Balinesischer Hinduismus · Abschnitt 2/6

Tempel & Tempel-Etikette

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Tempel & Tempel-Etikette

Bali hat geschätzte 20.000 Tempel (Pura) — mehr als jeder andere Ort der Welt. Jedes Dorf hat mindestens drei: den Pura Puseh (Ursprungstempel, bergwärts), den Pura Desa (Dorftempel, im Zentrum) und den Pura Dalem (Totentempel, meerwärts). Dazu kommen Familientempel, Reisfeldtempel, Bergtempel und die großen Staatstempel.

Balinische Tempel sind keine Gebäude wie christliche Kirchen, sondern offene Hofanlagen mit gestuften Mauern, Spalttoren (Candi Bentar), geschlossenen Toren (Paduraksa), Schreinen und dem charakteristischen Meru — einer pagodenartig gestuften Turmhaube mit ungerader Dachzahl (3, 5, 7, 9 oder 11 Ebenen), die den heiligen Berg Meru symbolisiert.

Die meisten Tempel sind an normalen Tagen leer — sie „erwachen" nur bei Odalan-Feiern (Tempeljubiläen, alle 210 Tage nach dem balinesischen Kalender), wenn die Götter eingeladen werden, herabzusteigen.

Tempel-Etikette für Besucher

  • Sarong und Schärpe sind Pflicht — am Eingang großer Tempel auszuleihen oder selbst mitbringen
  • Schultern bedecken (kein Tanktop, kein Bikini-Oberteil)
  • Frauen während der Menstruation dürfen Tempel nicht betreten (Ehrensache, wird nicht kontrolliert)
  • Nie auf Mauern oder Schreine klettern — auch nicht für Fotos
  • Nicht höher stehen als ein betender Balinese — Kopf tiefer halten oder Abstand halten
  • Bei Zeremonien nicht durch die Betenden laufen
  • Fotografie ist meist erlaubt, aber mit Respekt — nie mit Blitz bei Zeremonien

💡 Tipp

Kaufe dir einen eigenen Sarong auf einem lokalen Markt (ab 50.000 IDR) — du brauchst ihn ständig. Er dient auch als Strandtuch, Zudecke im klimatisierten Bus und Sonnenschutz.

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