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Geschichte · Abschnitt 1/3

Präkolumbische Zeit & Inkareich

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Präkolumbische Zeit & Inkareich

Die Geschichte menschlicher Besiedlung in Ecuador reicht über 12.000 Jahre zurück. Lange bevor die Inka kamen, blühten an der Küste und im Hochland hochentwickelte Kulturen:

Frühe Kulturen

  • Valdivia-Kultur (3500–1800 v. Chr.) — Eine der ältesten Keramikkulturen Amerikas, an der Küste von Guayas und Santa Elena. Die „Venus von Valdivia"-Figurinen sind weltberühmt und in Quitos Museen zu sehen.
  • Cañari — Im südlichen Hochland um das heutige Cuenca. Meisterhafte Metallschmiede und Architekten, deren Ruinen in Ingapirca noch heute beeindrucken.
  • Quitu-Cara — Im nördlichen Hochland, Namensgeber der Hauptstadt Quito. Sie bauten Tempel und Terrassen auf den Hängen des Pichincha.

Die Inka-Eroberung (ca. 1460–1533)

Ab etwa 1460 expandierte das Inkareich (Tahuantinsuyo) von Peru nach Norden. Die Eroberung Ecuadors dauerte Jahrzehnte und war blutig — besonders die Cañari im Süden leisteten erbitterten Widerstand. Der Inka-Herrscher Huayna Cápac machte Quito zu seiner Lieblingsresidenz und baute eine Zweit-Hauptstadt neben Cusco. Bei seinem Tod 1527 teilte er das Reich zwischen seinen Söhnen: Huáscar (Cusco) und Atahualpa (Quito). Der darauf folgende Bürgerkrieg schwächte das Reich entscheidend — und machte es zur leichten Beute für die Spanier.

Atahualpa, der letzte Inka-Kaiser, hatte gerade den Bürgerkrieg gegen seinen Bruder gewonnen, als die spanischen Konquistadoren unter Francisco Pizarro 1532 in Peru landeten. Er wurde 1533 in Cajamarca hingerichtet — das Ende des Inkareichs.

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