Willkommen in Italien · Abschnitt 7/7

Erstbesucher-Tipps

🇮🇹 Italien Reiseführer

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Erstbesucher-Tipps

15 Dinge, die ich gerne vor meiner ersten Italien-Reise gewusst hätte:

  1. Cappuccino nur morgens. Italiener trinken Cappuccino ausschließlich zum Frühstück. Nach 11 Uhr bestellst du Espresso (caffè) oder caffè macchiato. Niemand wird dich aufhalten, aber die Blicke des Barista sprechen Bände.
  2. Coperto ist kein Betrug. Die Gedeck-Gebühr von 1,50–3 € pro Person steht auf der Rechnung und ist völlig normal. Dafür bekommst du Brot und Grissini. In Touristenorten kann sie höher ausfallen — kontrolliere die Karte.
  3. ZTL-Zonen sind Geldfallen. Viele historische Stadtzentren (Rom, Florenz, Mailand, Bologna, Siena) haben Zufahrtsbeschränkungen (Zona Traffico Limitato). Kameras erfassen jedes Nummernschild. Die Strafe: 80–100 € pro Durchfahrt. Prüfe VORHER, ob dein Hotel eine ZTL-Genehmigung ausstellen kann.
  4. Museumstage kennen. Am ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt in staatliche Museen frei — das klingt toll, aber die Schlangen sind endlos. Besser: Unter der Woche mit Online-Tickets kommen.
  5. Pranzo (Mittagessen) ist das bessere Abendessen. Viele Restaurants bieten mittags ein vergünstigtes Menü an. Die Qualität ist dieselbe, die Preise 30–40% niedriger, und du bekommst leichter einen Tisch.
  6. Vorsicht vor Touristenfallen. Restaurants mit Anrufern auf der Straße, Menüs in 10 Sprachen und Bildern von Essen sind fast immer schlecht und teuer. Zwei Gassen weiter findest du die Trattoria, in der die Einheimischen essen.
  7. Streiks sind Alltag. Italiens Gewerkschaften streiken regelmäßig — Züge, Busse, Flüge, manchmal sogar Museen. Streiks werden 10 Tage vorher angekündigt. Checke vor der Reise die Webseiten der Verkehrsunternehmen.
  8. Siesta ist real. Zwischen 13 und 16 Uhr schließen viele Geschäfte, Kirchen und kleinere Restaurants. Plane entsprechend — oder mach es wie die Italiener und leg dich hin.
  9. Trinkgeld ist optional. Service ist im Preis inbunden (servizio incluso). Wenn du zufrieden bist, runde auf oder lass 1–2 € auf dem Tisch. 10–15% wie in den USA ist nicht üblich und kann verwirrend wirken.
  10. Die Züge sind besser als ihr Ruf. Trenitalia und Italo verbinden die großen Städte schnell und komfortabel (Rom–Florenz in 1:30h, Rom–Neapel in 1:10h, Rom–Mailand in 2:50h). Frühbucher-Tickets sind unschlagbar günstig (ab 9,90 €).
  11. Leitungswasser ist kostenlos und gut. In Restaurants kannst du „acqua del rubinetto" bestellen — Leitungswasser. Es ist trinkbar und kostenlos. Die meisten Kellner werden trotzdem versuchen, dir Mineralwasser (acqua minerale) zu verkaufen. Bestehe freundlich auf Leitungswasser, wenn du sparen willst.
  12. Sonntags ist vieles zu. Vor allem in kleineren Städten und auf dem Land haben Geschäfte, Supermärkte und viele Restaurants sonntags geschlossen. In Touristenorten weniger ein Problem, aber plane voraus.
  13. Dresscode in Kirchen. Knie und Schultern müssen bedeckt sein — in allen Kirchen, nicht nur im Vatikan. Nimm immer ein leichtes Tuch oder eine lange Hose mit, auch im Hochsommer.
  14. Die „italienische Viertelstunde" gibt es wirklich. Pünktlichkeit wird in Italien lockerer gesehen als in Deutschland. Verabredungen, Busse und Restaurantöffnungen können 10–20 Minuten Spielraum haben. Entspann dich — du bist in Italien.
  15. Nimm weniger mit, als du denkst. Italiens Pflastersteine sind der natürliche Feind des Rollkoffers. Ein Rucksack oder eine leichte Reisetasche ist in den Altstädten von Rom, Venedig und der Cinque Terre Gold wert.

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