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Praktisch · Kapitel 14

Praktische Infos A–Z

Bali Reiseführer

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PraktischKapitel 14: Praktische Infos A–Z
Praktisch · Kapitel 14

Praktische Infos A–Z

Alles, was du für deinen Bali-Urlaub wissen musst — alphabetisch sortiert, von ärztlicher Versorgung bis Zoll. Ausdrucken, abspeichern, mitnehmen.

Ärztliche Versorgung

Die medizinische Versorgung auf Bali ist für Südostasien überdurchschnittlich gut — zumindest in den touristischen Zentren. Für ernste Notfälle muss man allerdings nach Singapur oder Australien ausgeflogen werden.

Krankenhäuser & Kliniken:

  • BIMC Hospital Kuta — Die beste Adresse für Touristen. Internationaler Standard, englischsprachiges Personal, 24-Stunden-Notaufnahme. Jl. Bypass Ngurah Rai 100X, Kuta. Tel: +62 361 761 263. Auch Standort in Nusa Dua.
  • Kasih Ibu Hospital — Gutes Krankenhaus in Denpasar (Jl. Teuku Umar 120) und Tabanan. Günstigere Alternative zum BIMC.
  • Siloam Hospital — Modernes Krankenhaus in Kuta mit guter Ausstattung.
  • RSUP Sanglah — Das größte staatliche Krankenhaus Balis in Denpasar. Günstig, aber überfüllt und sprachliche Hürden.

Apotheken (Apotek) gibt es überall. Viele Medikamente, die in Europa rezeptpflichtig sind, gibt es hier frei verkäuflich — Antibiotika, Schmerzmittel, Antihistaminika. Trotzdem: Bei ernsthaften Beschwerden immer einen Arzt aufsuchen.

Impfungen: Keine Pflichtimpfungen, aber empfohlen: Hepatitis A, Typhus, Tetanus, Tollwut (wenn du viel in ländlichen Gebieten bist — streunende Hunde sind auf Bali ein echtes Problem). Malaria ist auf Bali kein Thema (wohl aber auf Lombok und Flores). Dengue-Fieber ist ganzjährig möglich — Mückenschutz ist die beste Prävention.

Achtung

Schließe unbedingt eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ab! Medizinische Behandlungen auf Bali müssen oft vorgestreckt werden (Kreditkarte!), und eine Evakuierung nach Singapur kostet 30.000-50.000€. Anbieter: HanseMerkur, ADAC, Allianz oder über die Kreditkarte.

Banken & Geld

Währung: Indonesische Rupiah (IDR). 1€ ≈ 17.000-17.500 IDR (Stand 2025). Die großen Scheinwerte (50.000 und 100.000 IDR) fühlen sich unwirklich an — aber gewöhne dich daran, „Millionär" zu sein.

Geldautomaten (ATM): Überall in touristischen Gebieten vorhanden. Die meisten akzeptieren Visa, Mastercard und Maestro. Maximale Abhebung pro Transaktion: meist 2.500.000 IDR (ca. 140€), manche ATMs 3.000.000 IDR. Gebühren: Indonesische Banken erheben 25.000-50.000 IDR pro Abhebung, dazu die Gebühr deiner Heimatbank. BCA- und BNI-Automaten gelten als am zuverlässigsten.

Kreditkarten: In Hotels, besseren Restaurants und Shops akzeptiert. In Warungs, auf Märkten und bei kleinen Geschäften: nur Bargeld. Visa wird häufiger akzeptiert als Mastercard.

Geld wechseln: Autorisierte Wechselstuben (mit offiziellem Schild „Authorized Money Changer") bieten faire Kurse. Die bekannteste Kette ist BMC (Bali Maspintjinra Centra) — zuverlässig, fairer Kurs, keine versteckten Gebühren.

Achtung

Vorsicht vor Geldwechsel-Betrug! Häufige Maschen: Taschenrechner-Trick (falsche Eingabe), Geld „nachzählen" (dabei verschwinden Scheine), extrem gute Kurse als Lockmittel (dann wird bei der Auszahlung betrogen). Wechsle nur in autorisierten Wechselstuben mit klarer Preistabelle, zähle das Geld selbst langsam durch, und verlasse den Schalter erst, wenn alles stimmt.

