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Regionen · Kapitel 3

Zürich

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RegionenKapitel 3: Zürich
Regionen · Kapitel 3

Zürich

Zürich ist keine typische Finanzmetropole — hinter den Bankfassaden verbirgt sich eine Stadt mit mittelalterlicher Altstadt, einer explodierenden Kreativszene, Badekultur am See und einer gastronomischen Vielfalt, die in der Schweiz ihresgleichen sucht. Die größte Stadt des Landes (430.000 Einwohner) vereint Weltklasse-Museen mit Straßenkunst, Michelin-Sterne mit Wurstsalat am Biertisch.

Altstadt: Grossmünster, Fraumünster & Lindenhof★★★

Grossmünster Turm 5 CHF, Fraumünster 5 CHF

Die Zürcher Altstadt erstreckt sich auf beiden Seiten der Limmat und ist kompakt genug, um sie an einem halben Tag zu Fuß zu erkunden — aber reich genug, um einen ganzen Tag zu füllen.

★★★ Grossmünster

Die Doppeltürme des Grossmünsters prägen die Zürcher Skyline seit dem 12. Jahrhundert. Hier begann 1519 Huldrych Zwingli die Reformation in der Schweiz — ein Ereignis, das das Land fundamental veränderte. Der Aufstieg auf den Karlsturm (187 Stufen) belohnt mit dem besten Panoramablick über die Altstadt, den See und bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Im Inneren beeindrucken die modernen Fenster von Augusto Giacometti (1933) und die romanische Krypta.

Grossmünsterplatz. Kirche frei, Turm 5 CHF. Täglich 10–18 Uhr (Winter bis 17 Uhr). Turm: März–Okt 10–17 Uhr.

★★★ Fraumünster

Am anderen Limmatufer steht die Kirche, die Zürich weltberühmt gemacht hat — dank der Chagall-Fenster (1970). Die fünf leuchtend bunten Glasfenster im Chorraum gehören zu den bedeutendsten Kirchenfenstern des 20. Jahrhunderts. Dazu hat Alberto Giacometti (nicht zu verwechseln mit dem Cousin Augusto) ein Fenster im Querschiff gestaltet. Der gotische Kreuzgang mit Fresken aus dem 13. Jahrhundert ist ein stiller Rückzugsort mitten in der Stadt.

Münsterhof 2. 5 CHF. Täglich 10–18 Uhr (Nov–März bis 17 Uhr). Fotografieren erlaubt (ohne Blitz).

★★ Lindenhof

Der schönste Aussichtspunkt der Altstadt: Auf dem Hügel des ehemaligen römischen Kastells (Turicum) thront eine kleine Parkanlage mit Linden und Schachbrettern. Von hier aus blickst du über die Limmat auf das Grossmünster, die Universität und das Rathaus. Abends treffen sich hier Einheimische zum Boule-Spielen. Der Ort, an dem Zürich gegründet wurde — Römer, Alamannen und mittelalterliche Bürger standen hier schon.

Lindenhof. Frei zugänglich, rund um die Uhr. Am schönsten bei Sonnenuntergang.

★★ Peterskirche

Die älteste Pfarrkirche Zürichs (9. Jahrhundert) hat das größte Kirchenzifferblatt Europas: 8,7 Meter Durchmesser. Im Inneren eine schlichte Reformationskirche, draußen ein lauschiger Friedhof im Schatten alter Bäume — eine Oase der Ruhe, die die meisten Touristen übersehen.

Tipp

Beginne deinen Zürich-Tag auf dem Lindenhof — morgens ist der Platz fast leer und das Licht auf dem Grossmünster perfekt für Fotos. Dann hinunter zur Limmat, über die Münsterbrücke zum Grossmünster, Turmbesteigung, und zurück übers Wasser zum Fraumünster. Zwei Stunden, drei Highlights.

