Das Plastikmüll-Problem
Balis größte Umweltkatastrophe ist der Plastikmüll. Die Insel produziert täglich geschätzte 3.800 Tonnen Abfall — und hat weder ausreichende Deponien noch funktionierende Recyclingsysteme. Das Ergebnis: Plastikflaschen in Reisfeldern, Müllberge an Flussufern und Strände voller Tüten, Strohhalme und Styropor — besonders während der Regenzeit (November-März), wenn die angeschwollenen Flüsse den Müll aus dem Inland ans Meer spülen.
Die Situation ist so schlimm geworden, dass die Regierung 2018 den Plastik-Notstand erklärte. Seither gibt es ein Verbot von Einweg-Plastiktüten, -Strohhalmen und -Styropor — die Umsetzung ist allerdings lückenhaft.
Hoffnung machen Grassroots-Initiativen:
- Bye Bye Plastic Bags — gegründet 2013 von den damals 10- und 12-jährigen Schwestern Melati und Isabel Wijsen aus Bali. Ihre Kampagne führte zum Plastiktütenverbot.
- Sungai Watch — installiert Barrieren in Flüssen, die Plastik auffangen, bevor es das Meer erreicht. Über 200 Barrieren in ganz Bali.
- ROLE Foundation — bildet Balinesen in Abfallmanagement und Kompostierung aus
- Bali Recycling Association — betreibt Recyclingstationen und Kompostieranlagen
💡 Tipp
Bringe eine wiederverwendbare Trinkflasche mit! Viele Unterkünfte und Restaurants bieten kostenlose Nachfüllstationen für gefiltertes Wasser an. Die App „RefillMyBottle" zeigt Nachfüllstationen auf ganz Bali. Verzichte auf Plastikstrohhalme und -tüten — und unterstütze lokale Umweltinitiativen mit einer Spende oder als Volunteer.