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Regionen · Kapitel 7

Wallis & Matterhorn

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RegionenKapitel 7: Wallis & Matterhorn
Regionen · Kapitel 7

Wallis & Matterhorn

Das Wallis ist die Schweiz, wie sie im Bilderbuch steht: Das Matterhorn als ikonischer Gipfel, Zermatt als autofreies Bergdorf, der Aletschgletscher als UNESCO-Welterbe und die sonnigsten Weinberge des Landes. Dazu über 40 Viertausender, legendäre Skigebiete und Thermalbäder, die schon die Römer kannten.

Zermatt & das Matterhorn★★★

Klein Matterhorn 110 CHF retour, mit STP 50 %

Zermatt (1.620 m) ist eine Pilgerstätte für Bergliebhaber aus aller Welt — und das aus einem einzigen Grund: dem Matterhorn (4.478 m), dem wahrscheinlich bekanntesten Berg der Erde. Seine perfekte Pyramidenform prägt Schokoladenverpackungen, Briefmarken und Träume. Zermatt selbst ist autofrei — Anreise nur per Zug (Matterhorn Gotthard Bahn) oder Helikopter.

★★★ Das Matterhorn

Egal wie viele Fotos du gesehen hast — der erste Blick auf das echte Matterhorn verschlägt den Atem. Die beste Sichtachse hast du von der Kirchbrücke im Ort (Koordinaten: [46.0207, 7.7491]) oder vom Rotenboden oberhalb des Riffelsees, wo sich der Berg bei Windstille perfekt spiegelt. Bei Sonnenaufgang (5:30–6:30 Uhr im Sommer) glüht die Spitze in Orange und Rosa — das berühmte „Alpenglühen".

★★★ Klein Matterhorn & Matterhorn Glacier Paradise

Die höchste Seilbahnstation Europas (3.883 m): Von hier aus der Blick über 14 Gletscher und 38 Viertausender — an klaren Tagen bis zum Mont Blanc, zum Monte Rosa und in die italienischen Alpen. Auf dem Gipfel: eine Eisgrotte (15 m tief im Gletscher), die Glacier Paradise Aussichtsplattform und im Winter das höchste Skigebiet der Alpen (Pisten bis 3.883 m, Skifahren auch im Sommer!).

Seilbahn ab Zermatt: 110 CHF retour (mit Swiss Travel Pass 50 %). Gondel → Gondel → Seilbahn, Gesamtfahrzeit ca. 45 Min. Warme Kleidung Pflicht — auch im Sommer um 0 °C!

★★ Dorf Zermatt

Das autofreie Zentrum hat den Charme eines Bergdorfs bewahrt: Holzchalets mit Geranien, enge Gassen, Elektrotaxis statt Autos. Die Bahnhofstrasse ist die Haupteinkaufsstraße mit Sportgeschäften, Uhren-Boutiquen und Restaurants. Das Matterhorn Museum (10 CHF) erzählt die dramatische Geschichte der Erstbesteigung 1865 — vier der sieben Bergsteiger stürzten beim Abstieg in den Tod. Das gerissene Seil ist ausgestellt.

Tipp

Die beste Matterhorn-Sicht hat man paradoxerweise NICHT von den teuren Bergbahnen, sondern vom 5-Seen-Wanderweg: Von Blauherd (Seilbahn ab Zermatt) über Stellisee, Grindjisee, Grünsee, Moosjisee zum Leisee (2,5 Stunden, mittel). Fünf Seen, in denen sich das Matterhorn spiegelt — und fast keine Touristen nach dem ersten See.

Gornergrat — Panorama par excellence★★★

Gornergratbahn 48 CHF retour (mit Swiss Travel Pass)

Der Gornergrat (3.089 m) bietet das vielleicht eindrucksvollste Bergpanorama der Schweiz — und ist per Zahnradbahn bequem erreichbar.

★★★ Gornergratbahn

Die höchste Freiluft-Zahnradbahn Europas fährt seit 1898 in 33 Minuten von Zermatt (1.620 m) auf den Gornergrat (3.089 m). Die Strecke ist atemberaubend: Durch Lärchenwälder, über kühne Brücken, vorbei an Gletschern — und das Matterhorn wandert während der Fahrt von links nach rechts durchs Fenster. Auf der rechten Seite sitzen!