Einkaufen & Handeln

Auf Balis Märkten und in vielen Shops wird gehandelt — und das ist kein notwendiges Übel, sondern ein sozialer Akt und Teil der Kultur. Die Grundregeln:

  • Erstgebot des Verkäufers ist oft 3-5x über dem realistischen Preis
  • Starte mit 30-40% des Erstgebots und arbeite dich langsam hoch
  • Bleibe freundlich und lache — Handeln ist ein Spiel, kein Kampf
  • Wenn du „Terima kasih, tidak" (Danke, nein) sagst und gehst, kommt oft das beste Angebot
  • Fester Preis (harga pas) gilt in Supermärkten, Warung mit Speisekarte und den meisten Shops in Malls

Beliebte Einkäufe: Silberschmuck (Celuk), Holzschnitzereien (Mas), Batik-Stoffe, Gewürze, Bali-Kaffee, ätherische Öle (Ylang-Ylang, Frangipani), Kokosöl, Rattan-Taschen und die allgegenwärtigen „Bintang"-T-Shirts.

Beste Märkte: Ubud Art Market (morgens für Einheimischen-Preise, ab 10 Uhr für Touristen), Sukawati Art Market (günstiger als Ubud), Kumbasari Market (Denpasar, authentischster Markt).

Tipp

Handeln gilt nicht in Warungs, an Straßen-Essensständen oder bei Verkäufern, die offensichtlich arm sind. Hier ist es respektlos, um ein paar tausend Rupiah zu feilschen. Handeln ist für Souvenirs, Kleidung und Kunsthandwerk gedacht — nicht für das Mittagessen einer Familie.

Feiertage

Bali feiert sowohl indonesische Nationalfeiertage als auch eigene hinduistische Feste (die nach verschiedenen Kalendern berechnet werden und jedes Jahr auf andere Daten fallen).

Nationale Feiertage (feste Daten):

  • 1. Januar — Neujahr
  • 17. August — Unabhängigkeitstag (Hari Kemerdekaan). Flaggenzeremonien, Dorffeste, Wettbewerbe
  • 25. Dezember — Weihnachten
  • Plus diverse islamische Feiertage (Eid al-Fitr, Eid al-Adha etc.) — Termine variieren nach dem islamischen Kalender

Balinesische hinduistische Feiertage (variable Daten):

  • Nyepi (März/April) — Der Stille Tag. Flughafen geschlossen, alle bleiben drinnen. Der wichtigste Feiertag!
  • Galungan & Kuningan — Alle 210 Tage (Pawukon-Kalender). 10-tägiges Ahnenfest mit Penjor-Bambusstangen
  • Saraswati — Tag der Göttin des Wissens. Bücher und Manuskripte werden gesegnet
  • Pagerwesi — Fest der Stärkung des Geistes, 3 Tage vor Galungan
  • Tumpek Landep — Segen für Metallgegenstände (ja, auch Autos und Motorräder werden gesegnet!)
  • Tumpek Uduh — Segen für Pflanzen und Bäume

Tipp

Prüfe vor deiner Reise, ob Nyepi in deinen Reisezeitraum fällt! An Nyepi ist wirklich alles geschlossen — auch der Flughafen. Kein An- oder Abreisen möglich. Aber das Ogoh-Ogoh-Fest am Vorabend ist ein absolutes Highlight.

Internet & SIM-Karte

WLAN: Fast jedes Hotel, Restaurant und Café auf Bali hat kostenloses WLAN. Die Geschwindigkeit variiert stark: In Seminyak und Canggu oft 20-50 Mbit/s, in Amed oder Sidemen manchmal nur 1-5 Mbit/s.

SIM-Karte: Für mobile Daten kaufst du am besten eine lokale Prepaid-SIM am Flughafen oder in einem Mobilfunkshop. Anbieter:

  • Telkomsel (Simpati/AS) — Beste Netzabdeckung, auch in ländlichen Gebieten. Empfehlung!
  • XL Axiata — Gute Abdeckung in touristischen Gebieten, günstige Datenpakete
  • Indosat (IM3) — Günstig, aber lückenhafte Abdeckung in ländlichen Gebieten

Preis: 50.000-100.000 IDR (3-6€) für eine SIM mit 10-30 GB Datenvolumen und 30 Tagen Gültigkeit. Am Flughafen etwas teurer, aber bequem.

Registrierung: Seit 2018 muss jede SIM-Karte mit einer Reisepassnummer registriert werden. Am Flughafen macht das der Verkäufer für dich. In Shops manchmal umständlich — am besten den Pass mitbringen.

