Sushi — Die Kunst des rohen Fischs
Sushi (寿司) in Japan ist eine völlig andere Erfahrung als Sushi in Europa — frischer, einfacher, respektvoller gegenüber dem Fisch. Die wichtigsten Formen:
Sushi-Arten
- Nigiri: Handgeformter Reis mit einem Stück Fisch obenauf — die klassische Form. Der Reis ist leicht warm, mit Essig gewürzt. Der Fisch spricht für sich.
- Maki: Gerolltes Sushi mit Nori (Seetang). In Japan viel einfacher als die überladenen Rollen im Westen.
- Sashimi: Reiner roher Fisch ohne Reis — die reinste Form. Die Qualität des Fisches steht im Mittelpunkt.
- Temaki: Handrolle in Kegelform — zum sofortigen Essen.
- Chirashi: Reis in einer Schale, darauf verschiedene Sashimi-Stücke — günstig und sättigend.
Wo Sushi essen
- Kaiten-zushi (Conveyor Belt): Teller kreisen auf dem Band, du nimmst, was dir gefällt. ¥100–500/Teller. Sushiro und Kura Sushi sind die beliebtesten Ketten — überraschend gut für den Preis.
- Tsukiji/Toyosu Markt: Fangfrisches Sushi am Morgen, an winzigen Theken. ¥2.000–4.000 für ein Set.
- Omakase (Chefauswahl): Das ultimative Erlebnis: Du sitzt an der Theke, der Meister serviert Stück für Stück sein Bestes. Ab ¥8.000 (Mittagsmenü) bis ¥50.000+ (Ginza, abends). Reservierung Wochen vorher nötig.
Sushi-Etikette
- Nigiri darf mit den Fingern gegessen werden — das ist traditionell
- Fischseite (nicht Reisseite!) in die Sojasoße tunken — sonst fällt der Reis auseinander
- Wasabi ist oft bereits zwischen Fisch und Reis — nicht extra dazugeben (bei Omakase)
- Ingwer (Gari) ist ein Gaumenreiniger zwischen den Stücken, kein Topping