★★★ Gornergrat-Panorama

Auf dem Gipfel: ein 360°-Panorama über den Gornergletscher (zweitgrößter der Alpen), den Monte Rosa (4.634 m, höchster Schweizer Gipfel), die Dufourspitze, das Matterhorn und insgesamt 29 Viertausender. Das Kulmhotel Gornergrat (das höchste Hotel der Schweizer Alpen, ab 300 CHF) hat Zimmer mit Matterhorn-Blick — Sonnenaufgang vom Bett aus.

Gornergratbahn: 96 CHF retour (ab Zermatt). Mit Swiss Travel Pass 50 % = 48 CHF. Halbtax 48 CHF. Takt: alle 24 Minuten. Erste Fahrt 7:00 Uhr (Sunrise Ticket für Fotografen!).

★★ Riffelsee

Die berühmteste Matterhorn-Spiegelung der Welt: Ausstieg an der Station Rotenboden (eine Station unter dem Gipfel), dann 10 Minuten zu Fuß zum Riffelsee. Bei Windstille am Morgen spiegelt sich das Matterhorn perfekt im türkisen Wasser. DAS Fotomotiv der Schweiz. Funktioniert am besten morgens (7:30–9:00 Uhr) oder am späten Nachmittag.

Tipp

Nimm die erste Bahn um 7:00 Uhr (Sunrise Ticket gleicher Preis!) — du hast den Gipfel fast allein und das Morgenlicht auf dem Matterhorn ist Gold wert. Von Rotenboden zum Riffelsee wandern (10 Min.), Spiegelung fotografieren, dann zu Fuß weiter zum Gornergrat (45 Min., leicht). Ab 10 Uhr kommen die Massen.

Aletschgletscher — UNESCO-Welterbe★★★

Eggishorn-Bahn 56 CHF retour, mit STP 50 %

Der Große Aletschgletscher ist mit 23 Kilometern der längste Gletscher der Alpen und gehört seit 2001 zum UNESCO-Welterbe Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch. Ein Naturwunder, das allerdings schrumpft: In den letzten 150 Jahren hat er über 3 Kilometer an Länge und 300 Meter an Dicke verloren — der Klimawandel ist hier mit bloßem Auge sichtbar.

★★★ Aussichtspunkt Eggishorn

Die Luftseilbahn Fiesch → Eggishorn (2.927 m) bietet den besten Gesamtblick auf den Gletscher: Von oben sieht man, wie sich der gigantische Eisstrom in einer S-Kurve durch das Tal windet — die Mittelmoräne (dunkle Geröllstreifen) zeichnet perfekte Linien auf das Eis. Der Anblick ist ehrfürchtig und mahnend zugleich.

Luftseilbahn Fiesch → Eggishorn: 56 CHF retour (mit Swiss Travel Pass 50 %). Saison: Juni–Oktober. Von der Bergstation 10 Min. Aufstieg zum Aussichtspunkt.

★★ Aletschwald

Am Rand des Gletschers steht der Aletschwald — einer der ältesten und höchstgelegenen Arvenwälder der Alpen. Die knorrigen Zirbelkiefern sind bis zu 900 Jahre alt und bilden eine mystische Landschaft zwischen Eis und Fels. Wanderung ab Riederfurka (1,5 Stunden, leicht) durch den Wald mit Gletscherblick.

★ Bettmeralp & Riederalp

Die autofreien Dörfer Bettmeralp und Riederalp auf der Sonnenterrasse über dem Rhonetal sind die Ausgangspunkte für Aletsch-Wanderungen. Ruhiger und authentischer als Zermatt, mit Panorama-Wanderwegen direkt am Gletscherrand. Ideal für 2–3 Tage zum Entschleunigen.

Achtung

Der Aletschgletscher verliert jährlich etwa 50 Meter an Länge. Was du heute siehst, wird in 20 Jahren deutlich weniger sein. Wissenschaftler prognostizieren, dass der Gletscher bis 2100 auf einen Bruchteil schrumpfen könnte. Ein Besuch ist auch ein Appell: Diese Natur zu schützen, ist dringend nötig.

Thermalbäder Leukerbad★★

Therme ab 29 CHF, Gemmibahn 25 CHF retour

Leukerbad (1.411 m) ist das größte Thermalbad-Zentrum der Alpen: Täglich sprudeln 3,9 Millionen Liter heißes Thermalwasser (bis 51 °C) aus den Quellen. Schon die Römer badeten hier, Goethe schwärmte von den Heilquellen, und heute ist Leukerbad der perfekte Ort für erschöpfte Wanderer und Skifahrer.

