Iquitos & der Norden
Iquitos ist die größte Stadt der Welt, die nicht über eine Straße erreichbar ist. Eine halbe Million Menschen leben hier, mitten im Regenwald am Zusammenfluss von Marañón und Ucayali zum Amazonas. Du kommst nur per Flugzeug (2h ab Lima) oder per Frachtschiff (über eine Woche ab Pucallpa).
Die Stadt hat einen rauen Charme: Die Malecón (Uferpromenade) am Itaya-Fluss ist abends voller Leben, die Gebäude im Zentrum erinnern mit ihren Kachelfassaden an die Kautschuk-Ära (1880–1912), als Iquitos eine der reichsten Städte Südamerikas war. Der Belén-Markt ist einer der wildesten und faszinierendsten Märkte des Kontinents: Hier gibt es alles — von Kaimankrokodil-Fleisch über Piranhas bis zu Heilpflanzen für jedes erdenkliche Leiden.
★★★ Pacaya-Samiria National-Reservat
Das größte Schutzgebiet Perus (20.800 km² — größer als Sachsen!) ist ein überfluteter Regenwald, der nur per Boot zugänglich ist. Hier leben rosa Flussdelfine, Riesenfischötter, Faultiere, Totenkopfäffchen, Kaimane, Tukane und hunderte weitere Vogelarten.
Mehrtägige Bootstouren führen tief in das Reservat hinein: Du schläfst in einfachen Camps oder auf dem Boot, paddelst im Kanu durch Seitenflüsse, angelst Piranhas (ja, wirklich!) und beobachtest bei Nachtexkursionen Kaimane, deren Augen im Taschenlampenlicht rot leuchten.
- Dauer: Mindestens 3 Tage/2 Nächte, besser 5 Tage/4 Nächte
- Kosten: 300–800€ je nach Dauer und Komfort
- Beste Zeit: Mai–Oktober (Trockenzeit, bessere Tierbeobachtung)
Lodges um Iquitos
Für Reisende mit weniger Zeit gibt es komfortable Dschungel-Lodges in 1–4 Stunden Bootsfahrt von Iquitos:
- Ceiba Tops (Explorama): Luxus-Lodge mit Pool und Klimaanlage — für alle, die Komfort wollen
- Heliconia Lodge: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, 80 km flussabwärts
- Treehouse Lodge: Baumhaus-Lodge hoch in den Wipfeln — einzigartiges Erlebnis!