Geschichte der Philippinen · Abschnitt 3/4

USA, Japan & Unabhängigkeit

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USA, Japan & Unabhängigkeit

1898 besiegten die USA Spanien im Spanisch-Amerikanischen Krieg und „kauften" die Philippinen für 20 Millionen Dollar im Vertrag von Paris — ohne die Filipinos zu fragen, die gerade ihre Unabhängigkeit erkämpft hatten. Am 12. Juni 1898 hatte Emilio Aguinaldo die Erste Philippinische Republik ausgerufen — die erste Republik Asiens. Doch die Amerikaner erkannten sie nicht an.

Der Philippinisch-Amerikanische Krieg (1899–1902) war brutal: Schätzungsweise 200.000–1.000.000 philippinische Zivilisten starben, viele durch Konzentrationslager und die „Scorched Earth"-Politik. Ein dunkles Kapitel, das in den USA kaum bekannt ist.

Die amerikanische Kolonialzeit (1898–1946) brachte aber auch tiefgreifende Veränderungen: ein öffentliches Bildungssystem (Englisch wurde zur Unterrichtssprache — deshalb sprechen Filipinos heute fließend Englisch), demokratische Strukturen, moderne Infrastruktur und Baseball als Nationalsport.

Im Zweiten Weltkrieg besetzten die Japaner die Philippinen (1942–1945). Die Schlacht um Manila (Februar 1945) war eine der zerstörerischsten Stadtschlachten des Krieges: Über 100.000 Zivilisten starben, Intramuros wurde dem Erdboden gleichgemacht. Der Bataan Death March (1942), bei dem 60.000–80.000 Kriegsgefangene 100 km durch tropische Hitze marschieren mussten, ist eines der schlimmsten Kriegsverbrechen des Pazifikkrieges.

Am 4. Juli 1946 erhielten die Philippinen ihre vollständige Unabhängigkeit von den USA.

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