★★ Leukerbad Therme (Walliser Alpentherme)

Die größte Thermalanlage der Alpen: 10 Becken (innen und außen, 28–43 °C), ein 10-Meter-Sprungturm, Wellness-Bereich und Panorama-Außenbecken mit Blick auf die 2.000 Meter hohen Felswände der Gemmi. Im Winter: Dampf steigt aus dem heißen Wasser in die kalte Bergluft — magisch.

Rathausstrasse 32. 29 CHF (3 Std.), 33 CHF (Tag). Kinder 15 CHF. Täglich 8–20 Uhr (Do/Fr bis 21 Uhr). Sauna-Bereich: 36 CHF.

★ Gemmi-Pass

Die Gemmibahn bringt dich von Leukerbad auf den Gemmi-Pass (2.350 m) — ein Hochplateau mit dem Daubensee und dem spektakulären Gemmi-Klettersteig. Die Wanderung zum Daubensee (30 Min., leicht) ist auch für Familien geeignet. Seilbahn: 25 CHF retour.

Tipp

Kombiniere Leukerbad mit einer Wanderung: Morgens von der Gemmi zum Daubensee wandern (leicht, 1,5 Stunden hin und zurück), nachmittags in der Therme die müden Muskeln entspannen. Das perfekte Bergprogramm für einen regnerischen Tag — die Therme ist bei Regen am atmosphärischsten.

Saas-Fee — Die Perle der Alpen★★

Metro Alpin 62 CHF retour, mit STP 50 %

Saas-Fee (1.800 m) ist Zermatts ruhigere Schwester: Ein autofreies Gletscherdorf, umgeben von 13 Viertausendern und dem Fee-Gletscher. Weniger Hype, weniger Touristen, aber mindestens genauso schön — und deutlich günstiger.

★★ Allalin (3.500 m)

Die Metro Alpin — die höchste U-Bahn der Welt (eine unterirdische Standseilbahn im Fels) — bringt dich auf den Mittelallalin (3.456 m). Oben: das welthöchste Drehrestaurant, eine Eisgrotte im Fee-Gletscher und ein Panorama von den Walliser Alpen bis zum Mont Blanc. Skifahren ist hier auch im Sommer möglich.

Metro Alpin + Seilbahn: 62 CHF retour (mit Swiss Travel Pass 50 %). Drehrestaurant: Mittagsmenü ab 25 CHF. Ganzjährig.

★ Fee-Schlucht

Ein kurzer, aber spektakulärer Spaziergang durch eine Gletscherschlucht mit Hängebrücken und Stegen über dem tosenden Wasser. 5 CHF Eintritt, 30 Minuten. Perfekt für Familien.

Walliser Weinberge★★

Weinmuseum + Degustation 10 CHF

Das Wallis ist die größte Weinregion der Schweiz — und eine der steilsten der Welt. An den Südhängen des Rhonetals reifen auf Terrassen die Reben, die Schweizer Weine von Weltklasse hervorbringen. Das Wallis ist die sonnigste Region der Schweiz (über 300 Sonnentage!).

★★ Weinweg Salgesch–Sierre

Der Rebweg zwischen Salgesch und Sierre (6 km, 2 Stunden, leicht) führt durch die besten Weinlagen des Wallis: Informationstafeln erklären die Rebsorten, die Terrassierung und die Bewässerung (historische Suonen/Bisses = offene Wasserkanäle). Im Weinmuseum in Salgesch Degustation: 5 Weine für 10 CHF.

★ Autochthone Walliser Sorten

Das Wallis hat Rebsorten, die es nirgendwo sonst gibt:

  • Fendant (Chasselas): Der Weißwein zum Fondue — trocken, mineralisch, perfekt.
  • Petite Arvine: Eleganter, komplexer Weißwein mit Salznote — Walliser Spezialität.
  • Cornalin: Kräftiger Rotwein, nur im Wallis angebaut.
  • Humagne Rouge: Rustikaler Rotwein mit Wildfrucht-Aromen.

Eine Degustation in einer Cave (Weinkeller) ist Pflicht: Cave du Rhodan in Salgesch, Cave Imesch in Sierre oder die Domaine du Mont d'Or in Sion.

Tipp

Die Suonen-Wanderungen (entlang der historischen Bewässerungskanäle) gehören zu den schönsten Wanderungen der Schweiz: Eben, landschaftlich reizvoll und mit Weinberg-Panorama. Die Suone de Clavau bei Sion ist besonders schön — 2 Stunden, leicht, mit Abschluss in einer Cave zur Degustation.

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