Esmeraldas & Die Nordküste
Die Nordküste Ecuadors, rund um die Provinz Esmeraldas, ist eine Welt für sich: tropisch, afroecuadorianisch geprägt, mit einer ganz eigenen Musik (Marimba!), Küche und Lebensart. Hier lebt die größte afroecuadorianische Gemeinschaft des Landes — Nachkommen westafrikanischer Sklaven, die im 16. Jahrhundert an die Küste kamen und eine einzigartige Kultur entwickelten.
Highlights der Nordküste
- Atacames — Der beliebteste Strandort ecuadorianischer Urlauber: laut, bunt, günstig und voller Lebensfreude. Coco-Cocktails (Cocktails in der Kokosnuss) am Strand, Marimba-Musik abends und frischer Fisch in den Cabañas. Ideal für ein authentisches ecuadorianisches Strand-Erlebnis (eher als für Ruhe).
- Mompiche — Ein wunderschönes, noch relativ unentdecktes Fischerdorf an einer langen Sandbucht. Hervorragende Wellen (Surfspot der Locals), einfache Unterkünfte und eine entspannte Atmosphäre. Mompiche ist das, was Montañita vor 20 Jahren war.
- Muisne — Eine Insel vor der Küste, erreichbar per Lancha. Endloser Strand, fast keine Touristen und frischer Fisch zum Mittagessen. Noch ein echter Geheimtipp.
- Reserva Ecológica Manglares Cayapas-Mataje — Der größte Mangrovengürtel der Welt an der kolumbianischen Grenze. Bootstouren durch die Mangroven mit Vogelbeobachtung und Krabbensammler-Gemeinschaften.
Afroecuadorianische Kultur
Die Provinz Esmeraldas ist das Zentrum der afroecuadorianischen Kultur. Die Marimba — ein Holzxylophon westafrikanischen Ursprungs — ist das Herzstück der Musik und wurde 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Dazu kommen die Bomba-Rhythmen, der energetische Currulao-Tanz und eine Küche, die stark von der Kokosnuss geprägt ist: Encocado (Fisch oder Shrimps in Kokosmilchsauce) ist das Signature-Gericht der Region.
Sicherheitshinweis: Die Provinz Esmeraldas, besonders die Stadt Esmeraldas selbst und die Grenzregion zu Kolumbien, hat Sicherheitsprobleme (Drogenhandel, Kleinkriminalität). Touristische Orte wie Atacames, Mompiche und die Strände sind in der Regel sicher, aber informiere dich vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt über die aktuelle Lage. Nachts nicht allein an einsamen Stränden unterwegs sein.
Achtung
Die Grenzregion zu Kolumbien (nördliche Provinz Esmeraldas, San Lorenzo) ist aus Sicherheitsgründen zu meiden. Reise nicht in Gebiete, von denen das Auswärtige Amt abrät. Die touristischen Stranddörfer sind davon nicht betroffen, aber informiere dich vor Reiseantritt über die aktuelle Lage.