Gesundheit & Impfungen
Die Dominikanische Republik ist kein gefährliches Reiseland — aber einige Gesundheitsthemen solltest du ernst nehmen.
Impfungen
Keine Pflichtimpfungen für die Einreise aus Deutschland (außer Gelbfieber, wenn du aus einem Gelbfiebergebiet einreist). Empfohlen werden:
- Standard: Tetanus, Diphtherie, Polio, Masern (Auffrischung prüfen!)
- Empfohlen: Hepatitis A (dringend!), Hepatitis B
- Bei längerem Aufenthalt/Abenteuerreisen: Typhus, Tollwut
- COVID-19: Keine Impfpflicht bei Einreise (Stand 2025)
Trinkwasser
NIEMALS Leitungswasser trinken! Das gilt ohne Ausnahme — auch nicht zum Zähneputzen in günstigen Hotels. Nur Flaschenwasser (Agua Purificada) oder Wasser aus Garrafones (große 5-Gallonen-Flaschen, die überall stehen). In Hotels und Resorts: Leitungswasser ist zum Duschen sicher, aber nicht zum Trinken. Eis in Restaurants und Resorts ist in der Regel aus gereinigtem Wasser (aber an Straßenständen vorsichtig sein).
Magen-Darm
Der „Dominikanische Durchfall" (Diarrea del Viajero) trifft viele Reisende in den ersten 2–3 Tagen — meist harmlos, aber lästig. Ursachen: anderes Wasser, scharfere Gewürze, ungewohnte Bakterien. Vorbeugung: Kein Leitungswasser, vorsichtig mit Salaten und ungeschältem Obst an Straßenständen, Hände oft waschen. Im Notfall: Imodium + ORS (Oral Rehydration Salts), in jeder Apotheke erhältlich.
Mücken & Dengue
Dengue-Fieber ist in der Dominikanischen Republik endemisch — besonders in der Regenzeit (Juni–November). Es gibt keine Impfung und keine Prophylaxe. Schutz: Mückenspray mit DEET (30–50%), lange Kleidung in der Dämmerung, Klimaanlage im Zimmer. Malaria ist in der Dominikanischen Republik praktisch eliminiert — keine Prophylaxe nötig. Chikungunya und Zika treten gelegentlich auf (Schwangere sollten sich beraten lassen).
Sonne & Hitze
Die tropische Sonne ist deutlich intensiver als in Europa — auch bei bewölktem Himmel. Sonnenbrand passiert in 15–20 Minuten. Sonnencreme LSF 50+ (am besten korallenfreundlich), Hut und Sonnenbrille sind Pflicht. Trinke mindestens 2–3 Liter Wasser am Tag. Hitzschlag und Sonnenstich sind reale Gefahren, besonders bei Aktivitäten wie Wandern oder Reiten.
Medizinische Versorgung
- In Touristenzentren: Gute Privatkliniken (Clínicas) mit englischsprachigen Ärzten. Centro Médico Punta Cana, Hospiten Bavaro, CECANOT in Santo Domingo
- Auf dem Land: Grundversorgung in öffentlichen Hospitales, aber eingeschränkt. Bei ernsten Problemen: Transfer in die nächste Stadt
- Apotheken (Farmacias): Gut sortiert, vieles rezeptfrei erhältlich (Antibiotika, Schmerzmittel). Farmacias Carol und Farmacia La Economía sind die größten Ketten
Achtung
Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist PFLICHT — keine Ausrede. Die Behandlungskosten in Privatkliniken können sich schnell auf 1.000–10.000 USD summieren, und der medizinische Rücktransport nach Deutschland kostet 30.000–80.000 EUR. Abschluss ab 10 EUR/Reise bei ADAC, HanseMerkur oder Allianz.