Belle Époque, Weltkriege & Gegenwart
Belle Époque (1871–1914)
Die Zeit zwischen dem Deutsch-Französischen Krieg und dem Ersten Weltkrieg war Pariser Glanz pur: Der Eiffelturm (1889), das Moulin Rouge (1889), die erste Metro-Linie (1900), die Weltausstellungen (1889, 1900), die Impressionisten, die Jugendstil-Architektur (Art Nouveau) — Paris war das Zentrum der Welt. Toulouse-Lautrec malte in Montmartre, Debussy komponierte, Sarah Bernhardt spielte Theater.
Zwei Weltkriege
Im Ersten Weltkrieg (1914–1918) wurde Paris von deutschen Truppen bedroht, aber nie erobert — die Schlacht an der Marne (40 km entfernt) rettete die Stadt. Im Zweiten Weltkrieg besetzten deutsche Truppen Paris am 14. Juni 1940. Vier Jahre Besatzung folgten — Deportationen, Kollaboration und Widerstand. Am 25. August 1944 befreite General Leclerc mit der 2. Panzerdivision Paris — Hitler hatte befohlen, die Stadt zu zerstören, aber Generalmajor Dietrich von Choltitz verweigerte den Befehl. Paris blieb unversehrt.
Gegenwart
Die Mai-Unruhen 1968 erschütterten Paris und die Welt — Studentenrevolte, Barrikaden im Quartier Latin, Generalstreik. Der Geist von '68 prägt das politische Selbstverständnis der Pariser bis heute. In den letzten Jahrzehnten: das Centre Pompidou (1977), die Pyramide des Louvre (1989), die Grande Arche de la Défense, das Musée du Quai Branly, die Philharmonie — Paris baut weiter. Die Olympischen Spiele 2024 brachten einen neuen Schub: renovierte Sportstätten, neue Radwege, die Seine wieder zum Baden sauber.