Geschichte — Von Lutetia zur Lichtstadt · Abschnitt 2/3

Revolution, Napoleon & Haussmann

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Revolution, Napoleon & Haussmann

Die Französische Revolution (1789)

Am 14. Juli 1789 stürmte das Pariser Volk die Bastille — ein Gefängnis, das zum Symbol der königlichen Willkür geworden war. Die Französische Revolution veränderte nicht nur Frankreich, sondern die Welt: Menschenrechte, Abschaffung der Monarchie, Trennung von Kirche und Staat. Die Pariser Schauplätze: die Bastille (heute ein Platz mit der Julisäule), die Place de la Concorde (wo Ludwig XVI. und Marie-Antoinette guillotiniert wurden), das Palais des Tuileries (zerstört 1871) und die Conciergerie auf der Île de la Cité (das Revolutionsgefängnis, heute Museum).

Napoleon (1799–1815)

Napoleon Bonaparte machte sich 1804 zum Kaiser — und Paris zum Zentrum eines Imperiums, das halb Europa umfasste. Er hinterließ der Stadt monumentale Spuren: den Arc de Triomphe (vollendet 1836), die Rue de Rivoli, den Canal Saint-Martin, die Vendôme-Säule und den Louvre als öffentliches Museum. Napoleons Grab unter der goldenen Kuppel der Invalides ist eines der beeindruckendsten Monumente der Stadt.

Baron Haussmann (1853–1870)

Georges-Eugène Haussmann verwandelte Paris im Auftrag Napoleons III. von einer mittelalterlichen Stadt in die moderne Metropole, die wir heute kennen: Breite Boulevards durchschnitten das Labyrinth der Altstadt (auch, um Barrikaden zu erschweren), einheitliche Haussmann-Fassaden (heller Kalkstein, Zinkdächer, Balkone im 2. und 5. Stock) prägten das Stadtbild, und großzügige Parks (Bois de Boulogne, Buttes-Chaumont) schufen grüne Lungen. Die Kanalisation, die Wasserversorgung und die Gasbeleuchtung machten Paris zur modernsten Stadt der Welt — und gaben ihr den Beinamen „Ville Lumière" (Stadt der Lichter).

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