Bahnhofstrasse & Paradeplatz★★

Luxemburgerli ab 2,80 CHF/Stück

Die Bahnhofstrasse gilt als eine der exklusivsten Einkaufsstraßen der Welt — 1,4 Kilometer vom Hauptbahnhof bis zum Bürkliplatz am See. Hier reihen sich Luxusboutiquen (Gucci, Prada, Louis Vuitton) neben Schweizer Traditionshäuser wie Grieder, Jelmoli (ältestes Warenhaus der Schweiz, seit 1833) und Uhren-Juweliere, die Rolex, Patek Philippe und Omega in schimmernden Vitrinen präsentieren.

★★ Paradeplatz

Das Herz der Schweizer Finanzwelt: Hier stehen die Hauptsitze der UBS und der Credit Suisse (heute auch UBS). Der Platz selbst ist unscheinbar, aber die Symbolkraft ist immens — hier wird über Milliarden entschieden. Am Rand: das Café Sprüngli, eine Zürcher Institution seit 1836. Die Luxemburgerli (zarte Makronen) sind das perfekte Mitbringsel — eine Schachtel ab 15 CHF.

Confiserie Sprüngli, Paradeplatz. Mo–Fr 7–18:30, Sa 8–18 Uhr. Luxemburgerli: 2,80 CHF/Stück.

★ Hauptbahnhof

Nicht nur Verkehrsknotenpunkt, sondern auch architektonisches Highlight: Die historische Bahnhofshalle (1871) mit der Escher-Statue davor und die unterirdische ShopVille-Passage sind sehenswert. Im Advent findet hier der größte Indoor-Weihnachtsmarkt Europas statt — mit einem riesigen Swarovski-Christbaum.

Zürichsee & Badekultur★★

Seebad 8 CHF, Bootsverleih ab 20 CHF/Std.

Der Zürichsee ist das Herz der Freizeitkultur: 40 km lang, bis 136 m tief, im Sommer bis 24 °C warm. Die Zürcher haben eine einzigartige Badekultur — öffentliche Badeanlagen (Badis) sind soziale Treffpunkte, in denen man den ganzen Tag verbringt.

★★★ Seeuferpromenade & Bürkliplatz

Vom Bürkliplatz am Ende der Bahnhofstrasse erstreckt sich die Seepromenade Richtung Süden — bei schönem Wetter ein einziges Flanier- und Sonnenfest. Bootsverleih (Tretboote, SUP, Ruderboote ab 20 CHF/Stunde), Eisverkäufer und der Blick auf die schneebedeckten Alpen am Horizont. Am Samstag findet hier ein beliebter Flohmarkt statt.

★★ Seebad Utoquai (Männerbad) & Frauenbad Stadthausquai

Zürichs legendäre geschlechtergetrennte Badeanlagen aus dem 19. Jahrhundert — historische Holzstege direkt in der Limmat bzw. am See. Tagsüber Badeanlage (Eintritt 8 CHF), abends verwandelt sich das Frauenbad in die Barfussbar — einen der romantischsten Bars Zürichs mit Kerzen, Cocktails und Seeblick. Nur im Sommer.

★★ Strandbad Mythenquai

Das größte Seebad Zürichs: 400 Meter Strand, Sprungturm, Liegewiese, Restaurant. Am Wochenende ein Volksfest — die Zürcher kommen mit Picknick, Grill und guter Laune. Eintritt 8 CHF, Kinder 4 CHF. Mai–September.

★ Schifffahrt auf dem Zürichsee

Die ZSG-Schiffe verkehren regelmäßig auf dem See — von der kurzen Rundfahrt (1,5 Stunden, 9 CHF) bis zur großen Tour nach Rapperswil (2 Stunden, 27 CHF). Im Swiss Travel Pass inklusive! Die Abendrundfahrt mit Fondue-Schiff ist ein Erlebnis (ab 85 CHF).

Tipp

Die Barfussbar im ehemaligen Frauenbad (Stadthausquai 12) ist Zürichs romantischster Sommerabend-Spot: Cocktails auf schwimmenden Holzstegen bei Kerzenlicht. Kein Eintritt, nur Getränke. Juni–September, ab 18 Uhr. Komme zum Sonnenuntergang!

