Das Schloss
Schloss Schönbrunn ist Wiens meistbesuchte Attraktion und seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Geschichte beginnt im 14. Jahrhundert mit einem Jagdschloss, doch erst unter Maria Theresia (Regentschaft 1740–1780) wurde es zur imperialen Sommerresidenz ausgebaut — mit 1.441 Zimmern, von denen 45 besichtigt werden können.
Die Besichtigungstour
- Imperial Tour (22 Räume, 30–40 Min.): Die Privatgemächer von Franz Joseph und Sisi — der Nussholz-Salon, das Schlafzimmer, Sisis Ankleidezimmer (wo sie täglich 3 Stunden Haarpflege betrieb). Eintritt: 22€.
- Grand Tour (40 Räume, 50–60 Min.): Zusätzlich die prunkvollen Repräsentationsräume: die Große Galerie (der Spiegelsaal Schönbrunns — hier tanzte der Wiener Kongress 1815), das Millionenzimmer (Rosenholz-Täfelung mit indo-persischen Miniaturen) und das Chinesische Rundkabinett. Eintritt: 29€.
Geschichtliche Highlights
- 1762: Der sechsjährige Mozart spielte hier für Maria Theresia — und machte der jungen Marie Antoinette angeblich einen Heiratsantrag.
- 1805 & 1809: Napoleon quartierte sich zweimal in Schönbrunn ein — im selben Bett, das Franz Joseph später nutzte.
- 1918: Kaiser Karl I. unterschrieb hier die Verzichtserklärung — das Ende der Habsburger-Monarchie nach 640 Jahren.
💡 Tipp
Komm morgens früh (9 Uhr) oder nachmittags ab 15 Uhr — die Reisebusgruppen kommen zwischen 10 und 14 Uhr. Online-Tickets mit Zeitfenster buchen — die Warteschlange kann im Sommer 60+ Minuten betragen. Strategie: Zuerst das Schloss, dann den Garten bis zur Gloriette.