Transsilvanien (Siebenbürgen) · Abschnitt 6/6

Wandern in den Karpaten

🇷🇴 Rumänien Reiseführer

Transsilvanien (Siebenbürgen)|
RegionenWandern in den Karpaten

Wandern in den Karpaten

Die rumänischen Karpaten bieten alpines Wandern auf höchstem Niveau — ohne die Massen der Alpen. Die Wege sind gut markiert (rumänischer Alpenverein), die Berghütten (cabane) urig und günstig, und die Wildnis ist echt: Hier leben 6.000 Braunbären, 3.000 Wölfe und 2.000 Luchse — die größten Populationen Europas.

Die besten Wandergebiete

  • Piatra Craiului (Königstein) — Der schmalste und dramatischste Gebirgskamm der Karpaten: ein 25 km langer Kalksteingrat, auf dem man zwischen zwei Abgründen wandert. Schwierig, aber unvergesslich. Ausgangspunkt: Zărnești (30 km von Brașov).
  • Bucegi-Gebirge — Über Sinaia und Bușteni erreichbar, mit Seilbahnen (Telecabina). Die Felsformationen Babele (die alten Frauen) und der Sphinx (Sfinxul) auf 2.200 m sind natürliche Skulpturen von bizarrer Schönheit. Leichte bis mittelschwere Wanderungen möglich.
  • Făgăraș-Gebirge — Das höchste Gebirge Rumäniens mit dem Moldoveanu (2.544 m) und dem Negoiu (2.535 m). Die Kammwanderung über den Făgăraș-Hauptkamm (5–7 Tage) ist die Königstour der rumänischen Berge. Nur für erfahrene Wanderer.
  • Retezat-Nationalpark — Im Westen Transsilvaniens: Gletscherseen, alpine Wiesen und eine der wildesten Landschaften Europas. Weniger besucht als die Karpaten bei Brașov, aber spektakulär. UNESCO-Biosphärenreservat.

Transfăgărășan-Passstraße

Die DN7C, bekannt als Transfăgărășan, ist eine der spektakulärsten Passstraßen der Welt — von Jeremy Clarkson (Top Gear) als „schönste Straße der Welt" geadelt. 90 km Serpentinen über die Südkarpaten, Höchstpunkt 2.042 m (Bâlea-See). Ceaușescu ließ sie in den 1970ern als Militärstraße bauen. Geöffnet nur von Ende Juni bis Ende Oktober (wetterabhängig). Am besten von der Nordseite (Sibiu/Cârțișoara) kommend fahren — die Serpentinen nach Süden sind spektakulärer.

Bärenbeobachtung

In der Umgebung von Brașov gibt es organisierte Bärenbeobachtungstouren (von Ansitzhütten aus, am Abend). Seriöse Anbieter arbeiten mit Naturschützern zusammen und füttern nicht. Die beste Zeit: April–Oktober, besonders im Herbst, wenn die Bären fressen, um sich auf den Winterschlaf vorzubereiten. Kosten: 30–60€ pro Person.

Achtung

In den Karpaten leben wilde Braunbären. Mach beim Wandern Lärm (reden, klatschen), lagere Essen nie im Zelt, und trag keine stark riechenden Lebensmittel offen herum. Bärenspray ist in Rumänien frei verkäuflich. Bei einer Begegnung: nicht rennen, langsam zurückweichen, laut reden.

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