Klima & Beste Reisezeit

Bali hat ein tropisch-feuchtes Klima mit zwei Jahreszeiten:

Trockenzeit (April–Oktober): Die beste Reisezeit. Sonnig, wenig Regen, Temperaturen 27-30°C an der Küste, 20-25°C im Hochland (Ubud, Kintamani). Relative Luftfeuchtigkeit: 60-70%. Juli und August sind die Spitzenmonate (trockenste, kühlste Luft) — aber auch die touristischsten und teuersten.

Regenzeit (November–März): Heiß und schwül (30-33°C, Luftfeuchtigkeit 80-90%). Tägliche Regenschauer, meist nachmittags für 1-3 Stunden — danach oft Sonnenschein. Die Regenzeit ist nicht durchgehend schlecht: Es gibt viele sonnige Vormittage, die Landschaft ist am grünsten, die Preise sind deutlich niedriger, und die Touristen sind weniger.

Wassertemperatur: Ganzjährig 27-29°C — perfekt zum Baden und Tauchen.

Höhenlagen: In Kintamani (1.500 m) und am Gunung Agung kann es nachts auf 10-15°C abkühlen — eine Jacke ist ratsam!

Tipp

Die absolut beste Reisezeit für Bali ist Mai/Juni oder September/Oktober: Trockenes Wetter, moderate Preise, weniger Touristen als in der Hauptsaison Juli/August. Die schlimmste Regenzeit ist Dezember bis Februar — aber selbst dann gibt es genug sonnige Tage für einen guten Urlaub.

LGBTQ+ Reisende

Bali ist innerhalb Indonesiens der liberalste Ort für LGBTQ+ Reisende — aber das bedeutet nicht, dass es problemlos ist. Homosexualität ist in Indonesien (außer in der Provinz Aceh) nicht strafbar, aber gesellschaftlich stark tabuisiert. In den letzten Jahren hat sich das politische Klima verschärft: Anti-LGBTQ+-Rhetorik nimmt zu, und es gab Razzien in Schwulenbars.

Auf Bali selbst ist die Atmosphäre deutlich offener als im Rest Indonesiens. Seminyak hat eine kleine, aber lebendige Gay-Szene mit Bars und Clubs (die sich allerdings nicht offen als solche bewerben). In Ubud und Canggu gibt es eine tolerante Expat-Community. Gleichgeschlechtliche Paare in Hotels werden normalerweise ohne Probleme akzeptiert.

Empfehlungen:

  • Öffentliche Zuneigungsbekundungen (Händchenhalten, Küssen) vermeiden — das gilt für alle Paare, auch heterosexuelle, in der konservativen balinesischen Kultur
  • Auf Dating-Apps (Grindr etc.) vorsichtig sein — es gibt Berichte über Erpressungsversuche
  • Seminyak ist der LGBTQ+-freundlichste Ort Balis
  • In ländlichen Gebieten größere Diskretion walten lassen

Achtung

Indonesien diskutiert seit 2016 eine Verschärfung des Strafrechts, die Homosexualität unter Strafe stellen könnte. Informiere dich vor der Reise über die aktuelle Rechtslage. Die Provinz Aceh (Sumatra) hat bereits Scharia-basierte Gesetze gegen Homosexualität — betrifft Bali aber nicht.

Notfälle

Notrufnummern:

  • Polizei: 110
  • Feuerwehr: 113
  • Krankenwagen: 118 oder 119
  • Tourist Police Bali: +62 361 224 111 (englischsprachig, speziell für Touristen)
  • BIMC Hospital (24h): +62 361 761 263
  • Search & Rescue: 115

Deutsche Botschaft Jakarta: +62 21 3985 5000 (Bereitschaft außerhalb der Bürozeiten). Honorarkonsulat in Sanur: +62 361 288 535.

Österreichische Botschaft Jakarta: +62 21 2355 3270

Schweizer Botschaft Jakarta: +62 21 525 6061

Bei Passverlust: Sofort bei der Polizei eine Verlustanzeige aufgeben (surat kehilangan), dann mit dieser und einem Passfoto zum Honorarkonsulat/zur Botschaft für einen Notreisepass.

Öffnungszeiten

Banken: Mo–Fr 8:00–15:00 Uhr (manche bis 16:00). Samstag vereinzelt 8:00–12:00. ATMs 24/7.

Geschäfte: Touristengebiete 9:00/10:00–21:00/22:00, oft 7 Tage die Woche. Lokale Shops kürzer.

Warungs: Oft ab 7:00 oder 8:00 Uhr bis nachmittags (wenn die vorbereiteten Gerichte ausverkauft sind — manchmal schon um 13:00!). Abend-Warungs ab 17:00.

