Pharaonische Architektur
Die altägyptische Architektur ist eine der bemerkenswertesten Leistungen der Menschheit. Die Ägypter bauten nicht für diese Welt, sondern für die Ewigkeit — und genau deshalb stehen ihre Bauten noch heute.
Pyramiden
Die Entwicklung der Pyramide vollzog sich in wenigen Generationen: Von der Mastaba (flacher Grabbau) über die Stufenpyramide des Djoser (2650 v. Chr., Saqqara) zur Knickpyramide (Dashur, der Neigungswinkel wurde während des Baus korrigiert!) zur perfekten Roten Pyramide (Dashur, erste „echte" Pyramide) und schließlich zur Cheops-Pyramide (Gizeh, 2560 v. Chr.) — dem Höhepunkt.
Tempel
Die großen Tempel des Neuen Reiches (Karnak, Luxor, Abu Simbel, Medinet Habu) folgen einem einheitlichen Plan: Pylon (Eingangstor) → Offener Hof → Hypostylhalle (Säulenhalle) → Barken-Schrein → Allerheiligstes (das innerste Sanktuarium). Vom Eingang zum Allerheiligsten wird der Raum immer dunkler und enger — eine bewusste architektonische Inszenierung des Übergangs vom Profanen zum Sakralen.