Cannabis- & Drogenpolitik
Die niederländische Drogenpolitik ist weltweit einzigartig — und häufig missverstanden. Cannabis ist NICHT legal in den Niederlanden. Es wird geduldet (gedoogd) — ein typisch niederländischer Kompromiss.
Die Regeln
- Coffeeshops dürfen maximal 5 Gramm Cannabis pro Person pro Tag verkaufen. Maximal 500 Gramm Vorrat im Shop.
- Mindestalter: 18 Jahre, Ausweiskontrolle
- Konsum: Nur im Coffeeshop oder privat. Öffentliches Rauchen ist in vielen Innenstädten (Amsterdam, Rotterdam) per Verordnung verboten — Bußgeld: 100 €.
- Anbau: Technisch illegal, aber der Besitz von bis zu 5 Pflanzen wird „nicht verfolgt" — die niederländische Grauzone in Perfektion.
- Harte Drogen: Heroin, Kokain, MDMA etc. sind ILLEGAL. Die Niederlande verfolgen einen pragmatischen Ansatz (Schadensbegrenzung), aber Besitz und Handel werden bestraft.
Die Zahl der Coffeeshops sinkt seit Jahren (Amsterdam: von über 350 in den 1990ern auf unter 170 heute). Es gibt Bestrebungen, die Lieferkette zu regulieren (wietexperiment) — der Anbau für Coffeeshops soll legalisiert werden, um den Schwarzmarkt zu bekämpfen.
Achtung
Achtung: In Grenzgemeinden (z. B. Maastricht) ist der Zugang zu Coffeeshops für Ausländer teilweise eingeschränkt (Wietpas). In Amsterdam gilt diese Einschränkung NICHT. Aber: Trüffel (psilocybin) sind legal in Smartshops erhältlich — die Wirkung ist stark und nicht für jeden geeignet. Vorsicht!