Jazz Age, Depression & Nachkriegsboom
Die Goldenen Zwanziger & die Wolkenkratzer
Die 1920er waren New Yorks glamouröseste Dekade: der Jazz explodierte in Harlem (Duke Ellington im Cotton Club, Louis Armstrong im Savoy Ballroom), die Harlem Renaissance (Langston Hughes, Zora Neale Hurston) brachte eine literarische und künstlerische Blüte, und die Skyline schoss in die Höhe. Das Chrysler Building (1930, Art Déco, immer noch das schönste Hochhaus der Welt) und das Empire State Building (1931, 381 Meter, in nur 14 Monaten erbaut!) definierten die Skyline, die wir heute kennen.
Die Große Depression (1929–1939)
Der Börsencrash an der Wall Street (29. Oktober 1929, „Schwarzer Dienstag") stürzte die Welt in die Depression. In New York: Massarbeitslosigkeit, Suppenküchen, Hoovervilles (Obdachlosenlager) im Central Park. Bürgermeister Fiorello LaGuardia und Stadtplaner Robert Moses nutzten New-Deal-Gelder, um Brücken, Parks, Highways und öffentliche Einrichtungen zu bauen — viele davon stehen noch heute.
Nachkriegs-New-York
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde New York zur Hauptstadt der Welt: die Vereinten Nationen (Hauptquartier am East River, 1952), die Wall Street als Finanzzentrum, die Pop-Art-Bewegung (Andy Warhol, Studio 54), und die Ära der großen kulturellen Institutionen (Lincoln Center, MoMA-Erweiterung). Gleichzeitig begann der Abstieg: in den 1970ern und 80ern war New York bankrott, die Kriminalität explodierte (Times Square war ein Rotlichtviertel, die Bronx brannte buchstäblich), und die Stadt schien verloren. Der Wiederaufstieg unter Bürgermeister Rudy Giuliani (1990er, umstrittene Zero-Tolerance-Politik) und der anschließende Boom unter Michael Bloomberg verwandelten New York zurück in die sichere, prosperierende, überteuerte Weltstadt von heute.