Kunsthaus & Museen★★★

Kunsthaus 23 CHF, Landesmuseum 10 CHF

Zürich hat eine überraschend reiche Museumslandschaft — vom Weltklasse-Kunstmuseum bis zum skurrilen Nischenmuseum.

★★★ Kunsthaus Zürich

Eines der bedeutendsten Kunstmuseen Europas, 2021 durch den spektakulären Chipperfield-Erweiterungsbau verdoppelt. Die Sammlung umfasst die weltgrößte Alberto-Giacometti-Kollektion, herausragende Werke von Monet, Munch, Picasso, Chagall und eine der besten Sammlungen Schweizer Kunst (Hodler, Segantini, Vallotton). Die Wechselausstellungen sind regelmäßig Blockbuster-Niveau.

Heimplatz 1. 23 CHF (Sonderausstellungen 26 CHF). Di/Fr–So 10–18 Uhr, Mi/Do 10–20 Uhr. Mo geschlossen. Mittwochabend ermäßigt. Im Swiss Travel Pass inklusive!

★★ Landesmuseum Zürich

Direkt neben dem Hauptbahnhof, im märchenhaften Schlossgebäude (1898): Die Geschichte der Schweiz von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Besonders sehenswert: die mittelalterliche Waffensammlung, die Reformationsabteilung und die interaktive Ausstellung zur direkten Demokratie. Der Erweiterungsbau (2016) ist architektonisch preisgekrönt.

Museumstrasse 2. 10 CHF (Dauerausstellung frei!). Di–So 10–17 Uhr, Do bis 19 Uhr. Im Swiss Travel Pass inklusive.

★★ FIFA World Football Museum

Für Fußballfans ein Muss: Drei Etagen rund um die Geschichte des Weltfußballs, mit allen WM-Pokalen, historischen Trikots und interaktiven Stationen. Das Museum ist professionell gemacht und überraschend unterhaltsam — auch für Nicht-Hardcore-Fans.

Seestrasse 27. 24 CHF. Di–So 10–18 Uhr.

★ Museum Rietberg

Zürichs Museum für außereuropäische Kunst in einer Villa im Rieterpark. Asiatische, afrikanische und ozeanische Kunst von Weltrang. Der Park mit Blick auf den See ist allein den Besuch wert — einer der schönsten Plätze der Stadt.

Gablerstrasse 15. 14 CHF (Sonderausstellungen 18 CHF). Di–So 10–17 Uhr, Mi bis 20 Uhr. Im Swiss Travel Pass inklusive.

Tipp

Mittwochabend ist Museumsabend im Kunsthaus — reduzierter Eintritt und bis 20 Uhr geöffnet. Deutlich ruhiger als am Wochenende. Mit dem Swiss Travel Pass sind Kunsthaus, Landesmuseum und Rietberg sowieso gratis!

Niederdorf & Nightlife★★

Das Niederdorf (von den Zürchern liebevoll „Dörfli" genannt) ist Zürichs Ausgehviertel in der rechtsufrigen Altstadt — ein Labyrinth aus engen Gassen mit Restaurants, Bars, Buchhandlungen und kleinen Theatern.

★★ Niederdorf-Gassen

Die Niederdorfstrasse und Münstergasse sind das Herz des Viertels: Hier reihen sich italienische Trattorien neben Schweizer Beizen, Craft-Beer-Bars neben traditionellen Wirtshäusern. Tagsüber bummeln, abends einkehren. Die Spiegelgasse 14 war 1917 die Geburtsstätte des Dadaismus — im Cabaret Voltaire gründeten Hugo Ball und Tristan Tzara eine Kunstbewegung, die die Welt veränderte. Heute ist dort eine Bar mit regelmäßigen Kultur-Events.

