Zona Colonial (UNESCO-Welterbe)
Das historische Herz von Santo Domingo — und der wichtigste Ort für die Geschichte der Neuen Welt. In diesen wenigen Blocks konzentrieren sich mehr „Erste Amerikas" als irgendwo sonst auf dem Kontinent.
Alcázar de Colón★★★
★★★ Alcázar de Colón (Kolumbuspalast)
Das beeindruckendste Gebäude der Zona Colonial: Der Palast von Diego Colón, dem Sohn von Christoph Kolumbus, erbaut 1510–1514. Zwei Stockwerke im Stil der spanischen Renaissance, mit 22 Räumen voller Möbel und Kunstwerke aus dem 15.–16. Jahrhundert. Von der Terrasse hat man einen herrlichen Blick über den Río Ozama und den Hafen.
Diego Colón regierte von hier aus als Vizekönig über die gesamte Neue Welt. Das Gebäude wurde aufwändig restauriert und beherbergt heute das Museo Alcázar de Colón — eines der besten Museen der Karibik.
Eintritt: 100 DOP (ca. 1,50 USD). Di–So 9–17 Uhr. Mo geschlossen.
Catedral Primada de América★★★
★★★ Erste Kathedrale Amerikas
Die Catedral Santa María la Menor (1512–1540) ist die älteste Kathedrale der Neuen Welt. Ein massiver Bau aus korallinem Kalkstein, der Elemente der Gotik, Renaissance und des Plateresken vereint. Im Inneren: 14 Kapellen, ein barocker Hochaltar und bis 1992 das Grab von Christoph Kolumbus (die Gebeine wurden dann ins Faro a Colón verlegt — wobei auch Sevilla behauptet, die echten Überreste zu haben).
Der Parque Colón vor der Kathedrale ist das touristische Zentrum der Zona Colonial: Tauben, Schuhputzer, Dominospieler, Touristen und eine Bronzestatue von Kolumbus. Abends füllen sich die Restaurants ringsherum.
Eintritt frei. Mo–Sa 9–16:30 Uhr, So nur Messe. Angemessene Kleidung!
Calle Las Damas & Fortaleza Ozama
★★ Calle Las Damas
Die älteste gepflasterte Straße der Neuen Welt, benannt nach den Hofdamen, die hier im 16. Jahrhundert flanierten. Heute gesäumt von kolonialen Palästen, Museen und Hotels. Hier liegt auch die Casa de Bastidas, die Casa de Ovando (heute Hotel Sofitel) und der Panteón Nacional — ein ehemaliges Jesuitenkloster, das zur nationalen Ruhmeshalle umgebaut wurde (mit ewiger Flamme und Ehrenwache).
★★ Fortaleza Ozama
Die älteste Festung der Neuen Welt (1502), die Jahrhunderte lang den Eingang zum Río Ozama bewachte. Der Torre del Homenaje (Turm der Huldigung) ist der älteste militärische Bau Amerikas. Man kann die Wälle besteigen und hat einen fantastischen Blick über den Fluss und die Hafeneinfahrt. Später wurde die Festung als Gefängnis genutzt — auch unter dem Diktator Trujillo.
Eintritt: 70 DOP. Mo–So 9–17 Uhr.
Weitere Highlights
★★ Museo de las Casas Reales
Im ehemaligen Palast der Gouverneure: Die Geschichte der Kolonialisierung Hispaniolas, von den Taíno über die Eroberung bis zur Kolonialverwaltung. Waffen, Karten, Schiffsmodelle und eine beeindruckende Sonnenuhr aus dem 16. Jahrhundert.
100 DOP. Di–So 9–17 Uhr.
★ Monasterio de San Francisco
Die Ruinen des ersten Klosters Amerikas (1508). Durch Erdbeben und Hurrikane mehrfach zerstört, stehen heute nur noch die atmosphärischen Mauern und Bögen. Abends finden hier manchmal Konzerte und Kulturveranstaltungen statt — unter freiem Himmel zwischen den alten Steinen.
★ Museo del Ámbar
Dominikanischer Bernstein ist weltberühmt — hier erfährst du alles über Entstehung, Abbau und die Unterscheidung von echtem und falschem Bernstein. Berühmtestes Stück: ein Bernstein mit eingeschlossenem Insekt, das an den „Jurassic Park"-Film erinnert (der Bernstein im Film war tatsächlich dominikanisch!).
200 DOP. Mo–Sa 9–18 Uhr. Calle Arzobispo Meriño 452.
★ Calle El Conde
Die Fußgängerzone der Zona Colonial: Souvenirshops, Cafés, Straßenmusikanten. Beginnt am Parque Colón und endet am Parque Independencia (mit dem Mausoleum der Gründerväter Duarte, Sánchez und Mella). Tagsüber touristisch, abends lebendig.