Nationalparks & Naturschutzgebiete
Griechenland hat 12 Nationalparks und zahlreiche Naturschutzgebiete. Die Infrastruktur für Wanderer ist (im Vergleich zu den Alpenländern) bescheiden — markierte Wege, aber wenige Hütten. Dafür hat man die Natur oft für sich allein.
Die wichtigsten Parks
- Olymp-Nationalpark: Der Berg der Götter (2.917 m). Besteigung in 2 Tagen ab Litochoro möglich — Übernachtung auf der Spilios-Agapitos-Hütte (2.100 m), dann zum Gipfel Mytikas. Anspruchsvoll aber unvergesslich. Die Gipfelzone ist alpin mit spektakulären Schluchten.
- Samaria-Schlucht (Kreta): Die längste Schlucht Europas (16 km Wanderung). Von Mai bis Oktober begehbar. Start auf 1.250 m, Ende am Meer bei Agia Roumeli. Anstrengend (5-7 Stunden bergab!), aber die Landschaft ist atemberaubend. Früh starten, um den Massen zu entgehen.
- Vikos-Schlucht & Zagori (Epirus): Die (laut Guinness) tiefste Schlucht der Welt (relativ zur Breite). Das Zagori-Gebiet mit seinen 46 Steindörfern (Zagorochoria) und alten Steinbrücken ist eines der bestgehüteten Geheimnisse Griechenlands — Wandern, Rafting, Wildwasser, und kaum ein Tourist.
- Prespa-Seen (Nordgriechenland): Zwei Seen an der Grenze zu Albanien und Nordmazedonien — Heimat seltener Pelikane (Krauskopfpelikan!), 1.500 Pflanzenarten und alter byzantinischer Einsiedeleien in Felsenhöhlen.
- Nationaler Meerespark Zakynthos: Schutzgebiet für die Caretta-Caretta-Meeresschildkröten an der Bucht von Laganas. Strenger Strandschutz in der Nistzeit (Mai-Oktober).
- Pindos-Nationalpark (Valia Kalda): "Warmes Tal" — der einzige Ort in Griechenland, an dem noch Braunbären leben (ca. 450 Tiere). Dichte Schwarzkieferwälder, fast keine touristische Infrastruktur, echte Wildnis.
💡 Tipp
Die Samaria-Schlucht ist überfüllt? Die parallelen Schluchten Imbros (leichter, kürzer, weniger Touristen) und Aradena (nur für erfahrene Wanderer, teilweise Kletterpassagen) auf Kreta bieten ähnliche Landschaft ohne Gedränge.