★★ Langstrasse — Das andere Zürich

Zürichs multikulturellste Straße im Kreis 4 und 5 — einst verrufen, heute das angesagteste Viertel der Stadt. Türkische Imbisse neben Hipster-Cocktailbars, Secondhand-Läden neben Club-Eingängen. Die Geroldstrasse (Kreis 5, neben dem Viadukt) ist das Zentrum der Kreativszene: Container-Shops, Restaurants und die legendäre Frau Gerolds Garten — eine urbane Gartenwirtschaft mit Street Food, Wein und Kunst.

Ausgehen in Zürich

Hive Club · Geroldstrasse 5
Zürichs bekanntester Techno-Club in einem ehemaligen Industriegebäude. Internationale DJs, gutes Soundsystem. Eintritt 20–35 CHF.
Fr–Sa ab 23 Uhr.

Café Odeon · Limmatquai 2
Legendäres Jugendstil-Café, in dem Lenin, Einstein und Thomas Mann verkehrten. Heute eine lebhafte Bar mit langer Theke und Zürichs ältestem Neon-Schild. Cocktails ab 16 CHF.
Täglich 7–2 Uhr.

Bauschänzli · Stadthausquai
Biergarten auf einer Limmat-Insel — Zürichs urigster Sommertipp. Bratwurst, Bier und Seeblick. Mai–September.
Ab 11 Uhr, Küche bis 22 Uhr.

Tipp

Frau Gerolds Garten (Geroldstrasse 23) ist Zürichs bester Sommerabend-Treffpunkt: Urban Gardening, Food-Stände, Naturwein, DJs — alles unter freiem Himmel. Kein Eintritt. April–Oktober, Di–Sa ab 11 Uhr. Reservierung nicht möglich, einfach hingehen.

Tagesausflug: Rheinfall bei Schaffhausen★★★

Eintritt 5 CHF, Bootsfahrt 7–20 CHF

Nur 50 Minuten mit dem Zug von Zürich entfernt liegt der größte Wasserfall Europas: Der Rheinfall bei Neuhausen am Rheinfall/Schaffhausen ist 150 Meter breit, 23 Meter hoch und stürzt mit bis zu 600.000 Litern pro Sekunde in die Tiefe. Das Getöse ist ohrenbetäubend, die Gischt spritzt bis auf die Aussichtsplattformen.

★★★ Der Rheinfall

Von der Nordseite (Schloss Laufen) führt ein Panoramaweg mit mehreren Aussichtsplattformen direkt an den Wasserfall — die unterste Plattform „Känzeli" schwebt praktisch über der Gischt. Ein Bootsausflug bringt dich zum Mittelfelsen mitten im Wasserfall — eine Treppe führt auf den Gipfel, wo du von Wassermassen umtobt stehst. Unvergesslich!

Eintritt Nordseite (Schloss Laufen): 5 CHF. Bootsfahrt zum Felsen: 20 CHF (retour). Rundfahrt: 7 CHF. Täglich geöffnet, Mai–Sept 8–19 Uhr, Winter 9–17 Uhr.

★★ Schloss Laufen

Das mittelalterliche Schloss über dem Rheinfall beherbergt ein kleines Museum zur Geschichte des Wasserfalls und ein Restaurant mit Terrasse und Blick auf das Naturspektakel. Von hier aus der beste Gesamtblick.

★ Schaffhausen Altstadt

Die nahegelegene Altstadt von Schaffhausen überrascht mit über 170 Erkern und prachtvoll bemalten Fassaden. Die Festung Munot (16. Jahrhundert) thront über der Stadt — Aufstieg lohnt sich für den Blick über den Rhein. Kombiniere Rheinfall und Schaffhausen für einen perfekten Tagesausflug.

Anreise ab Zürich

Zug: Zürich HB → Neuhausen Rheinfall in 50 Minuten (direkter S-Bahn-Anschluss). 11,20 CHF einfach, im Swiss Travel Pass inklusive. Alternativ: Zürich → Schaffhausen (38 Min., stündlich), dann 10 Min. Bus zum Rheinfall.