Tempel: Die meisten großen Tempel 8:00–17:00 oder 18:00. Kleinere Dorftempel haben keine festen Öffnungszeiten — sie „öffnen" nur bei Zeremonien.

Behörden (Immigration etc.): Mo–Fr 8:00–12:00 und 13:00–16:00. Freitagmittag oft geschlossen (Freitagsgebet der muslimischen Beamten).

Post: Mo–Fr 8:00–14:00, Sa 8:00–12:00. Für Postkarten reicht ein Briefkasten im Hotel.

Roller mieten

Der Motorroller (auf Bali einfach „Motor" genannt) ist das Hauptverkehrsmittel der Insel — und für Touristen die flexibelste Art, Bali zu erkunden. Aber Vorsicht: Der Verkehr auf Bali ist chaotisch und gefährlich, und die Unfallstatistik für Touristen auf Rollern ist erschreckend.

Mietpreise: 60.000-80.000 IDR pro Tag (3,40-4,50€) für einen 110-125cc-Roller (Honda Vario, Scoopy oder Beat). Wochenpreis: 350.000-500.000 IDR. Monatsmiete: 1.000.000-1.500.000 IDR. Helm ist inklusive (aber nimm einen eigenen, besseren mit — die Leihhelme schützen oft nicht ausreichend).

Führerschein: Offiziell brauchst du einen Internationalen Führerschein mit Motorrad-Kategorie (Klasse A) — den bekommst du in Deutschland bei der Fahrerlaubnisbehörde für ca. 15€. Ohne internationalen Führerschein drohen bei Polizeikontrollen Bußgelder von 500.000-1.000.000 IDR. Die Versicherung zahlt bei Unfällen ohne gültigen Führerschein nicht — das ist der entscheidende Punkt.

Versicherung: Die meisten Reiseversicherungen decken Rollerunfälle nur ab, wenn du einen gültigen Führerschein hast und einen Helm trägst. Prüfe das vor der Reise!

Achtung

Bali hat eine der höchsten Verkehrsunfallraten Südostasiens. Die häufigsten Unfallursachen für Touristen: Alkohol am Lenker, keine Erfahrung mit Linksverkehr, überhöhte Geschwindigkeit, und Flip-Flops statt fester Schuhe. Trage immer Helm, geschlossene Schuhe und lange Hosen. Fahre defensiv, besonders nachts. Wenn du keine Motorrad-Erfahrung hast — lass es sein und nimm einen Fahrer.

Sicherheit & Betrugsmaschen

Bali ist für Südostasien relativ sicher — Gewaltverbrechen gegen Touristen sind selten. Die größten Risiken sind Diebstahl, Betrug und Verkehrsunfälle.

Häufige Betrugsmaschen:

  • Geldwechsel-Betrug: Siehe Abschnitt „Banken & Geld"
  • Taxameter-Betrug: Nur Blue Bird Taxis nutzen (blaue Autos, immer mit Taxameter). „Metered" bedeutet nicht, dass das Meter auch läuft — bestehe darauf, oder steige aus. Alternativ: Grab oder Gojek (Ride-Hailing-Apps, vergleichbar mit Uber)
  • Tempel-„Guides": Vor allem in Besakih, Uluwatu und Tanah Lot behaupten selbsternannte Guides, man dürfe nur mit ihnen den Tempel betreten. Das stimmt nie — sage höflich Nein.
  • Taschen-Raub auf Motorrädern: Handtaschen werden von vorbeifahrenden Motorrädern gerissen, besonders in Kuta und auf einsamen Straßen nachts. Trage Wertsachen in einer Bauchtasche oder im Rucksack auf der straßenabgewandten Seite.
  • ATM-Skimming: Nutze ATMs in Banken (nicht auf der Straße) und bedecke die Tastatur beim PIN-Eingeben.
  • Drogen: Indonesien hat extrem strenge Drogengesetze. Besitz kleiner Mengen kann zu 4-15 Jahren Gefängnis führen, Drogenhandel wird mit der Todesstrafe bestraft. Es gibt keine „entspannte Drogenszene" auf Bali — auch wenn manche Strandbars anderes suggerieren.

Achtung

Das indonesische Drogenstrafrecht kennt keine Gnade. Mehrere Ausländer sitzen wegen Drogendelikten auf Bali in Haft, einige wurden zum Tode verurteilt. Nimm niemals Päckchen für andere mit und lass dich nicht auf Angebote von Strandverkäufern ein.

