Prater Wiens demokratischster Ort.
Aktivitäten im Grünen Prater
- Joggen & Radfahren: Die Hauptallee ist Wiens beliebteste Laufstrecke — flach, schattig, 4,4 km hin und zurück. Fahrräder kann man per WienMobil Rad (Leihrad-System) ausleihen.
- Stadtwanderweg 9: Ein Wanderweg durch den Prater — 10 km entlang der Donau, durch Auwälder und über Wiesen. Überraschend wild für eine Millionenstadt.
- Schweizerhaus: Der legendäre Biergarten im Prater — Stelze (Schweinshaxe, knusprig, riesig) und ein Krügerl Budweiser Budvar vom Fass. Eine Wiener Institution seit 1920. Geöffnet: März–Oktober.
- Lusthaus: Das historische Jagdschlösschen am Ende der Hauptallee — heute ein Restaurant mit Garten. Wiens romantischster Ort für ein Mittagessen im Grünen.
Tipp
Die perfekte Prater-Kombination: Riesenrad (Panorama), dann zu Fuß oder per Rad die Hauptallee entlang zum Lusthaus und zurück, Abschluss im Schweizerhaus mit Stelze und Bier. Ein halber Tag Wien, der nichts mit Museen zu tun hat — und trotzdem unvergesslich ist.
Donauinsel & Alte Donau
Donauinsel
Die Donauinsel ist eine 21 km lange, künstliche Insel zwischen Donau und Neuer Donau — entstanden beim Bau des Hochwasserschutzes in den 1970er Jahren. Heute ist sie Wiens Stadtstrand und Freizeitparadies: Schwimmen in der Neuen Donau (Badequalität!), Grillen, Radfahren, Inline-Skaten und im Sommer das Donauinselfest (Ende Juni) — Europas größtes Open-Air-Festival mit 3 Millionen Besuchern und freiem Eintritt.
- Badestrand: Die Copa Cagrana (Nordufer) und das Südufer haben Sandbereiche, Bars und Restaurants direkt am Wasser. Eintritt: kostenlos.
- Wassersport: Stand-up-Paddling, Kajak und Wasserski auf der Neuen Donau.
- Anfahrt: U-Bahn U1, Station „Donauinsel" — in 10 Minuten vom Stephansplatz.
Alte Donau
Die Alte Donau ist ein natürlicher Altarm — ein ruhiger See mitten in der Stadt, perfekt zum Bootfahren, Schwimmen und Chillen. Tretboot-Verleih, Segelclubs, Strandbäder (Gänsehäufel — Wiens größtes Strandbad, 5€ Eintritt) und Restaurants am Ufer. Ruhiger und „lokaler" als die Donauinsel — hier verbringen Wiener ihre Sommerwochenenden.
Donauturm
Der Donauturm (252 m) im Donaupark bietet von seiner Aussichtsplattform (150 m) den weitesten Blick über Wien — an klaren Tagen bis zu den Karpaten. Eintritt: 16€. Im Drehrestaurant kann man essen, während sich die Plattform in 40 Minuten einmal um die eigene Achse dreht.
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