Die Highlands entdecken
Die Scottish Highlands sind das, wofür die meisten Menschen nach Schottland kommen — und sie übertreffen jede Erwartung. Nördlich der Highland Boundary Fault (einer geologischen Linie von Helensburgh bis Stonehaven) beginnt eine andere Welt: weniger Menschen, mehr Berge, tiefere Seen und eine Stille, die beinahe hörbar ist.
Die Region ist dünn besiedelt — auf einer Fläche größer als Belgien leben nur etwa 230.000 Menschen. Die Einsamkeit ist real: Du kannst stundenlang fahren, ohne einem anderen Auto zu begegnen. Die Straßen winden sich durch U-förmige Gletschertäler, über Pässe mit Panoramablick und an Seen entlang, die so dunkel sind, dass sie Ungeheuer verstecken könnten.
Inverness ist das Tor zu den Highlands — eine freundliche Stadt am Fluss Ness, von hier aus erreichst du Loch Ness, die North Coast 500 und die großen Nationalparks. Für die Highlands brauchst du idealerweise einen Mietwagen und mindestens 4–5 Tage, besser eine Woche.
Orientierung
Die Highlands lassen sich in mehrere Bereiche gliedern:
- Glencoe & West Highlands: Das dramatischste Tal Schottlands, Fort William (Outdoor-Hauptstadt), Ben Nevis, Glenfinnan-Viadukt. Die A82 von Glasgow nach Fort William ist eine der schönsten Straßen der Welt.
- Great Glen & Loch Ness: Das Great Glen durchschneidet die Highlands von Fort William bis Inverness. Loch Ness, der Caledonian Canal und Urquhart Castle liegen hier.
- Cairngorms Nationalpark: Schottlands größter Nationalpark mit den höchsten Bergen, Rothirschen, Steinadlern, Skigebieten und den königlichen Deeside-Wäldern rund um Balmoral.
- Wester Ross & Torridon: Wilde, fjordähnliche Küste, einsame Berge, farbenprächtiges Sandsteingestein. Einige der abgelegensten und spektakulärsten Landschaften Europas.
- North Coast 500: Schottlands „Route 66" — 516 Meilen Küstenstraße rund um die nördlichen Highlands. Strände, Klippen, Burgen, Destillerien und kaum ein Mensch in Sicht.