Strom & Steckdosen

Indonesien nutzt 230 V Wechselstrom, 50 Hz — wie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Die Steckdosen sind Typ C (Eurostecker, zweipolig) und Typ F (Schuko mit Erdung). Reisende aus dem DACH-Raum benötigen in der Regel keinen Adapter.

In günstigen Unterkünften und älteren Gebäuden können die Steckdosen manchmal locker sitzen — ein Reisestecker-Adapter mit festem Sitz kann nützlich sein.

Stromausfälle sind in ländlichen Gebieten (Amed, Sidemen, Munduk) keine Seltenheit — eine Taschenlampe oder Powerbank für das Handy ist empfehlenswert.

Trinkgeld

Trinkgeld ist auf Bali nicht obligatorisch, aber sehr willkommen — und bei den niedrigen Löhnen macht es einen echten Unterschied.

Richtwerte:

  • Restaurant: 5-10% der Rechnung, wenn kein Service Charge aufgeführt ist. Viele touristische Restaurants berechnen bereits 10% Service + 11% Steuer (erkennbar an „++"). In Warungs reicht Aufrunden.
  • Tagesfahrer: 50.000-100.000 IDR pro Tag
  • Guide (Tempel, Vulkan): 50.000-100.000 IDR
  • Spa/Massage: 20.000-50.000 IDR (besonders wichtig — Massage-Therapeuten verdienen oft nur den Mindestlohn)
  • Hotel-Zimmermädchen: 10.000-20.000 IDR pro Tag
  • Tauchlehrer: 100.000-200.000 IDR pro Tauchtag
  • Gepäckträger: 10.000-20.000 IDR

Visum & Einreise

Deutsche, Österreicher und Schweizer können ein Visa on Arrival (VoA) am Flughafen Ngurah Rai erhalten:

  • Kosten: 500.000 IDR (ca. 30€), zahlbar in bar (IDR oder USD) oder per Kreditkarte
  • Gültigkeit: 30 Tage
  • Verlängerung: Einmalig um 30 Tage verlängerbar (am Immigration Office in Denpasar oder Jimbaran, Kosten: 500.000 IDR, 5-7 Werktage)
  • Voraussetzung: Reisepass mit mindestens 6 Monaten Restgültigkeit, Rück-/Weiterflugticket

Seit 2023 gibt es auch das e-Visa on Arrival — online beantragbar vor der Reise über molina.imigrasi.go.id. Gleiches Prinzip, gleicher Preis, aber schnellerer Ablauf am Flughafen (eigene Schlange).

Für längere Aufenthalte: Das B211A-Visum (Geschäftsvisum, 60 Tage, verlängerbar auf 180 Tage) oder das Second Home Visa (5 Jahre, erfordert Nachweis von 130.000 USD auf dem Konto) sind Optionen für Langzeitaufenthalte.

Overstay: Jeder Tag über die Visumsgültigkeit hinaus kostet 1.000.000 IDR (ca. 57€) pro Tag Strafe, plus mögliche Festnahme und Deportation ab 60 Tagen Overstay. Nicht riskieren!

Tipp

Beantrage das e-Visa on Arrival vor der Reise online — das spart dir 30-60 Minuten Wartezeit am Flughafen. Die Website ist etwas umständlich, aber es funktioniert.

Wasserqualität

Trinke niemals Leitungswasser auf Bali! Das Wasser ist nicht trinkbar und kann schwere Magen-Darm-Infektionen verursachen. Dies gilt auch für Zähneputzen — verwende abgefülltes oder gefiltertes Wasser.

Sicheres Wasser:

  • Abgefülltes Wasser (Aqua, Le Minerale): Überall erhältlich. 1,5-Liter-Flasche: 4.000-6.000 IDR im Minimarkt.
  • Refill-Stationen: Viele Unterkünfte und Restaurants bieten kostenlose Nachfüllstationen für gefiltertes Wasser an — benutze deine eigene Flasche. Die App „RefillMyBottle" zeigt Stationen in der Nähe.
  • Eis in Restaurants: In touristischen Restaurants und Bars wird Eis aus gefiltertem Wasser hergestellt (erkennbar an der Zylinderform mit Loch). Straßenstände und sehr einfache Warungs verwenden manchmal ungefiltertes Eis — im Zweifel „tanpa es" (ohne Eis) bestellen.

„Bali Belly": Die gefürchtete Reise-Magen-Darm-Verstimmung trifft die meisten Bali-Erstbesucher — oft weniger wegen des Wassers als wegen der Umstellung auf neue Bakterien, scharfes Essen und Hitze. Immodium, Elektrolytpulver und Kohletabletten gehören in die Reiseapotheke.