Tipp

Komme früh morgens (vor 10 Uhr) oder am späten Nachmittag — mittags kommen die Reisebusse. Die Bootsfahrt zum Mittelfelsen ist das absolute Highlight, aber nichts für Höhenangst-Geplagte: Die Treppe auf den Felsen ist steil und nass. Regenjacke einpacken — die Gischt macht nass!

Essen & Restaurants€€

Bratwurst 9,50 CHF, Geschnetzeltes 38–49 CHF

Zürich ist die gastronomische Hauptstadt der Schweiz — von der traditionellen Beiz (Wirtshaus) bis zum Sternerestaurant, vom Street Food an der Langstrasse bis zum Fondue im historischen Gewölbe.

Zürcher Klassiker

Zürcher Geschnetzeltes — Das Nationalgericht der Stadt: In Rahmsauce geschmorte Kalbfleischstreifen mit Rösti. Das Original wird mit Nieren und Champignons zubereitet — die meisten Restaurants bieten es heute ohne Nieren an. Am besten im Kronenhalle (Rämistrasse 4, 49 CHF) oder im Zeughauskeller (Bahnhofstrasse 28a, 38 CHF).

Kronenhalle · Rämistrasse 4 · €€€
Zürichs legendärstes Restaurant — seit 1924 Treffpunkt von Künstlern, Bankern und Diplomaten. Original-Gemälde von Picasso, Chagall und Miró an den Wänden (kein Witz!). Das Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti ist makellos. Hauptgerichte 40–65 CHF. Reservierung zwingend.
Mo–Sa 12–24 Uhr, So 12–23 Uhr.

Zeughauskeller · Bahnhofstrasse 28a · €€
Riesiges Bierhaus im historischen Waffenarsenal (1487): lange Holztische, rustikale Atmosphäre, traditionelle Schweizer Küche. Bratwurst mit Rösti (26 CHF), Fondue (32 CHF/Person). Gut, ehrlich und bezahlbar — für Zürcher Verhältnisse.
Täglich 11:30–23 Uhr.

Sternen Grill · Theaterstrasse 22 · €
Zürichs berühmtester Bratwurststand — direkt am Bellevue. Die Bratwurst im Bürli (Brötchen) mit Senf ist ein Kult-Snack: 9,50 CHF. Die Schlange ist lang, aber es lohnt sich. Seit über 50 Jahren eine Institution.
Mo–Sa 11:30–23 Uhr, So 11:30–22 Uhr.

Hiltl · Sihlstrasse 28 · €€
Das älteste vegetarische Restaurant der Welt (seit 1898, Guinness-Rekord!). Das Buffet ist legendär — über 100 Gerichte, man bezahlt nach Gewicht (4,80 CHF/100g). Auch Nicht-Vegetarier sind begeistert. Mittags kann es voll werden.
Täglich 7–23 Uhr.

Budget-Tipps

  • Migros-Restaurant: Die Restaurants in den Migros-Filialen bieten solide Mahlzeiten ab 10–15 CHF — Zürichs bestes Budget-Essen.
  • Tibits: Vegetarisches Buffet nach Gewicht (wie Hiltl, aber günstiger). Mehrere Standorte.
  • Coop-Restaurant: Ähnlich wie Migros, ebenfalls günstig und überall zu finden.

Tipp

Für ein authentisches Zürcher Erlebnis abseits der Touristenpfade: Im Restaurant Volkshaus (Stauffacherquai 60) gibt es hervorragende Schweizer Küche in einem Art-déco-Saal — Zürcher Geschnetzeltes 38 CHF, Reservierung empfohlen. Oder: Einfach an die Limmat setzen, Brot und Käse vom Migros holen und picknicken — kostet 8 CHF und ist unbezahlbar.

Praktische Tipps

Anreise

Zürich ist der Verkehrsknotenpunkt der Schweiz. Flughafen Zürich (ZRH): 10 Min. mit dem Zug zum Hauptbahnhof (6,80 CHF). Aus Deutschland per Zug: München 3:30h, Frankfurt 3:55h, Stuttgart 2:45h — alles im komfortablen ICE/EC.

