Trinkgeld & Etikette
Die Niederländer sind bekannt für ihre Sparsamkeit (zuinigheid) — und das spiegelt sich auch in der Trinkgeld-Kultur wider:
- Restaurants: Trinkgeld ist nicht Pflicht, aber üblich. 5–10 % des Rechnungsbetrags oder auf den nächsten vollen Betrag aufrunden. 15–20 % wie in den USA wäre ungewöhnlich.
- Cafés/Bars: Kleingeld in der Trinkgeld-Dose oder auf den nächsten Euro aufrunden. Bei einem Bier für 5,50 € auf 6 € runden ist typisch.
- Taxis: Aufrunden auf den nächsten Euro oder 5–10 % bei langen Fahrten.
- Hotels: Kofferträger: 1–2 € pro Koffer. Zimmerreinigung: nicht üblich, aber 2–5 € werden geschätzt.
Allgemeine Etikette
- Pünktlichkeit: Niederländer sind pünktlich — sogar pünktlicher als Deutsche. Zu spät kommen gilt als unhöflich.
- Begrüßung: Drei Küsschen auf die Wange (rechts-links-rechts) unter Bekannten. Bei Erstkontakt: Handschlag.
- Schuhe an: Anders als in Skandinavien behält man in niederländischen Häusern die Schuhe an — es sei denn, der Gastgeber bittet darum.
- „Going Dutch": Jeder zahlt für sich — auch beim Essen mit Freunden. Geteilte Rechnungen sind Normalität, nicht Unhöflichkeit.
- Gesprächsthemen: Politik, Fußball, Wetter, Reisen — alles okay. Über Geld reden ist nicht tabu (anders als in Deutschland). Nur die Frage „Wohnen Sie zur Miete oder im Eigentum?" kann empfindlich sein (Immobilienpreise sind ein Dauerthema).