Von Nieuw Amsterdam zur Weltstadt
Bevor die Europäer kamen, lebten die Lenape-Indianer auf der Insel, die sie Mannahatta nannten (Insel der vielen Hügel). 1624 gründeten die Niederländer die Siedlung Nieuw Amsterdam an der Südspitze Manhattans. 1626 „kaufte" der niederländische Gouverneur Peter Minuit die Insel von den Lenape — der Legende nach für Glasperlen und Werkzeug im Wert von 60 Gulden (die Geschichte ist vereinfacht, aber Teil der Gründungsmythologie).
Britische Herrschaft & Revolution
1664 übernahmen die Briten die Stadt kampflos und benannten sie in New York um (nach dem Duke of York). Die Stadt wuchs zum wichtigsten Hafen der britischen Kolonien. Im Unabhängigkeitskrieg (1775–1783) war New York eine wichtige Schlachtfeld- und Besatzungsstadt. George Washington wurde 1789 auf der Wall Street als erster Präsident der USA vereidigt — die Federal Hall (heute Museum, kostenlos) steht noch dort.
Einwanderung & Aufstieg (19. Jahrhundert)
Im 19. Jahrhundert wurde New York zur Einwanderungsmetropole. Millionen von Iren (nach der Großen Hungersnot 1845–52), Italienern, Deutschen, Osteuropäern und jüdischen Flüchtlingen kamen per Schiff — die meisten sahen als Erstes die Freiheitsstatue (1886) und wurden auf Ellis Island (1892–1954) registriert. Über 12 Millionen Menschen kamen durch Ellis Island — schätzungsweise 40% aller heutigen Amerikaner haben einen Vorfahren, der hier ankam.
Die Stadt wuchs in die Höhe: die Brooklyn Bridge (1883), der erste Wolkenkratzer (der Tower Building, 1889), und die Subway (1904) verwandelten New York in die modernste Stadt der Welt.