Stonehenge★★★
Stonehenge ist eines der größten Rätsel der Menschheit. In der weiten Salisbury Plain stehen gigantische Steinblöcke, die vor 5.000 Jahren — ohne Rad, ohne Metall, ohne Schrift — aus bis zu 250 Kilometer Entfernung hertransportiert und mit einer astronomischen Präzision aufgestellt wurden, die moderne Ingenieure beeindruckt.
Die äußeren Sarsen-Steine (bis zu 25 Tonnen schwer) stammen aus dem 30 km entfernten Marlborough, aber die inneren Blausteine (bis zu 4 Tonnen) wurden aus den Preseli Hills in Wales geschafft — 250 Kilometer über Land und Wasser. Warum? Niemand weiß es sicher. Grabstätte, Tempel, astronomisches Observatorium, Heilstätte — Stonehenge gibt seine Geheimnisse nicht preis.
Was wir wissen: Zur Sommersonnenwende (21. Juni) fällt der erste Sonnenstrahl exakt durch die Steinachse — ein Beweis dafür, dass die Erbauer die Bewegung der Himmelskörper verstanden. An diesem Tag ist Stonehenge kostenlos zugänglich, und Tausende versammeln sich zum Sonnenaufgang — Druiden, Hippies, Touristen und Neugierige in einer einzigartigen Mischung.
Die reguläre Besichtigung hält Besucher auf einem Rundweg in Entfernung zu den Steinen. Wer näher ran will: Die Stone Circle Access Tour (englishheritage.org.uk, 47 £, nur bei Sonnenauf- oder -untergang, streng limitiert) lässt dich zwischen die Steine treten und sie berühren. Monate vorher buchen!
💡 Tipp
Stonehenge allein ist in 1–2 Stunden besichtigt. Kombiniere mit dem nahen Avebury Stone Circle (30 Min. per Auto) — weniger berühmt, aber man kann DURCH den Steinkreis laufen, mitten im Dorf, mit Schafen zwischen den Megalithen. Viele Besucher finden Avebury atmosphärischer als Stonehenge.