Zoll

Einreise nach Indonesien — Freigrenzen:

  • Zigaretten: 200 Stück oder 25 Zigarren oder 100 g Tabak
  • Alkohol: 1 Liter
  • Parfüm: Angemessener persönlicher Bedarf
  • Waren: Bis zu einem Wert von 500 USD pro Person zollfrei
  • Bargeld: Ab 100.000.000 IDR (ca. 5.700€) meldepflichtig

Verboten: Drogen (Todesstrafe!), Waffen, Pornografie, bestimmte Medikamente (Codein-haltige Mittel, Schlafmittel — vorher prüfen!), Lebensmittel (Obst, Fleisch, Milchprodukte).

Rückreise nach Deutschland/EU:

  • Freimenge: 430€ Warenwert (Flugzeug) pro Person
  • 200 Zigaretten, 1 Liter Spirituosen, 4 Liter Wein
  • Vorsicht bei Tier-/Pflanzenprodukten: Korallenprodukte, Schildpatt, bestimmte Hölzer und Tierhäute unterliegen dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) und dürfen nicht importiert werden — auch nicht als Souvenir

Achtung

Kaufe niemals Produkte aus Koralle, Schildkröte, Haifisch oder geschützten Holzarten. Abgesehen von der ethischen Fragwürdigkeit drohen bei der Einfuhr nach Europa empfindliche Geldstrafen und Beschlagnahmung.

Zeitzone

Bali liegt in der WITA-Zeitzone (Waktu Indonesia Tengah = Mittelindonesische Zeit): UTC+8.

Das bedeutet:

  • Deutschland/Österreich/Schweiz: Bali ist 7 Stunden voraus (im Sommer 6 Stunden wegen Sommerzeit)
  • Beispiel: Wenn es in Berlin 12:00 Mittag ist, ist es auf Bali 19:00 Uhr (Winter) bzw. 18:00 Uhr (Sommer)

Indonesien hat keine Sommerzeit — der Zeitunterschied ändert sich also, wenn Europa die Uhren umstellt.

Achtung bei Inlandsflügen: Lombok hat dieselbe Zeitzone wie Bali, aber Java (Jakarta, Yogyakarta) ist eine Stunde zurück (WIB, UTC+7). Prüfe bei Flügen immer die lokale Zeit.

Transport auf Bali

Balis größtes Problem nach dem Plastikmüll: der Verkehr. Die Straßen sind chronisch überlastet, es gibt kein öffentliches Nahverkehrssystem (kein Zug, keine U-Bahn, praktisch keine Busse), und die Infrastruktur hält mit dem Wachstum nicht Schritt.

Fortbewegungsmittel:

  • Grab/Gojek: Ride-Hailing-Apps (wie Uber). Günstigste Option für Punkt-zu-Punkt-Fahrten. Auto oder Motorrad bestellbar. Kuta–Ubud ca. 100.000-150.000 IDR (6-9€). Funktioniert überall, außer im Flughafenbereich (Taxi-Mafia blockiert).
  • Privater Fahrer: Für Tagesausflüge die beste Option. 500.000-700.000 IDR (28-40€) für 8-10 Stunden inklusive Auto und Benzin. Dein Hotel kann einen zuverlässigen Fahrer vermitteln.
  • Roller: Siehe Abschnitt „Roller mieten"
  • Blue Bird Taxi: Zuverlässig, mit Taxameter. Nur die echten Blue Birds (blaues Auto, Vogel-Logo) — Nachahmer gibt es viele.
  • Shuttle-Busse: Perama und Kura-Kura fahren feste Routen zwischen den Touristenzentren (Kuta–Ubud–Sanur–Padangbai–Lovina). Günstig (50.000-100.000 IDR), aber langsam und selten.

Fahrzeiten (realistisch, mit Verkehr):

  • Flughafen–Ubud: 1,5–2,5 Stunden
  • Kuta–Seminyak: 15–40 Minuten
  • Seminyak–Canggu: 20–50 Minuten
  • Ubud–Amed: 2,5–3,5 Stunden
  • Ubud–Kintamani: 1–1,5 Stunden

Tipp

Vermeide Fahrten zwischen 7:30-9:00 und 16:30-19:00 — die Rush Hour in Denpasar und Südbali ist brutal. Die Strecke Kuta–Ubud, die theoretisch 1 Stunde dauert, kann im Stau 3 Stunden dauern.

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