Öffentliche Verkehrsmittel

Das ZVV-Netz (Zürcher Verkehrsverbund) umfasst Tram, Bus, S-Bahn und Schiff. 15 Tramlinien erschließen die Stadt perfekt.

  • Einzelfahrt Zone 110: 4,40 CHF (1 Stunde gültig)
  • Tageskarte Zone 110: 8,80 CHF
  • ZürichCARD (24h): 27 CHF — Öffis + freier Eintritt in 40+ Museen + Schifffahrt + Seilbahn
  • ZürichCARD (72h): 53 CHF

Im Swiss Travel Pass sind alle Öffis in Zürich inklusive!

Übernachtung

€ Budget: Zürich Youth Hostel (Mutschellenstrasse 114, Bett ab 40 CHF) — direkt am See, super Lage! PlacidHostel (Friedaustrasse 56, ab 45 CHF).
€€ Mittelklasse: Hotel Marktgasse (DZ ab 220 CHF) — Boutique-Hotel in der Altstadt. CitizenM Zürich (DZ ab 160 CHF) — modern, zentral.
€€€ Gehoben: Baur au Lac (ab 700 CHF) — Zürichs Grandhotel am See. The Dolder Grand (ab 600 CHF) — legendär.

Beste Reisezeit

Juni–September: Ideal. Badekultur am See, Straßenfeste, Open-Air-Kinos. Juli: Street Parade (eine der größten Techno-Paraden der Welt, 1 Mio. Besucher).
Dezember: Weihnachtsmärkte (Hauptbahnhof, Sechseläutenplatz, Niederdorf). Stimmungsvoll, aber kalt.
April: Sechseläuten — Zürichs Traditionsfest mit dem Verbrennen des Böögg (Schneemann). Je schneller der Kopf explodiert, desto besser wird der Sommer.

Stadtrundgang

Durch die Zürcher Altstadt

2,5–3 Stunden 3,5 km

Vom Hauptbahnhof durch beide Seiten der Altstadt zum See — vorbei an den wichtigsten Kirchen, durch verwinkelte Gassen und über die Limmat. Ein Gang durch 2.000 Jahre Zürcher Geschichte.

1

Hauptbahnhof & Landesmuseum

Start am imposanten Hauptbahnhof (1871) mit der Alfred-Escher-Statue. Blick auf das Landesmuseum nebenan — das märchenhafte Schlossgebäude ist allein von außen sehenswert.

10 Min.
2

Lindenhof

Über die Bahnhofstrasse und durch die Gassen hinauf zum Lindenhof — dem ältesten Siedlungspunkt Zürichs. Der Blick über die Limmat auf das Grossmünster und die Universität ist der schönste der Stadt.

15 Min.
3

Peterskirche

Wenige Schritte bergab: die Peterskirche mit dem größten Kirchenzifferblatt Europas (8,7 Meter). Im Inneren reformiert-schlichte Eleganz.

10 Min.
4

Fraumünster

Über den Münsterhof zum Fraumünster: Die Chagall-Fenster sind ein Muss. Im Kreuzgang die ältesten Fresken der Stadt bestaunen.

20 Min.
5

Münsterbrücke & Grossmünster

Über die Münsterbrücke (bester Fotopunkt für beide Münster!) zum Grossmünster. 187 Stufen auf den Karlsturm für das 360°-Panorama.

25 Min.
6

Niederdorf

Durch die Niederdorfstrasse bummeln — Zürichs charmanteste Gasse mit Cafés, Buchhandlungen und kleinen Boutiquen. Am Cabaret Voltaire (Spiegelgasse 1) vorbeischauen: Geburtsort des Dadaismus.

20 Min.
7

Bellevue & See

Am Bellevueplatz angekommen, öffnet sich der Blick auf den Zürichsee. Abschluss mit einer Bratwurst beim Sternen Grill oder einem Kaffee am Seeufer.

15 Min.

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