Nuraghen: Sardiniens mysteriöses Erbe★★
Sardinien beherbergt eine der rätselhaftesten prähistorischen Kulturen des Mittelmeers: die Nuraghenkultur (1900–238 v. Chr.). Über 7.000 Nuraghen — kegelförmige Steintürme aus massivem Basalt, ohne Mörtel — verteilen sich über die gesamte Insel. Ihre genaue Funktion ist bis heute umstritten: Festungen? Tempel? Astronomische Observatorien? Herrschaftssitze?
Su Nuraxi di Barumini ★★★
Die einzige UNESCO-Welterbe-Nuraghe und die eindrucksvollste: Ein zentraler Turm (18 m hoch), umgeben von vier Ecktürmen und einer Ringmauer, dazu ein ganzes Dorf mit Dutzenden Rundhütten. Die Führung (nur mit Guide, 14 €) erklärt die Baukunst und das Leben der Nuragher. Die Anlage liegt bei Barumini im Landesinneren (1h von Cagliari).
Weitere sehenswerte Nuraghen
- Nuraghe Santu Antine (bei Torralba) — Der „König der Nuraghen", ein monumentaler Dreiturm-Komplex mit dem höchsten erhaltenen Turm (17 m).
- Nuraghe Losa (bei Abbasanta) — Gut erhalten, weniger besucht, atmosphärisch.
- Gigantengräber (Tombe dei Giganti) — Monumentale Kollektivgräber mit bis zu 4 m hohen Stelen. Die Tomba di Coddu Vecchiu bei Arzachena ist besonders eindrucksvoll.