Geschichte der Dominikanischen Republik · Abschnitt 1/5

Taíno & die Ankunft der Europäer (bis 1500)

🇩🇴 Dominikanische Republik Reiseführer

Geschichte der Dominikanischen Republik|
VerstehenTaíno & die Ankunft der Europäer (bis 1500)

Taíno & die Ankunft der Europäer (bis 1500)

Lange bevor Christoph Kolumbus einen Fuß auf die Insel setzte, war Hispaniola die Heimat der Taíno — eines Arawak-Volkes, das die Insel Quisqueya („Mutter aller Länder") oder Ayití („Land der hohen Berge") nannte. Die Taíno lebten in Dörfern unter der Führung von Kaziken (Häuptlingen), betrieben Ackerbau (Maniok, Süßkartoffeln, Mais), fischten in den Küstengewässern und entwickelten eine reiche Kultur mit kunstvollen Keramiken, Steinäxten und den charakteristischen Zemí-Figuren — Darstellungen ihrer Gottheiten.

Die Taíno-Gesellschaft war bemerkenswert friedlich. Sie spielten ein Ballspiel namens Batey (die Spielfelder sind noch heute in den Nationalparks zu sehen), hängten in Hamacas (Hängematten — ein Taíno-Wort, das in alle europäischen Sprachen übernommen wurde) und rauchten Tabaco in zeremoniellen Röhren. Auch Wörter wie Kanu, Hurrikan, Barbecue und Mais stammen aus dem Taíno.

Am 5. Dezember 1492 erreichte Christoph Kolumbus auf seiner ersten Reise die Nordwestküste Hispaniolas. Er war begeistert: „Das schönste Land, das Menschenaugen je gesehen haben", schrieb er in sein Logbuch. Kolumbus gründete das Fort La Navidad aus dem Wrack der Santa María — die erste europäische Siedlung in der Neuen Welt. Als er auf seiner zweiten Reise 1493 zurückkehrte, war das Fort zerstört und alle 39 Männer waren tot, erschlagen von Taíno-Kriegern nach Konflikten um Gold und Frauen.

Daraufhin gründete Kolumbus die Stadt La Isabela weiter östlich — die erste geplante europäische Stadt Amerikas. Auch sie scheiterte an Krankheiten, Hunger und Aufständen.

Reise nach Dominikanische Republik planen

* Partnerlinks – bei Buchung erhalten wir eine Provision, ohne Mehrkosten für dich