Olbia — Tor zum Nordosten
Olbia ist Sardiniens Tor zum Nordosten — mit dem internationalen Flughafen Costa Smeralda (OLB) und dem wichtigsten Fährhafen der Insel ist es der Ankunftsort für die meisten Besucher der Gallura-Region. Die Stadt selbst wird oft nur als Durchgangsstation genutzt, aber das ist ein Fehler: Olbia hat einen charmanten historischen Kern mit der romanischen Basilika San Simplicio (11. Jahrhundert, die älteste Kirche Sardiniens), einer lebhaften Fußgängerzone (Corso Umberto) und einem neuen Hafenviertel mit Restaurants und Bars.
In der Umgebung von Olbia liegen einige Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte: Das Gigantengrab Coddu Ecchju (10 km südwestlich) ist eines der beeindruckendsten Megalithgräber Sardiniens — eine 4 Meter hohe Stele markiert den Eingang zu einem 10 Meter langen Korridor-Grab aus der Bronzezeit. Die Nuraghe Riu Mulinu liegt malerisch in der Macchia und gibt einen ersten Vorgeschmack auf Sardiniens mysteriöse Bronzezeit-Kultur.
Nördlich von Olbia bietet die Gallura-Region eine faszinierende Landschaft aus Korkeichenwäldern (Sardinien produziert 80% des italienischen Korks), bizarren Granitformationen und dem ausgezeichneten Vermentino di Gallura DOCG — dem einzigen DOCG-Wein Sardiniens. Ein Besuch bei einem Weingut (z.B. Cantina Gallura in Tempio Pausania) ist ein kulinarisches Highlight. Tempio Pausania selbst, die „Hauptstadt" der Gallura auf 560 m Höhe, überrascht mit einem kühlen, grünen Bergklima und einer gepflegten Altstadt aus Granit.