Mittelalter: Stadtstaaten & Handelsmächte
Nach dem Fall Roms zerfiel Italien in ein Mosaik aus Herrschaften: Langobarden im Norden (daher „Lombardei"), Byzantiner im Süden und Osten (Ravenna mit seinen sensationellen Mosaiken), Araber auf Sizilien (827–1091) und der Kirchenstaat in der Mitte. Ab dem 11. Jahrhundert begannen die Stadtstaaten aufzublühen: Venedig, Genua, Pisa und Amalfi als Seerepubliken; Florenz, Mailand und Siena als Handels- und Finanzzentren.
Die Rivalität zwischen Guelfen (Papstanhänger) und Ghibellinen (Kaiseranhänger) prägte Jahrhunderte italienischer Politik. In Süditalien herrschten die Normannen (ab 1059), dann die Staufer — Kaiser Friedrich II. (1194–1250), der „Stupor Mundi" (Staunen der Welt), regierte von Palermo aus und vereinte arabische, byzantinische und westliche Kultur.