Geschichte Griechenlands · Abschnitt 5/7

Byzantinisches Reich (330-1453)

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Byzantinisches Reich (330-1453)

330 n. Chr. verlegte Kaiser Konstantin der Große die Hauptstadt des Römischen Reiches nach Konstantinopel (das heutige Istanbul). Was als Oströmisches Reich begann, entwickelte sich zum Byzantinischen Reich — einer über tausendjährigen griechischsprachigen christlichen Zivilisation, die Europa vor den Arabern und später den Türken schirmte.

Für Griechenland bedeutete Byzanz eine kulturelle Kontinuität: Die Sprache blieb Griechisch, die Kirche war griechisch-orthodox, die Kunst und Architektur verschmolzen antike mit christlichen Elementen. Die byzantinischen Kirchen mit ihren goldenen Mosaiken, Ikonenwänden und Kuppelbauten sind noch heute das prägende architektonische Erbe — von den Klöstern der Meteora über die Kirchen von Thessaloniki (UNESCO-Welterbe) bis zu den Klöstern auf Athos.

Die Kreuzzüge brachten eine traumatische Erfahrung: 1204 eroberten die Ritter des Vierten Kreuzzugs nicht das Heilige Land, sondern Konstantinopel — und plünderten die christliche Hauptstadt gnadenlos. Das Byzantinische Reich zersplitterte; Frankreich, Venedig und Genua teilten große Teile Griechenlands unter sich auf. Die fränkischen Burgen auf dem Peloponnes (Mystras, Monemvasia, Methoni) zeugen von dieser Zeit.

1453 fiel Konstantinopel an die Osmanen unter Sultan Mehmed II. — das Ende des Byzantinischen Reiches und ein Datum, das im griechischen kollektiven Gedächtnis tief verankert ist. Tausende griechische Gelehrte flohen nach Westeuropa und trugen dort maßgeblich zur Renaissance bei.

💡 Tipp

Die byzantinischen Klöster von Mystras auf dem Peloponnes — eine Geisterstadt am Hang des Taygetos — sind das beeindruckendste byzantinische Ensemble Griechenlands. Wenig besucht, fantastische Fresken, UNESCO-Welterbe.

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